Labour Studies

Herausgegeben von Klaus Dörre und Stephan Lessenich

Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert: In den entwickelten Ländern Europas sind sie für große soziale Gruppen unsicher und damit prekär geworden, in den Ländern des »globalen Südens« haben sich die sozialen Ungleichheiten im formellen wie im informellen Sektor der Arbeitswelt weiter verschärft. Angesichts dessen ist es Zeit, über das Verhältnis zwischen Arbeit und sozialen Konflikten neu nachzudenken. Ziel der Reihe ist es, die theorieferne Arbeitsforschung und die empirieferne Gesellschafts- und Kapitalismusanalyse systematisch zu verzahnen. Sie versammelt empirische Studien zum Wandel der Arbeit und den sozialstrukturellen Folgen auf regionaler, nationaler und transnationaler Ebene sowie theoretische Arbeiten, die innovative Konzepte der Kapitalismustheorie zur Deutung von Veränderungen der Erwerbsarbeit nutzen.

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Wissenschaft

Neue Prekarität

Die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik - europäische Länder im Vergleich

von Karin Scherschel (Hg.), Peter Streckeisen (Hg.), Manfred Krenn (Hg.).

Europaweit ist eine Zunahme sozialer Verwerfungen und prekärer Arbeitsverhältnisse zu verzeichnen - die "soziale Frage" ist in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses sowie in wissenschaftliche Debatten zurückgekehrt. Am Beispiel von Deutschland, Österreich, Polen, Großbritannien und der Schweiz zeigen die Autorinnen und Autoren, dass in diesen fünf Ländern die aktivierende Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahre ihr Ziel verfehlt hat: Inklusion und "Wiedereingliederung" wurden nicht erreicht. Stattdessen haben die Aktivierungspolitiken zur Ausdehnung von Prekarität geführt: Sie vertiefen gerade jene Verwerfungen, die sie zu bekämpfen suchen.

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Wissenschaft

Kapitalismustheorie und Arbeit

Neue Ansätze soziologischer Kritik

von Klaus Dörre (Hg.), Dieter Sauer (Hg.), Volker Wittke (Hg.).

Der Gesellschaftstheorie ist die Arbeit und mit ihr die empirische Fundierung abhanden gekommen, der Arbeitssoziologie die Theorie - so der Befund der Herausgeber dieses Bandes. Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind vielfältiger und unsicherer geworden. Zugleich gewinnen Arbeits- und Verteilungskämpfe an Schärfe. Um diese Veränderungen angemessen zu erfassen, bedarf es innovativer Impulse aus der Kapitalismusanalyse, so wie diese ihrerseits von der Arbeitssoziologie lernen kann. Die Autorinnen und Autoren liefern eine Bestandsaufnahme der aktuellen theoretischen Ansätze, um Kapitalismus und Arbeit wieder zusammenzudenken.

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Wissenschaft

Bewährungsproben für die Unterschicht?

Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik

von Klaus Dörre, Karin Scherschel, Melanie Booth, Tine Haubner, Kai Marquardsen, Karen Schierhorn.

Die neuere Arbeitsmarktpolitik will Erwerbslose aktivieren, indem sie ihnen Bewährungsproben auferlegt. Die empirische Studie untersucht Erwerbsorientierungen und Handlungsstrategien der Betroffenen in Ost- und Westdeutschland. Dabei zeigt sich, dass von fehlendem Aufstiegswillen und mangelnder Arbeitsmoral keine Rede sein kann. Stattdessen erzeugt Hartz IV ein Wettbewerbssystem, das diszipliniert und zugleich stigmatisiert. Auf Seiten der Leistungsempfänger provoziert das eigenwillige Überlebensstrategien.

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Wissenschaft

Beyond the Iron Rice Bowl

Regimes of Production and Industrial Relations in China

von Boy Lüthje, Siqi Luo, Hao Zhang.

Der Band bietet die erste systematische Studie über Arbeitsbedingungen und industrielle Beziehungen in den Kernindustrien der chinesischen Exportwirtschaft. Auf der Basis von über dreißig Fallstudien multinationaler Unternehmen der Automobil-, Elektronik- und Textilindustrie beleuchten die Autoren die verschiedenen Produktionsregime im Kontext globaler und nationaler Vernetzung. Dabei untersuchen sie auch die Rolle der Gewerkschaften sowie die Bedeutung von kollektiven Tarifverhandlungen und betrieblicher Mitbestimmung in China.

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Wissenschaft

Comeback der Gewerkschaften?

Machtressourcen, innovative Praktiken, internationale Perspektiven

von Stefan Schmalz (Hg.), Klaus Dörre (Hg.).

