Eva Barlösius

Eva Barlösius

Eva Barlösius ist Professorin für Makrosoziologie an der Universität Hannover. Zu ihren Forschungs- und Lehrschwerpunkten gehören die Ungleichheitssoziologie und die Soziologie des Essens, die sie in diesem Buch miteinander verbindet.

Titel des Autors

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Wissenschaft

Dicksein

Wenn der Körper das Verhältnis zur Gesellschaft bestimmt

von Eva Barlösius.

Was bedeutet es in unserer Gesellschaft, zu dick zu sein? Die Studie rückt erstmals die Erlebnisse, Perspektiven und Wünsche von Jugendlichen ins Zentrum, die diese Erfahrung täglich machen. Sie zeigt, in welch umfassendem Maß das Dicksein die Lebenswelt der Jugendlichen bestimmt, denn sie werden wie eine soziale Klasse behandelt: die Klasse der Dicken. Die Ursache für ihr Dicksein wird in ihnen selbst gesehen, denn für seinen Körper – und damit für gesellschaftlichen Erfolg – gilt man heute als persönlich verantwortlich. Diese Sichtweise auf den Körper hat sich fest in die gesellschaftliche Ordnung eingeschrieben. Ihre Legitimität bestreiten die dickeren Jugendlichen keineswegs, im Gegenteil: Sie haben sie selbst verinnerlicht. Dennoch sähe ihre »ideale Welt« anders aus. Darin wären alle gleichberechtigt und hätten gleiche Zukunftschancen, unabhängig vom Aussehen: Dicksein darf nicht mehr das Verhältnis in und zu der Gesellschaft bestimmen. Die Studie basiert auf zahlreichen Gruppeninterviews mit Jugendlichen im Alter von 11 bis 12 und 14 bis 16 Jahren sowie mit Eltern dickerer Jugendlicher und mit Therapeuten.

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Wissenschaft

Pierre Bourdieu

2. Auflage

von Eva Barlösius.

Pierre Bourdieu (1930 – 2002) ist ohne Zweifel einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Sein Buch »Die feinen Unterschiede« machte ihn weltweit bekannt. Heute wird sein Werk nicht nur in den Sozialwissenschaften, sondern auch in den Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften rezipiert. Allerdings hat Pierre Bourdieu »seine« Soziologie nicht kompakt und zusammenhängend dargelegt. Vor dem Hintergrund seiner Biografie werden in dieser Einführung Bourdieus Grundbegriffe wie »soziale Praxis«, »Habitus« und »Feld« systematisch vorgestellt. So wird Schritt für Schritt seine soziologische Theorie entfaltet. Eva Barlösius zeigt Bourdieu als einen Soziologen, der die Grenzen dieser Disziplin immer wieder überschritt und wie kaum ein anderer Theorie und Praxis miteinander verband – bis hin zu seinem Engagement als politischer Intellektueller.

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kartoniert
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Wissenschaft

Naturgemäße Lebensführung

Zur Geschichte der Lebensreform um die Jahrhundertwende

von Eva Barlösius.

Um die Jahrhundertwende war das Bedürfnis nach Propheten und Utopien für ein besseres Leben groß, und die »naturgemäße Lebensführung« bot eine willkommene Perspektive. Im Einklang mit der Natur zu sein und sich vegetarisch zu ernähren, wurde zu einem massenhaft gelebten Ideal. Die Anhänger der Nacktkultur, Naturheilkunde, Reformkleidung und des Vegetarismus organisierten sich in zahlreichen »Lebensreform-Vereinen«. Die Vegetarier bildeten dabei die intellektuelle Elite, die das nötige praktische Wissen zur Umsetzung des »natürlichen« Lebensideals mitbrachten. Reformhäuser, vegetarische Restaurants, Naturheilanstalten, heroische Literatur und Lichtgebets-Malerei konnten sich aufgrund ihres Wirkens etablieren. Neue Quellenforschungen und der Hinweis auf eine Parallele zur heutigen Öko-Bewegung verleihen dieser Darstellung einer bislang marginalisierten Thematik zusätzliche Aktualität.

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