Normative Orders

Herausgegeben von Rainer Forst und Klaus Günther

Im Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen« an der Universität Frankfurt arbeiten seit 2007 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen zusammen: Philosophie, Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft, Ethnologie, Ökonomie und Theologie. Im Zentrum der neuen Reihe steht der gegenwärtige Wandel normativer Ordnungen sowohl innerstaatlich als auch über Staaten hinaus. Empirische und normative Analysen greifen bei der Untersuchung der Prozesse, die normative Ordnungen bestimmen, ineinander.

»Rechtfertigungsordnungen« verändern sich in konfliktreichen Prozessen der öffentlichen Kritik, des strategischen Aushandelns und der gewaltsamen Durchsetzung. Diese Phänomene werden ebenso in den Blick genommen wie lokale Traditionen und Lebenswelten. Denn aus ihnen erwachsen die Rechtfertigungsnarrative, mit denen die Beteiligten sich über ihre normativen Ordnungen streiten und verständigen. Insgesamt entsteht ein umfassender Blick auf die umwälzenden Neuordnungen, die sich heute weltweit vollziehen.

Produkte in dieser Reihe

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Wissenschaft

Die Herausbildung normativer Ordnungen

Interdisziplinäre Perspektiven

von Rainer Forst (Hg.), Klaus Günther (Hg.).

Wie kommt es, dass sich Menschen an normative Ordnungen halten, und aus welchen Normen bestehen diese? Die Frage nach deren bindender Kraft beleuchten die philosophischen Beiträge dieses Bandes. Ergänzend wird aus historischer Sicht untersucht, wie sich unterschiedliche Rechtfertigungsweisen von Ordnungen entwickelt haben. Der Konstruktion neuer internationaler Rechtsordnungen gehen die rechtswissenschaftlichen Beiträge nach. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive wird schließlich gezeigt, auf welchen Prinzipien die institutionelle Gestaltung unserer politischen Welt beruht beziehungsweise beruhen sollte.

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Wissenschaft

Menschenrechte und Volkssouveränität in Europa

Gerichte als Vormund der Demokratie?

von Gret Haller (Hg.), Klaus Günther (Hg.), Ulfrid Neumann (Hg.).

Was als Grund- und Menschenrechte gelten soll, muss von den Berechtigten immer wieder ausgehandelt werden. Wie das geschieht und wie spannungsreich dieser Prozess ist, zeigt dieser Band. International sind vor allem die Gerichte von Bedeutung, so der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Auf der nationalen Ebene geht es um die Zuteilung von Kompetenzen an verfassungsgebende Versammlungen, Parlamente und Gerichte. Deutlich wird, dass trotz aller Vereinheitlichungen in Europa eine große nationale Vielfalt besteht.

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Wissenschaft

Wohin steuert die ökonomische Wissenschaft?

Ein Methodenstreit in der Volkswirtschaftslehre

von Volker Caspari (Hg.), Bertram Schefold (Hg.).

Unter deutschen Ökonomen ist ein neuer Methodenstreit ausgebrochen. Auf dem Prüfstand stehen die methodischen Grundlagen des Fachs, aber auch Fragen der Internationalisierung der deutschen VWL sowie gängige Berufspraxen. Der Band versucht Ordnung in diesen Schlagabtausch um das ökonomische Curriculum zu bringen, indem er die theoriegeschichtlichen und erkenntniskritischen Hintergründe der verschiedenen Positionen beleuchtet. Thematisiert werden außerdem Fragen zur Wissenskultur und -gesellschaft sowie zur Prognosefähigkeit ökonomischer Theorien.

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Wissenschaft

Recht ohne Staat?

Zur Normativität nichtstaatlicher Rechtsetzung

von Stefan Kadelbach (Hg.), Klaus Günther (Hg.).

Die Vorstellung, modernes Recht sei eng an die politische Organisationsform des Staates gebunden, verliert in jüngster Zeit immer mehr an Plausibilität: Transnationale Unternehmen schaffen sich in vielen Bereichen ihre eigenen Regeln und tragen Konflikte vor privat vereinbarten Schiedsgerichten aus. Globale Systeme wie der internationale Finanzmarkt oder das Internet regulieren sich weitgehend selbst, der Staat bestimmt allenfalls die Randbedingungen. Regierungen treffen Vereinbarungen untereinander – G 8, G 20 –, die keine völkerrechtlichen Verträge im herkömmlichen Sinne sind. Inwiefern handelt es sich hier noch um Recht und welche Rolle spielt dabei der Staat? Ein Blick in die Rechtsgeschichte zeigt, dass es stets eine Pluralität des Rechts und der rechtsetzenden Autoritäten gab.

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Wissenschaft

Transnationale Gerechtigkeit und Demokratie

von Peter Niesen (Hg.).

