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Wissenschaft

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht

von Fritz Backhaus (Hg.), Monika Boll (Hg.), Raphael Gross (Hg.)

Fritz Bauer gehört zu den bedeutendsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Die öffentliche Wirksamkeit des Auschwitz- Prozesses und dessen politische Folgen sind für das Selbstverständnis der Westdeutschen nicht hoch genug einzuschätzen.

Anlässlich des 50. Jahrestags des Auschwitz-Prozesses veranstaltet das Jüdische Museum Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut eine umfassende Ausstellung zu Leben und Werk Fritz Bauers. Sie würdigt den politisch und gesellschaftlich engagierten Juristen und Strafrechtsreformer, den kämpferischen Sozialdemokraten – den Mitstreiter Kurt Schumachers, den ein gemeinsames Exil mit Willy Brandt verband –, den atheistischen Humanisten, aber auch den leidenschaftlichen Theatergänger und Kunstkenner.

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Wissenschaft

Europas Einigung

Eine unvollendete Geschichte

von Wilfried Loth

Die Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union zählt zu den zentralen Themen der Zeitgeschichte. Wilfried Loth erzählt sie, anschaulich und pointiert, erstmals auf der Grundlage interner Quellen der Mitgliedsländer und der Gemeinschaft – von der Lancierung des Europarats und des Schuman-Plans im Kontext der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis zur »Euro-Krise« unserer Tage. Die Krisen der europäischen Integration beleuchtet er dabei ebenso wie die unzweifelhaften Erfolge. Loths Analyse verdeutlicht, welche Antriebskräfte hinter dem europäischen Integrationsprozess stehen und wie dieser Politik und Gesellschaft in Europa nachhaltig verändert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entscheidungsprozesse prominenter Akteure, etwa Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Jean Monnet, Willy Brandt, Valéry Giscard d’Estaing, Jacques Delors, Helmut Kohl oder Angela Merkel. Mit Blick über den Tellerrand Deutschlands hinaus zeigt Loth außerdem auch auf, welche Alternativen nicht zum Zuge kamen. Auf der Grundlage dieser historischen Bilanz lässt sich ermessen, vor welchen Möglichkeiten die Europäische Union heute steht.

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Wissenschaft

"Und trotzdem war's 'ne schöne Zeit"

Kinderalltag im Nationalsozialismus

von Heidi Rosenbaum

Als die NSDAP 1933 die Macht in Deutschland übernahm, wurde auch der Alltag von Kindern durch die vom Nationalsozialismus beabsichtigte Umgestaltung der Gesellschaft stark beeinflusst. Kinder mussten nun lernen, »richtig« zu grüßen; ihre Freundschaften konnten durch die rassistische Politik des Nationalsozialismus beendet oder beeinträchtigt werden; sie wurden zu Denunziationen aufgefordert; politische Maßnahmen und Ereignisse waren Gesprächsthemen im Familienkreis, die zu Konflikten führen konnten. »Politik« war also im Alltagsleben der Kinder gegenwärtig – wenn auch in unterschiedlicher Intensität und ohne dass dies allen Betroffenen immer bewusst war.

Heidi Rosenbaum untersucht in ihrer groß angelegten Studie, die auf zahlreichen Zeitzeugengesprächen basiert, das alltägliche Leben von Kindern in vier Milieus: dem gehobenen Bürgertum einer Universitätsstadt, der Arbeiterschaft einer Kleinstadt, einem protestantischen und einem katholischen Dorf in Niedersachsen. Dabei kann sie zeigen, dass Brüche und Kontinuitäten den Alltag der Kinder unterschiedlich stark prägten.

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Wissenschaft

Kontrollgewinn - Kontrollverlust

Die Geschichte des Schlafs in der Moderne

von Hannah Ahlheim (Hg.)

