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Wissenschaft

Engelbarts Traum

Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt

von Henning Lobin

Wir Menschen sind heute nicht mehr die Einzigen, die lesen und schreiben – Computer tun es auch. Nach Jahrtausenden des Monopols über die Schrift mussten wir diese Bastion im 21. Jahrhundert räumen – eine Entwicklung, die Douglas Engelbart, der Erfinder der Computermaus, schon 1968 vorhergesehen hat.
Dieses Buch zeigt, wie sich Lesen und Schreiben ändern, wenn der Computer uns diese Kulturtechniken immer mehr abnimmt. Wie wirkt sich dies auf Bücher, Bibliotheken und Verlage, auf Schule und Universität, auf Presse und Zensur aus? Welche künftigen Veränderungen auf dem Weg hin zu einer »Digitalkultur« lassen sich derzeit voraussagen? Wie können wir verhindern, dabei zum Spielball der technischen Evolution zu werden? Engelbarts Traum muss heute neu gedeutet werden, soll er sich nicht in einen Albtraum verwandeln.

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Wissenschaft

Das System der Dinge

Über unser Verhältnis zu den alltäglichen Gegenständen

von Jean Baudrillard

»In der städtischen Zivilisation sieht man, wie Generationen von Gegenständen, Apparaten und Gadgets einander in immer schnellerem Tempo ablösen …« – so beginnt Jean Baudrillards Erstlingswerk von 1968, in dem er die uns umgebenden, hergestellten Dinge als ein geschlossenes Zeichensystem deutet: als eine Scheinwelt des Konsums, in der Wunsch und Ware untrennbar miteinander verknüpft sind. Als das Werk entstand, gab es noch keine PCs, geschweige denn das Internet. Angesichts globalisierter Märkte und einer inflationären Apparatewelt lohnt es sich, dieses faszinierende Dokument postmodernen Denkens heute wieder zu lesen.

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Wissenschaft

Poetik des Fußballs

von Gunter Gebauer

Fußball ist nicht nur sportlicher Wettkampf und Geschäft, sondern ein Spiel, in dem körperliche Leistung so wichtig ist wie taktische Intelligenz und in dem Rohheit ebenso zu sehen ist wie tänzerische Eleganz.Wer im Spiel mit dem Ball das Publikum verzaubert, wird zum Star.

 

Gunter Gebauer entführt uns in eine Fußballwelt, die wir alle kennen und doch so noch nicht gesehen haben. Er präsentiert das Spiel der Spiele als Arena des Lebens und zeigt, wie das Phänomen Fußball sämtliche Facetten unserer modernen Gesellschaft widerspiegelt: Auf dem Rasen geht es um Macht und Zufall, Gewalt und Ohnmacht, Gewinn und Verlust, Regeln und Regelbrüche. In den Stadien werden nationale Identitäten geschaffen und mit heiligem Ernst Ersatzreligionen gelebt, die nicht allein in den Fankulturen zum Ausdruck kommen. Auf Spielfeld und Rängen werden Heldentum und Männlichkeit zelebriert, Triumphe gefeiert und Tragödien durchlitten. Das Regelwerk des

Fußballs erscheint als Abbild der sozialen Regeln, die wir befolgen, aber auch verletzen, und deren Nichteinhaltung wir sanktionieren. Kurz: In diesem Buch geht es um die letzten Geheimnisse des Fußballs als Spiegel unserer Kultur.

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Wissenschaft

Jenseits des Eurozentrismus

Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften 2., erweiterte Auflage

von Sebastian Conrad (Hg.), Shalini Randeria (Hg.), Regina Römhild (Hg.)

Dieses Standardwerk enthält zentrale Texte zu postkolonialen Ansätzen in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. Es lädt dazu ein, die europäische Geschichte im Kontext von Kolonialismus und Imperialismus neu zu denken und den Blick zu öffnen für die Verflechtungen zwischen der europäischen und der außereuropäischen Welt. Die 2., erweiterte Auflage wurde um aktuelle Texte ergänzt, die das postkoloniale Europa der Gegenwart beleuchten. Die Einleitung zur Neuauflage erörtert, warum eine postkoloniale Perspektive unerlässlich ist – ebenso für die gegenwärtige Wissensproduktion wie für ein kritisches Verständnis heutiger europäischer Gesellschaften und Politik.

Mit Beiträgen von Manuela Boatca, Dipesh Chakrabarty, Jean Comaroff, John L. Comaroff, Sebastian Conrad, Fernando Coronil, Prasenjit Duara, Andreas Eckert, Steven Feierman, Stuart Hall, Wolf Lepenies, Achille Mbembe, Timothy Mitchell, Anthony Pagden, Sheldon Pollock, Shalini Randeria, Regina Römhild, Ann Laura Stoler, Michel-Rolph Trouillot und Albert Wirz.

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Wissenschaft

Kulturwissenschaften digital

Neue Forschungsfragen und Methoden

von Jana Klawitter (Hg.), Henning Lobin (Hg.), Torben Schmidt (Hg.)

Die digitalen Medien verändern unsere Lese- und Schreibgewohnheiten sowie die Art, wie wir recherchieren und archivieren. Um auch computer- und internetbezogene Phänomene erforschen zu können, müssen die Kulturwissenschaften ihre Fragestellungen und ihr methodisches Spektrum stetig weiterentwickeln. Die Verbindung von digitalen und nicht-digitalen Verfahren spielt dabei eine besondere Rolle. Der Band bietet exemplarische Einblicke in Forschungen zu kommunikativen Kulturtechniken aus sprach-, didaktik- und geschichtsbezogenen Disziplinen der Kulturwissenschaften.

