Jean Terrier

Jean Terrier

Jean Terrier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ethik-Zentrum der Universität Zürich und Dozent für Politikwissenschaft an der Schweizer Fernuniversität. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte in Lausanne, Berlin, Cambridge, und Florenz (PhD, Europäisches Hochschulinstitut, 2004). Er forscht zur Geschichte der Sozialwissenschaften, zur Begriffsgeschichte und zur Geschichte des politischen Denkens. Er ist der Autor von »Visions of the Social. Society as a Political Project in France« (Brill 2011).

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Wissenschaft

Die Nation oder Der Sinn fürs Soziale

von Marcel Mauss, Marcel Fournier (Hg.), Jean Terrier (Hg.).

Ein Schlüsseltext des 20. Jahrhunderts

 

In seiner Schrift "La Nation", um 1920 unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs verfasst, entwickelte Marcel Mauss einen Begriff von "Nation", dem zufolge diese über sich hinaus zum Internationalismus treibt. Eine entscheidende Rolle spielte für ihn dabei ein "Sozialismus von unten", den er als "Nationalisierung" im Sinne einer allmählichen Bewusstwerdung der Nationen versteht, ihre ökonomischen Interessen selbst in die Hand zu nehmen. Große Hoffnungen setzte er dabei in den Völkerbund ("Société des Nations"). Den damaligen Zustand der Nationen, ihre Geschichte und ihre Zukunftsaussichten erschließt Mauss in diesem Werk aus ökonomischer, rechtlich-moralischer und kulturhistorisch- ethnologischer Perspektive. Sein Werk besticht sowohl durch stupendes Detailwissen als auch durch verblüffende Vorhersagen, etwa zum Auseinanderfallen Jugoslawiens oder zum Siegeszug des Islam.

Mauss' Schrift, die nach seinen Plänen sein politisches Hauptwerk werden sollte, ist Fragment geblieben; sie wurde 2013 erstmals vollständig aus dem Nachlass ediert.

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