Studien zur historischen Sozialwissenschaft

Herausgegeben von Gerhard Botz und Josef Ehmer

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Wissenschaft

Die Tour der Gesellen

Mobilität und Biographie im Handwerk vom 18. bis zum 20. Jahrhundert

von Sigrid Wadauer.

Einige Jahre in der Fremde unterwegs zu sein war im mitteleuropäischen Handwerk über Jahrhunderte hinweg üblich. Die Tour der Gesellen war Gegenstand politischer Debatten, sie inspirierte Dichter und findet sich in vielen detail- und episodenreichen autobiographischen Berichten beschrieben. Dabei ging es nicht nur um Arbeit, Ausbildung und Bewährung im Handwerk. Die Tour bot Raum für mehr: fremde Länder und Sitten kennen zu lernen, sich zu bilden oder Abenteuer zu erleben. Sigrid Wadauer beschreibt anhand autobiographischer Texte, die sie in einer systematischen und vergleichenden Analyse auswertet, die Vielfalt der Gesellentouren und das daraus entstandene handwerkliche Migrationssystem.

 

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Wissenschaft

»Ich bekenne«

Katholische Beichte und sowjetische Selbstkritik

von Berthold Unfried.

Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion waren zu regelmäßiger »Selbstkritik« angehalten, einer Art von Bekenntnis, in dem der Einzelne Rechenschaft vor dem Kollektiv ablegte. Berthold Unfried stellt diese Praxis und ihre Auswirkungen auf die Menschen, die sie ausübten, anhand von Archivquellen der 1930er Jahre dar. Er ordnet sie in Praktiken des Sprechens über sich selbst ein, zu denen auch die katholische Beichte gehörte. Gemeinsam ist ihnen die Form der Selbstanklage, in der sich das Subjekt präsentiert, indem es über seine Fehler spricht.

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Wissenschaft

Kontroversen um Österreichs Zeitgeschichte

Verdrängte Vergangenheit, Österreich-Identität, Waldheim und die Historiker

von Gerhard Botz (Hg.), Gerald Sprengnagel (Hg.).

Seit der Waldheim-Affäre 1986/87 kann die NS-Vergangenheit Österreichs nicht länger "verdrängt" werden: der Beitrag vieler Österreicher zum Nationalsozialismus und zur Vernichtungspolitik, die unterschiedliche Rolle von Antisemitismus und Widerstand sowie das autoritäre Regime in Österreich vor dem "Anschluß". Mit der deutschen Vereinigung wurde zudem die Frage nach der Identität zwischen "deutscher Geschichte" und "österreichischer Nation" neu aufgeworfen. In diesem Band werden diese Fragen durchaus kontrovers diskutiert und die Vielfalt heutiger Geschichtsinterpretationen umfassend dargelegt - von den aufklärerischen Anstrengungen der Zeitgeschichte bis zu populären, traditionellen Geschichtsbildern, die sich als erstaunlich resistent erweisen. Die Neuauflage wurde um ein aktuelles Nachwort sowie offizielle Reden österreichischer Politiker aus der Zeit von 1988 bis 2007 ergänzt.

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Wissenschaft

Weber, Hausierer, Hollandgänger

Demografischer und wirtschaftlicher Wandel im ländlichen Raum: Das Tecklenburger Land 1750-1870

von Markus Küpker.

Wie viele Regionen Europas durchlief das in Westfalen gelegene Tecklenburger Land im 18. und 19. Jahrhundert einen tief greifenden Wandel. Während sich die Bevölkerung nahezu verdoppelte, erlebten zentrale Wirtschaftszweige ihren Niedergang. Dieser spannungsreiche Prozess mündete nicht in die Industrialisierung, sondern in die Reagrarisierung der Region. Markus Küpker überprüft vor diesem Hintergrund die Tauglichkeit aktueller Bevölkerungstheorien und zeigt, dass sich die Bewohner rationaler und flexibler verhielten, als es vorindustriellen Gesellschaften von der historischen Forschung bisher zugestanden wird.

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Wissenschaft

Invading Bodies

Medizin und Immigration in den USA 1880-1920

von Barbara Lüthi.

Die bakteriologische Revolution in der Medizin führte um 1900 zur Medikalisierung der Grenzkontrollen an den Immigrationsstationen der USA. Die Körper der Einwanderer - die "Invading Bodies" - wurden klassifiziert und bewertet: Waren sie gesund und fähig, ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Diese Kontrollen, so zeigt Barbara Lüthi in ihrer Studie, dienten einerseits der Abwehr bestimmter Personengruppen, zugleich aber auch der Auswahl eugenisch wünschenswerter und "produktiver" Körper. Dabei spielte auch die "rassische" Einordnung eine Rolle: Die Kategorisierungen der Ärzte bieten interessante Einblicke in das rassistische Denken der damaligen Medizin.

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Wissenschaft

Die Krise des Sozialstaats und die Intellektuellen

Sozialwissenschaftliche Perspektiven aus Frankreich

von Alexander Mejstrik (Hg.), Thomas Hübel (Hg.), Sigrid Wadauer (Hg.).

Der Band präsentiert aktuelle Beiträge aus der französischen Sozialwissenschaft, die sich an den Arbeiten und Theorien Pierre Bourdieus orientieren. Sie untersuchen die sogenannte Krise der Erwerbsarbeit und des Sozialstaats und reflektieren zugleich, wie der mediale Diskurs diese Krise begleitet beziehungsweise zu ihr beiträgt und welche Möglichkeiten intellektueller Intervention genutzt werden können.

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Wissenschaft

Waldheim und die Folgen

Der parteipolitische Umgang mit dem Nationalsozialismus in Österreich

von Cornelius Lehnguth.

1986 wurde Österreich vom Skandal um die Verstrickungen des damals neu gewählten Bundespräsidenten Kurt Waldheim in den Nationalsozialismus erschüttert. Bis dahin hatten die führenden Politiker der Zweiten Republik eine Mitverantwortung für Holocaust und Kriegsgräuel zurückgewiesen und damit seit den 1950er-Jahren weitergehende Entschädigungsansprüche der Opfer zurückgewiesen. Infolge internationaler Kritik und inländischer Proteste begann jedoch durch die »Waldheim-Affäre« eine bis heute andauernde Auseinandersetzung um die Neubewertung der NS-Vergangenheit Österreichs.

 

Cornelius Lehnguth untersucht in dieser ersten Gesamtdarstellung der politischen Kontroversen der »Waldheim-Debatte« die konkurrierenden, oftmals generationsbedingten Erzähl- und Handlungsmuster der im Nationalrat vertretenenen Parteien; zugleich analysiert er die Vergangenheitspolitik der beteiligten Akteure, die er in zahlreichen Interviews für seine Studie befragt hat.

 

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