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Wissenschaft

Journalism and Technological Change

Historical Perspectives, Contemporary Trends

von Martin Schreiber (Hg.), Clemens Zimmermann (Hg.)

Journalismus, Medien und Technologien stehen in engen Wechselbeziehungen, wobei neue Technologien ihr Potenzial in den kulturellen Kontexten entfalten, in denen sie eingesetzt werden. Der Band betrachtet, wie sich medientechnologische Innovationen in einem Zeitraum von über 150 Jahren durchsetzten oder scheiterten. Dabei stehen die Konsequenzen des raschen technologischen Wandels im Zentrum: der Einfluss auf die Arbeitsanforderungen und -prozesse in den Medienbetrieben sowie auf die Berufsrollen und sozialen Selbstbilder von Journalisten.

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Wissenschaft

Projekt Körper

Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt

von Waltraud Posch

Der moderne Mensch gestaltet nicht nur sein Leben, er gestaltet auch seinen Körper. Noch nie hatte die Perfektion des äußeren Erscheinungsbildes einen derartigen Stellenwert wie in der Gegenwart. Der Körper ist zu einem Projekt geworden und zu einer Baustelle der Selbstoptimierung. In diesem Wunsch nach Optimierung spielt die Suche nach Individualität und Freiheit eine große Rolle. Es geht um die Abgrenzung von anderen, gleichzeitig aber auch darum, nicht zu sehr aus dem Rahmen zu fallen.

Für die Arbeit am eigenen Körper stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Der moderne Mensch kann seinen Körper selbst gestalten. Das heißt aber auch: Er ist selbst dafür verantwortlich und wird dafür verantwortlich gemacht, wie er aussieht. So steht der Einzelne unter dem Druck zur Schönheit, dem er sich nur scheinbar freiwillig unterwirft.

Schönheit fungiert als Mittel zum Zweck, um sich sozial zu positionieren und die eigene Identität zu sichern und zu schaffen. Der Kult um die Schönheit ist in Wirklichkeit ein Ringen um die persönliche und soziale Positionierung in einer unsicher erscheinenden Welt. Es geht um Selbstverwirklichung zwischen Anpassung und Eigenständigkeit, zwischen Normalisierung und Extravaganz, zwischen Konsum und Authentizität.

 

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Wissenschaft

Neosexualitäten

Über den kulturellen Wandel von Liebe und Perversion

von Volkmar Sigusch

Von Cybersex bis zur Steigerung der Potenz mit Viagra - heute gibt es eine Fülle neuer sexueller Praktiken und Lebensweisen, kurz: Neosexualitäten. Volkmar Sigusch, einer der weltweit bekanntesten Sexualwissenschaftler, gibt in seinem neuesten Buch einen einmaligen Einblick in diese sexuellen Welten der Gegenwart.

 

Volkmar Sigusch analysiert neue und alte Phänomene sexueller Aktivität, von der Love Parade und der Liebe zu Tieren über Viagra und Cybersex bis hin zur Homo-, Trans- oder Zissexualität. Er zeigt, wie sich unser Geschlechts- und Sexualleben in den letzten Jahrzehnten

verändert hat: Selbstbewusster, freier und buntscheckiger, wird es zugleich zunehmend kommerzialisiert und banalisiert. Aber es geht Sigusch nicht nur um diese zum Teil ungewöhnlichen Neosexualitäten. Ebenso zentral ist in seinem Buch die Liebe, wie sie im Alltag gelebt und erfahren wird. Und noch etwas bezieht Sigusch unweigerlich in seine Analyse der sexuellen Welten der Gegenwart ein: die sexuellen

Perversionen, mit denen die neuen Sexualformen nicht unbedingt deckungsgleich sind und die enger mit der Liebe verbunden sind, als allgemein vermutet wird. Siguschs Betrachtungen zu Neosexualitäten, Liebe und Perversion lassen Aspekte unserer heutigen Kultur und Gesellschaft hervortreten, die selten im Scheinwerferlicht stehen und doch prägender sind, als viele glauben möchten.

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Wissenschaft

Das Ritual

Struktur und Anti-Struktur

von Victor Turner

Victor Turner deutet Rituale nicht als Ausdruck von Mythologien, sondern analysiert sie in ihrem unmittelbaren Bedeutungsgehalt für die Mitglieder einer Kultur. Anstatt sich auf die Erforschung "primitiver" Rituale zu beschränken, stellt er in diesem Buch ein Instrumentarium für die Analyse der Rituale "komplexer" Industriegesellschaften bereit. Anhand von zwei Ritualen einer zentralafrikanischen Stammesgesellschaft entwickelt er seine Kategorien des Schwellenzustandes (liminality) und der sozialen Gemeinschaft (communitas), welche für die Anthropologie ebenso wie für die allgemeine Gesellschaftstheorie wesentlich wurden.

 

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Wissenschaft

Die Eigenlogik der Städte

Neue Wege für die Stadtforschung

von Helmuth Berking (Hg.), Martina Löw (Hg.)

»Stadt« ist ein Thema von höchster Brisanz. Es gibt kein Problem, das nicht an und in den Städten imaginiert worden ist. Die aktuelle Perspektivenvielfalt der Stadtforschung aber verdeckt ihr einheitsstiftendes Fundament. Denn immer ist es die »Stadt«, die für etwas anderes – Gesellschaft, Moderne, Kapitalismus – steht. Die Autoren nehmen dieses Dilemma einer Stadtforschung, die sich für die konkreten Konstellationen in einer Stadt nicht interessiert, zum Anlass, um nach der Eigenlogik der Städte zu fragen. Die Beiträge entwickeln Konzepte und Forschungsdesigns, mit denen die individuelle Gestalt der Städte erschlossen und ins Verhältnis gesetzt werden kann.

 

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