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Wissenschaft

Agon und Ares

Der Krieg und die Spiele

von Ernst Strouhal (Hg.).

Vom Zinnsoldat zu Call of Duty

Kriegsspiele sind Echo wie Lautsprecher von Kriegsbegeisterung und -hetze, sie erzählen ein dunkles, bislang kaum bekanntes Kapitel der materiellen Kultur: Ritterburgen und Belagerungsspiele, Holzschwerter und Gewehrattrappen bedienten seit Jahrhunderten puerile Phantasien, ebenso die unzähligen Jeux de la Guerre, Games of Bombardement und frühen Kriegssimulationen, die in der Offizierausbildung zum Einsatz kamen. Ähnlich wie Literatur, Plakat und Film doch auf sehr spezielle Weise dienten auch Spiele politischer Propaganda: Je näher der Krieg rückte, desto mehr wurde in den Kinderzimmern aufgerüstet, das Publikum auf Vaterlandstreue eingeschworen. In diesem Band widmen sich international bekannte Spieleforscher dem Verhältnis von Kriegspropaganda und Spiel. Sie analysieren militärische Gesellschaftsspiele von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und machen – in einem umfangreichen Bildteil - seltene Spiele und ihre Regeln erstmals zugänglich. Angesichts zunehmender Virtualisierung und Gamifizierung von Krieg erscheint das Thema heute aktueller denn je.
Mit Beiträgen von Franz Ablinger, Philipp Bojahr, Gejus van Diggele, Mathias Fuchs, Stephan Günzel, Manfred J. Holler, Margarete Jahrmann, Larisa Kočubej, Helmut Lethen, Thomas Macho, Lydia Mischkulnig, Rolf F. Nohr, Ulrich Schädler, Liddy Scheffknecht, Adrian Seville, Ernst Strouhal und David Tartakover.
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Wissenschaft

The Art of the Multitude

Jochen Gerz - Participation and the European Experience

von Jonathan Vickery (Hg.), Mechtild Manus (Hg.).

Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und Serbien diskutieren in diesem Buch das Lebenswerk eines der wichtigsten Künstler in Europa, Jochen Gerz: Seine Arbeiten im öffentlichen Raum kreisen um die Entstehung individueller und kollektiver Erinnerung, die Vergangenheit und Zukunft Europas. Durch ihre partizipative Methode bringen sie das demokratische Potenzial von Kunst in besonderer Weise zur Wirkung. Oft lädt Gerz mit seinen Kunstwerken Menschen ganz unabhängig von Nationalität, Sprache, Klasse oder Religion zur Teilnahme ein. Daher im Titel die »Multitude«, die hier im ursprünglich vorpolitischen Sinn als die »gemischte Multitude« der hebräischen Bibel gebraucht wird.

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Wissenschaft

Auf die Wirklichkeit zeigen

Zum Problem der Evidenz in den Kulturwissenschaften

von Helmut Lethen (Hg.), Ludwig Jäger (Hg.), Albrecht Koschorke (Hg.).

Der Reader versammelt programmatische Ansätze der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Problem der Evidenz aus dem Blickpunkt der Sprach-, Geschichts-, Kunst- und Literaturwissenschaft, Medientheorie, Anthropologie und Soziologie.

Mit Beiträgen u.a. von Rüdiger Campe, Iris Daermann, Egon Flaig, Peter Geimer, Vinzenz Hediger, Caspar Hirschi, Ludwig Jäger, Albrecht Koschorke, Helmut Lethen, Jakob Moser, Inka Mülder-Bach, Jan-Dirk Müller, Karl Schlögel, Florian Sprenger, Jakob Tanner, Marcus Twellmann, Juliane Vogel und Claus Zittel.
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Wissenschaft

Vom Ritual zum Theater

Der Ernst des menschlichen Spiels

von Victor Turner.

Victor Turner hat in diesem erstmals 1982 erschienenen Buch Maßstäbe für die Anwendung ethnologischer, an »fremden Kulturen« gewonnener Erkenntnisse gesetzt. Er hat die Rituale, Symbole und Interaktionsformen der Industriegesellschaft dem ethnologischen Blick ausgesetzt und dabei ihre Theatralität und ihre Spielstrukturen erforscht: die Inszenierungen und Rollenspiele des Alltags. Besonders interessierte Turner sich dabei für gesellschaftliche Krisensituationen beziehungsweise »soziale Dramen« und die Funktionen von Ritual und Spiel bei ihrer Bewältigung. Sein Forschungsansatz hat nachhaltige Wirkungen entfaltet, unter anderem in den Arbeiten von Erving Goffman. In ihrer für diese Ausgabe neu verfassten Einleitung verbindet Erika Fischer-Lichte die Perspektive von Turner mit aktuellen Theorien des Performativen und der Aufführung.

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Wissenschaft

Projekt Körper

Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt

von Waltraud Posch.

Der moderne Mensch gestaltet nicht nur sein Leben, er gestaltet auch seinen Körper. Noch nie hatte die Perfektion des äußeren Erscheinungsbildes einen derartigen Stellenwert wie in der Gegenwart. Der Körper ist zu einem Projekt geworden und zu einer Baustelle der Selbstoptimierung. In diesem Wunsch nach Optimierung spielt die Suche nach Individualität und Freiheit eine große Rolle. Es geht um die Abgrenzung von anderen, gleichzeitig aber auch darum, nicht zu sehr aus dem Rahmen zu fallen.

