Arbeit und Alltag

Beiträge zur ethnografischen Arbeitskulturenforschung

 

Herausgegeben von Irene Götz, Gertraud Koch, Klaus Schönberger und Manfred Seifert

 

Die gegenwärtige Arbeitswelt unterliegt tief greifenden Transformationsprozessen. Die Entgrenzung von Arbeit und Alltag schreitet voran, Flexibilität und Mobilität werden zunehmend in den neuen Formen subjektivierter und oft prekarisierter Arbeit eingefordert. Die Reihe »Arbeit und Alltag. Beiträge zur ethnografischen Arbeitskulturenforschung« der Kommission Arbeitskulturen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde nimmt sich dieser Themen empirisch wie theoretisch an. Sie untersucht mit ethnografischen Methoden und besonderem Blick auf die Akteure und ihre Praktiken und Selbstsichten die Bedeutung einer Kultur des neuen Kapitalismus für Arbeit und Leben. Dabei wird von einem weiten Arbeitsbegriff ausgegangen, der Arbeit nicht länger mit Erwerbsarbeit gleichsetzt, sondern auch Familienarbeit, bürgerschaftliches Engagement und weitere Aspekte des kreativen Tätigseins einbezieht.

Produkte in dieser Reihe

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Wissenschaft

Mobilität und Mobilisierung

Arbeit im sozioökonomischen, politischen und kulturellen Wandel

von Irene Götz (Hg.), Katrin Lehnert (Hg.), Barbara Lemberger (Hg.), Sanna Schondelmayer (Hg.).

Vom Migranten bis zur Managerin - Mobilität ist eines der Merkmale der Globalisierung geworden. Viele sehen sie als Chance, um ihren Alltag selbstbestimmter zu gestalten. Negative Aspekte wie das Leben in der Illegalität, fehlende Integration oder unsichere Lebensplanung werden hingegen häufig ausgeblendet. Die Autorinnen und Autoren untersuchen den Wandel von Leben und Arbeiten in der globalen Welt und zeigen, wie wichtig die Mobilisierung von lokalen Ressourcen wie familiären Netzwerken ist, um räumliche, soziale sowie geistige Mobilität zu bewältigen.

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Wissenschaft

Wissensarbeit und Arbeitswissen

Zur Ethnografie des kognitiven Kapitalismus

von Gertraud Koch (Hg.), Bernd Jürgen Warneken (Hg.).

Ausgehend von der Erkenntnis, dass Wissen prozessual und kontextabhängig ist, werden in diesem Band dessen Erzeugung und Nutzung mit ethnografischen Methoden untersucht. Dabei geht es neben der vieldiskutierten "Wissensarbeit" auch um das "Arbeitswissen" überhaupt. Anhand ganz unterschiedlicher Berufszweige von den Creative Industries über Forschung und Verwaltung bis zum medizinischen und pflegerischen Bereich wird dargestellt, wie sich der Umgang mit Wissen im Zeichen zunehmender Ökonomisierung verändert.

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Wissenschaft

Arbeiten in der Kreativindustrie

Eine multilokale Ethnografie der Entgrenzung von Arbeits- und Lebenswelt

von Birgit Huber.

Die sogenannte Kreativindustrie, die einen Großteil der Medieninhalte produziert, beruht ganz wesentlich auf flexiblen Arbeitsverhältnissen. Arbeit ist hier dank neuer Kommunikationsmöglichkeiten nicht länger an einen Ort gebunden und die Grenzen zwischen Job und Privatleben sind oftmals fließend. Birgit Huber folgt in ihrer Ethnografie den Produzenten an ihre Wohn- und Arbeitsorte in der Großstadt und auf dem Land und untersucht die virtuellen sozialen Informationsräume, in denen ihre Zusammenarbeit stattfindet. Sie bildet damit die Praktiken und Milieus eines Beschäftigungszweiges ab, der, jenseits vom vermeintlichen Glamour der "Kreativen", in Klein- und Kleinstunternehmen produziert.

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Wissenschaft

Gender, Work and Property

An Ethnographic Study of Value in a Spanish Village

von Nancy Konvalinka.

Warum verlassen junge Frauen ihre Heimatdörfer, warum bleiben junge Männer dort - häufig unverheiratet? In ihrer Studie untersucht Nancy Konvalinka diese Entwicklung am Beispiel eines spanischen Dorfes. Deutlich wird, dass sich das Haus als Ort der gemeinsamen (Re-)Produktion verändert hat und dass Bildungsmöglichkeiten die Lebensläufe der Frauen entscheidend beeinflussen. Die Studie lässt Rückschlüsse auf ähnliche Prozesse in anderen ländlichen Gegenden Europas zu.

Why do young men born in many small villages in Spain tend, at the end of the twentieth century, to stay there to live, often remaining unmarried, while young women from the same villages tend to leave? In Gender, Work and Property, Nancy Konvalinka explores this phenomenon using the case of one small village in northwestern Spain, and she extrapolates her findings there to understand similar processes elsewhere in Europe.

