Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie

Herausgegeben von Axel Honneth im Auftrag des Instituts für Sozialforschung, Frankfurt am Main

Mit dieser Buchreihe will das Frankfurter »Institut für Sozialforschung« ein neues Kapitel in seiner eigenen Geschichte aufschlagen. In Anlehnung an die Schriftenreihe, die 1955 von Theodor W. Adorno und Walter Dirks gegründet und im Jahr 1971 eingestellt wurde, sollen hier in regelmäßigen Abständen Monografien und Forschungsberichte veröffentlicht werden, in denen sich die theoretischen und empirischen Fragestellungen der Institutsarbeit niederschlagen; bewusst wurde dabei das thematische Spektrum der Reihe um die Sozialphilosophie erweitert, weil heute nicht mehr wie selbstverständlich vorausgesetzt werden kann, dass zur soziologischen Forschung auch die Reflexion auf die philosophische Begriffsbildung gehört. In die Reihe werden neben den im Institut entstandenen Arbeiten auch Studien zur Veröffentlichung aufgenommen, die die gegenwärtigen Forschungsabsichten in markanter Weise widerspiegeln.

Produkte in dieser Reihe

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Wissenschaft

Befreiung aus der Mündigkeit

Paradoxien des gegenwärtigen Kapitalismus

von Axel Honneth (Hg.).

Weder liberale Fortschrittsdiagnosen noch verfallstheoretische Zukunftsprognosen können die Entwicklung des modernen Kapitalismus adäquat erfassen. Die kapitalistische Modernisierung und Rationalisierung droht in Entmündigung und Ausschließung umzuschlagen. An Beispielen wie der Vermarktlichung sozialer Beziehungen und industrieller Arbeit, der individualisierten Verantwortungszuschreibung in Strafrecht und Sozialpolitik, des Strukturwandels familialer Sozialisation und der Zunahme transnationaler Steuerungspolitiken untersuchen die Beiträge des Bandes die paradoxalen Verläufe kapitalistischer Entwicklung zwischen Freiheitsgewinn und Autonomieverlust.

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Wissenschaft

Gewaltkarrieren

Jugendliche im Kreislauf von Gewalt und Missachtung

von Ferdinand Sutterlüty.

Anhand ungewöhnlich eindringlicher und oft erschreckender Beispiele arbeitet das Buch die Entwicklungsschritte und Wendepunkte von Gewaltkarrieren im Jugendalter heraus. Der Autor schlägt einen Bogen von familiärer Mißhandlung und Mißachtung in der Kindheit bis hin zu rauschhaft erlebten Situationen der Gewaltausübung im Jugendalter. Er geht dem Gehalt und den Nachwirkungen von Erfahrungen nach, die jugendliche Wiederholungstäter im Laufe ihrer langen Geschichte mit der Gewalt gemacht haben. Dabei verdichtet er seine feinsinnigen Interpretationen zu theoretischen Konzepten, die der Gewaltforschung neue Anstöße geben.Das Buch wurde 2002 mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ausgezeichnet.

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Wissenschaft

Die Kreativität der Gewohnheit

Grundzüge einer pragmatistischen Demokratietheorie

von Martin Hartmann.

Basierend auf den Grundgedanken des Pragmatismus, insbesondere John Deweys, werden die Bedingungen demokratischen Handelns untersucht. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Kategorien wie Gewohnheit, Erfahrung und Vertrauen. Ziel ist es, durch eine psychologisch reichhaltigere Beschreibung demokratischer Akteure und ihrer Handlungsbedingungen die Verengung der Demokratietheorie auf den Aspekt des Diskurses zu überwinden.

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Wissenschaft

Triebschicksal der Gesellschaft

Über den Strukturwandel der Psyche

von Reimut Reiche.

Den großen sozialstrukturellen Bewegungen in den modernen kapitalistischen Gesellschaften entsprechen mit Sicherheit Veränderungen in der psychischen Struktur. Der gemeinsame Nenner aller Texte dieses Bandes besteht in der Herausarbeitung des Schicksals, das dem Trieb und den Triebkonzepten widerfährt, wenn sie auf eine sich rasch wandelnde Gesellschaft angewendet werden. Reiche beleuchtet nicht nur unter verschiedenen Gesichtspunkten den Schnittpunkt von individueller und kollektiver Dimension des Psychischen, er riskiert auch zeitdiagnostische Charakterisierungen unserer Gesellschaft, die sich aus den Veränderungen der psychischen Struktur ergeben.

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Wissenschaft

Selbstkritik der Moderne

Foucault und Habermas im Vergleich

von Thomas Biebricher.

Es erscheint beinahe unmöglich, sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit Fragen der Kritik zu beschäftigen, ohne auf die Werke von

Jürgen Habermas und / oder Michel Foucault Bezug zu nehmen. Mit diesem Buch liegt nun eine vergleichende Analyse der Kritikansätze von Habermas und Foucault vor. Die Stärken und Schwächen sowie Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Konzeptionen werden herausgearbeitet und einander gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage lassen sich nicht nur Differenzen und Unvereinbarkeiten, sondern auch Korrespondenzen und Übereinstimmungen identifizieren. Thomas Biebricher formuliert Vorschläge zu einer produktiven Vermittlung der Konzeptionen Habermas' und Foucaults, um bislang ungenutzte Potenziale der Kritik jenseits der unfruchtbaren Dichotomie zwischen Moderne und Postmoderne auszuschöpfen.