Die Leitideen von Gerechtigkeit und Demokratie, die traditionell für innerstaatliche Ordnungen definiert wurden, müssen heute philosophisch und politisch neu bestimmt werden. Dabei stellt sich die Frage, ob der Staat oder die kosmopolitische Gemeinschaft der angemessene Bezugsrahmen ist. Die Autorinnen und Autoren erörtern, wie Gerechtigkeit und Demokratie unter Bedingungen der Globalisierung grundbegrifflich zusammenhängen und wie Gerechtigkeit und demokratische Legitimität jenseits des Nationalstaats

realisiert werden können.

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Wissenschaft

Moral und Sanktion

Eine Kontroverse über die Autorität moralischer Normen

von Eva Buddeberg (Hg.), Achim Vesper (Hg.).

In der moralphilosophischen Literatur existieren verschiedene Auffassungen darüber, worauf die Autorität moralischer Normen basiert. Einige Moralphilosophen führen das moralische Sollen auf die Vernunft, das Wohlwollen oder auch auf die Wahrnehmung moralischer Tatsachen zurück; andere dagegen meinen, dass das moralische Sollen auf äußeren Sanktionen wie sozialem Ausschluss oder inneren Sanktionen wie Schuldgefühlen beruht. Die sowohl in der Geschichte der Philosophie als auch in der gegenwärtigen Auseinandersetzung häufig vertretene Meinung, dass moralische Verpflichtung notwendig an Sanktionierung geknüpft ist, wird aus verschiedenen Perspektiven kritisch untersucht.

 

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Wissenschaft

Die Vielfalt normativer Ordnungen

Konflikte und Dynamik in historischer und ethnologischer Perspektive

von Andreas Fahrmeir (Hg.), Annette Imhausen (Hg.).

Normative Ordnungen sind die fundamentalen Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens. Sie gelten als kaum veränderlich, sind aber ständigem Wandel unterworfen, der mal plötzlich, mal graduell erfolgt und der mal durch innere Spannungen und Widersprüche, mal durch Kontakte mit Ordnungen ausgelöst wird, die ganz anderen Gesetzen folgen. An Beispielen, die vom Alten Ägypten über die Einführung christlicher Normen in die antike Welt bis hin zum Urheberrechtsverständnis von Sängern der Sahelzone reichen, untersuchen Historiker/innen und Ethnolog/innen Konstellationen, in denen eine normative Ordnung einer anderen Platz macht.

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Wissenschaft

Rechtfertigungsnarrative

Zur Begründung normativer Ordnung durch Erzählungen

von Andreas Fahrmeir (Hg.).

Rechtfertigungsnarrative begegnen uns als erzählende Begründungen für individuelles Verhalten, als Geschichten, aus denen sich eine allgemeine Moral ableiten lässt, oder als Filme mit politischer Botschaft. Sie eignen sich in besonderer Weise, um normative Ordnungen zu legitimieren. Denn sie sind breit vermittelbar, appellieren an Emotionen und umgehen logische Unstimmigkeiten. In diesem Band wird danach gefragt, ob eine erzählende Rechtfertigung den Stellenwert einer argumentativen haben kann und wie weit der Einsatz ästhetischer Mittel legitim ist, um gegenwärtige (Un-)Ordnungen zu rechtfertigen.

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Wissenschaft

Justice and Peace

Interdisciplinary Perspectives on a Contested Relationship

von Gunther Hellmann (Hg.).

Gerechtigkeit und Frieden sind zentrale Werte menschlichen Zusammenlebens, aber auch Kernbegriffe unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Wie beide Begriffe zueinander stehen - ob man die Komplementarität oder das Spannungsverhältnis betonen soll, ob man der Gerechtigkeit oder dem Frieden Vorrang einräumen soll - ist dabei höchst umstritten. Der Band vereint Beiträge international ausgewiesener Autoren aus Politischer Theorie, Philosophie, Politikwissenschaft, Geschichte, Ethnologie und Völkerrecht, die das schwierige Verhältnis von Gerechtigkeit und Frieden ausloten.

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Wissenschaft

Effektiv oder gerecht?

Die normativen Grundlagen der Entwicklungspolitik

von Stefan Kadelbach (Hg.).

In Debatten über Entwicklungspolitik dominieren gegenüber den ethischen und rechtlichen meist die ökonomischen Fragen. Auch die Evaluierung von Entwicklungsprojekten folgt in der Regel ökonomischen Kennzahlen und der Auffassung von Entwicklung als wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Fortschritt. Dagegen wird häufig auf das Dilemma zwischen von außen vorgegebenen Wohlfahrtsideen und interner Selbstbestimmung der Nehmerländer hingewiesen. Angesichts der Kollision ihrer Leitbilder fragen die Autoren, wie Entwicklungshilfe gerechtfertigt werden kann. Sie entwickeln einen normativen Rahmen jenseits bloß ökonomischer Parameter, der auf einer Haltung der Nichtbeherrschung gründet.

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