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Wissenschaft

Pathways to Empathy

New Studies on Commodification, Emotional Labor, and Time Binds

von Gertraud Koch (Hg.), Stefanie Everke Buchanan (Hg.).

Dreißig Jahre nach Arlie Hochschilds einflussreicher Studie »The Managed Heart« über die Folgen der Kommodifizierung von Gefühlen für das Individuum ist die Ökonomisierung des vormals Privaten weiter vorangeschritten. Ausgehend von Hochschilds Konzepten beleuchtet der Band Ökonomisierungsprozesse in Schule und Bildung, Familie und Pflege, Dienstleistungsbereich und Management. Es wird sichtbar, dass sich neben Entfremdungstendenzen auch Kreativität sowie Widerständigkeiten im Umgang mit diesen entwickeln: Statt sich determinieren zu lassen, werden Spielräume ausgelotet und Autonomiegewinne organisiert.

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Wissenschaft

Subjektivierung in einer Bundesbehörde

Verwaltungsmodernisierung am Beispiel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

von Judith Krohn.

Bundesverwaltungen gelten als schwer zugängliche und daher exklusive Forschungsfelder für Sozialwissenschaftler. Am Beispiel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales analysiert Judith Krohn, wie sich aktuelle Umbrüche in der Arbeitskultur im Verwaltungsapparat niederschlagen. Welche Auswirkungen haben die Beschleunigung von Arbeitsprozessen, Informatisierung, zunehmendes Outsourcing und der Abbau von einfachen und mittleren Beamtenpositionen für den Einzelnen und für das "System" Verwaltung? Wie sollte die moderne Verwaltungsbehörde aussehen?

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Wissenschaft

Erzählte Prekarität

Autobiographische Verhandlungen von Arbeit und Leben im Postfordismus

von Ove Sutter.

Im postfordistischen Zeitalter sind Beschäftigte prekären Arbeitsverhältnissen und brüchigen Lebensläufen ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die eigene Lebenssituation reflexiv zu verorten und sprachlich zu verarbeiten. Dies gilt vor allem für Beschäftigte aus den Bereichen der immateriellen Arbeit, die in hohem Maße mit entgrenzter Arbeit konfrontiert sind und deren Aufgabenfeld insbesondere kommunikative Tätigkeiten umfasst. Ove Sutter weist in einer ethnographischen Untersuchung nach, dass autobiographisches Sprechen und Erzählen eine grundlegende Alltagspraxis darstellt, die Prekarität immaterieller Arbeit zu bewältigen und ihr zu widersprechen.

 

Ausgezeichnet mit dem »Doc.Award« 2012 der Universität Wien und der Stadt Wien für hervorragende Forschungsleistungen.

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Wissenschaft

Kollegialität

Eine Ethnografie der Belegschaftskultur im Kaufhaus

von Götz Bachmann.

Angestellte im Einzelhandel stehen unter starkem Einsparungs- und Konkurrenzdruck. Welche Formen kollegialen Miteinanders können sich hier behaupten? Götz Bachmann beschreibt in seiner Ethnographie den Arbeits- und Pausenalltag weiblicher Kaufhausangestellter. In ihrem alltäglichen Kampf um gemeinsame Pausen und ihrem Umgang miteinander geraten die Frauen in Konflikte. Zugleich gelingt es ihnen, auch unter widrigen Umständen Achtsamkeit zu leben und Herrschaftsverhältnisse neu auszuformen.

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Wissenschaft

Leben in Kooperation

Genossenschaftlicher Alltag in der Mustersiedlung Freidorf bei Basel (1919-1969)

von Matthias Möller.

Nach 1919 ziehen 150 Familien aus der schweizerischen Genossenschaftsbewegung an den Stadtrand von Basel. In einer großzügig angelegten Siedlung arbeiten sie gemeinsam an einem dörflich-kooperativen Siedlungsexperiment jenseits von kapitalistischer Konkurrenzwirtschaft. Obwohl die Selbstorganisation des Freidorfs in Kriegszeit und Wirtschaftsaufschwung ohne äußere Eingriffe blieb, stand sie bald vor neuen, grundlegenden Herausforderungen.

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Wissenschaft

Rückkehr in ein fremd gewordenes Land

Erfahrungen deutscher Familien mit einer Auslandsentsendung

von Christine Pander.

Selbstverwirklichung, Karriereplanung oder Abenteuer: Für viele Arbeitnehmer gehört es zu einem modernen Lebensstilkonzept dazu, über einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben und zu arbeiten. Doch was bedeutet das Projekt "Auslandsentsendung" für Paare mir Kindern? In 14 Familienportäts zeigt Dr. Christine Pander anhand ihrer empirischen Studie, dass die Rückkehr nach Deutschland die größte Herausforderung während der Entsendung für die Mehrheit ihrer Akteure war.

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