 

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Wissenschaft

Entfremdung

Zur Aktualität eines sozialphilosophischen Problems

von Rahel Jaeggi.

»Entfremdung« beherrschte als gesellschaftskritischer Begriff die von Marx inspirierten Diskussionen der Studentenbewegung, war zuletzt jedoch aus dem Repertoire kritischer Gesellschaftsanalyse verschwunden. Rahel Jaeggi eignet sich den Begriff zur Benennung

gegenwärtiger Lebensrealität neu an: Für sie bedeutet er Indifferenz und Entzweiung, Machtlosigkeit und Beziehungslosigkeit sich selbst und einer als gleichgültig und fremd erfahrenen Welt gegenüber. In anschaulichen Analysen macht sie den Begriff der Entfremdung wieder fruchtbar, um eine kollektive und individuelle Befindlichkeit zu beschreiben, nach der wir uns nicht als autonom gestaltende Subjekte unserer Existenz erfahren, sondern der Dynamik uns bestimmender Zwangsverhältnisse ausgeliefert sind.

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Wissenschaft

Die Polizei der Gene

Formen und Felder genetischer Diskriminierung

von Thomas Lemke.

»Warum sollte man nicht von einer genetischen Inquisition träumen?«, schrieb Georges Canguilhem schon 1966. Thomas Lemke zeigt anschaulich, dass dieser Traum inzwischen teilweise Realität geworden ist. Er erläutert, wie die aus genetischen Untersuchungen gewonnenen Informationen zu Ausgrenzung und Stigmatisierung führen. Das Spektrum reicht von Benachteiligungen im Arbeitsleben über Probleme mit Versicherungen bis zu verweigerten Adoptionen. Aber auch die wissenschaftliche Kritik an genetischer Diskriminierung beruht, wie Lemke verdeutlicht, häufig auf der Vorstellung, dass Gene die menschliche Existenz fundamental prägen und den Kern der Persönlichkeit ausmachen.

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Wissenschaft

Kultur der Kontrolle

Verbrechensbekämpfung und soziale Ordnung in der Gegenwart

von David Garland.

Rufe nach langen Haftstrafen und nach der Rücknahme von Hafterleichterungen finden immer mehr Resonanz in westlichen Gesellschaften. Hinzu kommen Forderungen nach verstärkter Kontrolle, etwa nach einer öffentlichen Kartei von Sexualstraftätern oder dem staatlichen Einblick in private Festplatten. Wie kam es dazu und wohin führt ein solch rigoroser Umgang mit Kriminalität und Straftätern?

 

Offizielles Ziel staatlichen Strafens war bisher neben der Generalprävention vor allem die Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft. Das wohlfahrtsstaatliche Behandeln und Resozialisieren ist jedoch in den letzten Jahrzehnten – insbesondere in den USA, aber in Anfängen auch bei uns – immer mehr verdrängt worden von zwei neuen Formen der Kriminalitätsbekämpfung: vorbeugende Kontrollen einerseits, von Alarmanlagen über Datensammlungen bis zu Bürgerwehren, harte und ausgrenzende Strafen andererseits. David Garland liefert eine brillante Analyse dieser neuen Formen der sozialen Kontrolle und der Kriminalpolitik sowie ihrer sozialen Hintergründe. Abschottung und verstärkte Überwachung einerseits, die Ausgrenzung großer Gruppen andererseits sind Anzeichen einer Entwicklung zum Law-and-Order-Staat mit der Tendenz zum Autoritarismus. Im Fokus steht nicht nur der Umgang mit Kriminalität, sondern die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

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Wissenschaft

Der gefesselte Odysseus

Studien zur Kritischen Theorie und Psychoanalyse

von Joel Whitebook.

Joel Whitebook verbindet Kritische Gesellschaftstheorie mit der Erforschung psychodynamischer Prozesse. In Fachkreisen längst bekannt, erregt der streitbare Psychoanalytiker und Philosoph zunehmend auch bei einem breiteren Publikum Aufmerksamkeit. Seine Ausführungen über Marx, Kant, Freud, Adorno, Arendt, Foucault, Honneth u. a. bieten sowohl eine Einführung in Schlüsselthemen der Gesellschaftskritik und Psychoanalyse als auch einen Einblick in die wechselseitigen Auseinandersetzungen und Kontroversen.

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Wissenschaft

Kritik als soziale Praxis

Gesellschaftliche Selbstverständigung und kritische Theorie

von Robin Celikates.

Mit dem Spannungsverhältnis zwischen der »naiven« Sicht gewöhnlicher Akteure und der theoretischen Perspektive von Experten behandelt das Buch eine der methodologischen Grundfragen der kritischen Gesellschaftstheorie. Unter Rückgriff auf die Ansätze von Pierre Bourdieu und Luc Boltanski wird ein nicht-paternalistisches Verständnis kritischer Theorie entworfen – als soziale Praxis, die keine privilegierte Position der Erkenntnis voraussetzt.

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