Galten Gewerkschaften lange Zeit als Reformbremsen, erfahren sie heute eine steigende Akzeptanz und sind zu gefragten Gesprächspartnern der Politik geworden. Die größte Einzelgewerkschaft IG Metall verzeichnet Mitgliedergewinne, stattliche Tarifabschlüsse führen zu Reallohnzuwächsen. Dieses Comeback der Gewerkschaften koinzidiert ausgerechnet mit der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Die Autoren erörtern die Frage, ob die gewerkschaftliche Erneuerung eine nachhaltige Entwicklung ist. Neben betrieblichen Praktiken betrachten sie die Wiederbelebung gewerkschaftlichen Interessenhandelns im internationalen Vergleich.

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Wissenschaft

Vom Lumpenproletariat zur Unterschicht

Produktivistische Theorie und politische Praxis

von Peter Bescherer.

"Lumpenproletariat" ist ein schillernder Begriff - handelt es sich um eine analytische Kategorie oder um ein Stereotyp? Ausgehend von dieser Frage untersucht der Autor die Argumentationslinien, auf denen die kritische Gesellschaftstheorie subalterne Klassen verortet. Der marxschen Theorie, die das Lumpenproletariat als defizitär interpretiert, stellt er die subversive Theorietradition gegenüber, die das Potenzial der "Nichtsnutze" (Robert Castel) für eine radikale Gesellschaftskritik hervorhebt. Der Vergleich führt zur Frage nach dem Gebrauchswert des Lumpenproletariat-Topos für die Debatte um "neue Unterschicht" und "Prekariat".

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Wissenschaft

Dividuell aktiviert

Wie Arbeitsmarktpolitik Subjektivitäten produziert

von Dennis Eversberg.

Die Hartz-Reformen rückten das Paradigma der aktivierenden Arbeitspolitik in den Fokus: Durch Eigeninitiative sollen aus »passiven« Arbeitslosen »aktive« Arbeitssuchende werden. Dennis Eversberg entwickelt eine soziologische Konzeption dieses Arbeitsmarkts, der »aktivierte« Subjekte erzeugen soll. Er entschlüsselt damit an einer empirischen Fallstudie die gesellschaftliche Dynamik der »Dividualisierung«: Arbeitskraft bezieht sich nicht mehr auf das Individuum. Stattdessen sind »Dividuen« gefragt, die ihre Kompetenzen permanent messen, vergleichen und optimieren, um den Marktanforderungen gerecht zu werden.

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Wissenschaft

The End of Cheap Labour?

Industrial Transformation and "Social Upgrading" in China

von Florian Butollo.

Chinas wirtschaftlicher Aufstieg war eng mit der Rolle des Landes als »Werkbank der Welt« verknüpft. Allerdings scheinen primär kostenorientierte und technologiearme Produktionsmodelle an ihre Grenzen zu stoßen. Die chinesische Regierung setzt daher auf die technologische Aufwertung der Produktion – doch geht mit dem Wandel auch ein Ende der billigen Arbeit einher? Die Ergebnisse dieser Studie zur LED- und Textilindustrie sind ernüchternd: Soziale Verbesserungen betreffen meist nur Hochqualifizierte, während sich an den Grundzügen der prekären Beschäftigung von Arbeitsmigranten kaum etwas ändert. Diese soziale Kluft bleibt ein Hindernis für den Umbau des chinesischen Wachstumsmodells.

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Wissenschaft

Europäische Welten in der Krise

Arbeitsbeziehungen und Wohlfahrtsstaaten im Vergleich

von Hans-Jürgen Bieling (Hg.), Daniel Buhr (Hg.).

Mit der Fortdauer der Wirtschafts- und Finanzkrise sind die nationalen Arbeits-und Sozialsysteme der EU-Mitgliedstaaten einem verschärften Reformdruck ausgesetzt. In dem Band wird untersucht, wie sich dieser Druck in einzelnen Wohlfahrtsstaaten darstellt und wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Regierungen auf ihn reagiert haben. Es wird sichtbar, dass sich die verfolgten Strategien beträchtlich unterscheiden: Sie bewegen sich im Spannungsfeld von Konfliktorientierung und Krisenkorporatismus und sind stark durch die Organisationsmuster der nationalen Kapitalismusmodelle geprägt.

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Wissenschaft

Zwischen Disziplinierung und Gegenwehr

Wie Prekarisierung sich auf Beschäftigte im Großhandel auswirkt

von Thomas Goes.

In Wissenschaft und Politik dominiert die These, dass Prekarisierung die Solidaritäts-und Mobilisierungsfähigkeit für gewerkschaftliches Interessenhandeln hemmt. Dabei werden die individuellen Ungerechtigkeitswahrnehmungen der Betroffenen meist außer Acht gelassen. Auf der Basis von Interviews und Gruppendiskussionen rekonstruiert Thomas Goes Deutungsmuster, mit deren Hilfe Leiharbeiter und prekarisierte Normalbeschäftigte im Großhandel ihre Situation verarbeiten. Seine Forschungsergebnisse fördern die Potenziale solidarischer Interessenpolitik zutage.

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