Für die Arbeit am eigenen Körper stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Der moderne Mensch kann seinen Körper selbst gestalten. Das heißt aber auch: Er ist selbst dafür verantwortlich und wird dafür verantwortlich gemacht, wie er aussieht. So steht der Einzelne unter dem Druck zur Schönheit, dem er sich nur scheinbar freiwillig unterwirft.

Schönheit fungiert als Mittel zum Zweck, um sich sozial zu positionieren und die eigene Identität zu sichern und zu schaffen. Der Kult um die Schönheit ist in Wirklichkeit ein Ringen um die persönliche und soziale Positionierung in einer unsicher erscheinenden Welt. Es geht um Selbstverwirklichung zwischen Anpassung und Eigenständigkeit, zwischen Normalisierung und Extravaganz, zwischen Konsum und Authentizität.

 

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Wissenschaft

Das Ritual

Struktur und Anti-Struktur

von Victor Turner.

Victor Turner deutet Rituale nicht als Ausdruck von Mythologien, sondern analysiert sie in ihrem unmittelbaren Bedeutungsgehalt für die Mitglieder einer Kultur. Anstatt sich auf die Erforschung "primitiver" Rituale zu beschränken, stellt er in diesem Buch ein Instrumentarium für die Analyse der Rituale "komplexer" Industriegesellschaften bereit. Anhand von zwei Ritualen einer zentralafrikanischen Stammesgesellschaft entwickelt er seine Kategorien des Schwellenzustandes (liminality) und der sozialen Gemeinschaft (communitas), welche für die Anthropologie ebenso wie für die allgemeine Gesellschaftstheorie wesentlich wurden.

 

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Wissenschaft

Engelbarts Traum

Wie der Computer uns Lesen und Schreiben abnimmt

von Henning Lobin.

Wir Menschen sind heute nicht mehr die Einzigen, die lesen und schreiben – Computer tun es auch. Nach Jahrtausenden des Monopols über die Schrift mussten wir diese Bastion im 21. Jahrhundert räumen – eine Entwicklung, die Douglas Engelbart, der Erfinder der Computermaus, schon 1968 vorhergesehen hat.
Dieses Buch zeigt, wie sich Lesen und Schreiben ändern, wenn der Computer uns diese Kulturtechniken immer mehr abnimmt. Wie wirkt sich dies auf Bücher, Bibliotheken und Verlage, auf Schule und Universität, auf Presse und Zensur aus? Welche künftigen Veränderungen auf dem Weg hin zu einer »Digitalkultur« lassen sich derzeit voraussagen? Wie können wir verhindern, dabei zum Spielball der technischen Evolution zu werden? Engelbarts Traum muss heute neu gedeutet werden, soll er sich nicht in einen Albtraum verwandeln.
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Wissenschaft

Das System der Dinge

Über unser Verhältnis zu den alltäglichen Gegenständen

von Jean Baudrillard.

»In der städtischen Zivilisation sieht man, wie Generationen von Gegenständen, Apparaten und Gadgets einander in immer schnellerem Tempo ablösen …« – so beginnt Jean Baudrillards Erstlingswerk von 1968, in dem er die uns umgebenden, hergestellten Dinge als ein geschlossenes Zeichensystem deutet: als eine Scheinwelt des Konsums, in der Wunsch und Ware untrennbar miteinander verknüpft sind. Als das Werk entstand, gab es noch keine PCs, geschweige denn das Internet. Angesichts globalisierter Märkte und einer inflationären Apparatewelt lohnt es sich, dieses faszinierende Dokument postmodernen Denkens heute wieder zu lesen.

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Wissenschaft

Kulturen des Alterns

Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter

von Harm-Peer Zimmermann (Hg.), Andreas Kruse (Hg.), Thomas Rentsch (Hg.).

Wie wollen wir im Aller leben? Welche kulturellen und sozialen Bedingungen sind dafür ausschlaggebend? Altersforscher unterschiedlicher Disziplinen, unter anderem der Kultur- und Medienwissenschaft, Ethnologie, Soziologie und Theologie, loten Möglichkeiten des Alterns in globaler Perspektive aus. Sie weisen auf Potenziale des Alters für Kultur und Gesellschaft hin und widersprechen verbreiteten Negativszenarien, die eine Vergreisung der Gesellschaft und einen Clash of Generations prophezeien. Die Beiträge zeigen anschaulich und zugleich theoretisch versiert, wie die Kunst des humanen Alterns in der Welt gelingen kann.

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Wissenschaft

Postkoloniale Erinnerungslandschaften

Wie Deutsche und Herero in Namibia des Kriegs von 1904 gedenken

von Larissa Förster.

Die Kolonisierung Namibias durch das Deutsche Reich mündete 1904 in einen Kolonialkrieg: Herero erhoben sich gegen die deutsche Kolonialmacht; diese führte in der Folge einen erbitterten Krieg gegen große Teile der afrikanischen Bevölkerung des Landes. Bis heute erinnern deutsch- und hererosprachige Namibier an dieses zentrale Ereignis namibischer Geschichte. Larissa Förster untersucht die mündlichen Überlieferungen von Deutschen und Herero in Namibia und analysiert die Gedenkfeiern, die beide Gruppen seit den 1920er Jahren regelmäßig begehen. Sie stellt Entstehung und Wandel ihrer Erinnerungskulturen dar und entdeckt dabei zahlreiche Verflechtungen - im kolonialen wie im postkolonialen Kontext.

 

 

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