Der Mensch verschläft ein Drittel seines Lebens. Doch wie schläft man »richtig«? Dieser Band präsentiert erstmals eine Geschichte des Schlafs, die die Perspektiven von Historikern, Literaturwissenschaftlern, Anthropologen und Medizinern zusammenführt. Die Autorinnen und Autoren diskutieren, wie sich Wahrnehmung, Bewertung und Organisation des Schlafs vom späten 18. bis zum 20. Jahrhundert verändert haben. Sie zeigen, auf welche Weise moderne Gesellschaften versuchten, Kontrolle über den Schlaf zu gewinnen und ihn in die »rationalisierte« Welt einzufügen. Sie skizzieren den Schlaf aber auch als eine Zeit, die sich der Kontrolle und Rationalisierung immer wieder entzog und so als Bastion gegen Ansprüche und Zumutungen der Moderne verstanden werden kann.

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Wissenschaft

"Großreinemachen im Osten"

Feindbilder in deutschen Feldpostbriefen im Zweiten Weltkrieg

von Michaela Kipp

Warum beteiligten sich normale deutsche Männer an Kriegsverbrechen gegen die Bevölkerung der osteuropäischen Länder? Einblick in die Beweggründe der Wehrmachtsangehörigen bieten Briefe, die sie aus dem Krieg nach Hause schrieben. Gestützt auf eine qualitative Auswertung von ca. 7000 Feldpostbriefen untersucht Michaela Kipp das Denken der Protagonisten des Vernichtungskriegs und das Funktionieren der militärischen Apparate aus einer alltagsweltlichen Perspektive mit großer Nähe zu den »ordinary men«. Dabei zeigt sich, dass die Soldaten kaum auf ideologische Argumente rekurrierten, sondern eher damit beschäftigt waren, ihre Eindrücke im Einsatzgebiet dem eigenen Erfahrungshorizont anzuverwandeln. In diesem Zusammenhang entfaltete insbesondere das zivilisatorische Grundmotiv der »Reinlichkeit« eine mörderische Wirkung.

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Wissenschaft

Virtus

Zur Semantik eines politischen Konzepts im Mittelalter

von Silke Schwandt

Die Verwendung des lateinischen Wortes »virtus« ist in den Schriften des Mittelalters nahezu omnipräsent. Gleichzeitig ist das Konzept, das mit dieser Vokabel verbunden wird, mehrdeutig und schillernd. Was uns heute als »Tugend« verständlich erscheint, hat eine semantische Karriere hinter sich, die sich zwischen so unterschiedlichen Bedeutungen wie »göttliche Macht«, »politische Eignung« oder »asketisch-christliches Ideal« bewegt. Die Gleichzeitigkeit all dieser Bedeutungsaspekte, ihre Selektion und zeitweise Stabilisierung ist das Thema dieser Untersuchung. Das Ergebnis ist eine detaillierte Beschreibung der Situationen und Prozesse, in denen »virtus« eine politische Bedeutung hat.

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Wissenschaft

Comparing Apples, Oranges, and Cotton

Environmental Histories of the Global Plantation

von Frank Uekötter (Hg.)

Plantagen sind eine Schlüsselinstitution der Moderne. Zugleich sind sie auch in ökologischer Hinsicht eines der folgenreichsten Produktionsregime überhaupt. Im globalen Ausgriff versammelt der Band Beiträge zu so unterschiedlichen Produkten wie Kaffee, Kautschuk, Baumwolle und Äpfeln. Dabei geht es gleichermaßen um Einblicke in unterschiedliche Plantagensysteme – von Lateinamerika bis Neuseeland – wie um exemplarische Einsichten in die vielfältigen Dimensionen der Umweltgeschichte der Plantage. Die Aufsätze dokumentieren die bemerkenswerte Beharrungskraft moderner Monokulturen – aber auch den Preis, den Menschen und Umwelten dafür zahlen müssen.

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Wissenschaft

»Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«

Das verwaltete Verschwinden jüdischer Nachbarn und ihre schwierige Rückkehr

von Jani Pietsch

Schöneiche ist ein ruhiger, grüner Ort im Speckgürtel von Berlin. 1933 waren 170 der 5000 Einwohner jüdisch – ein paar Jahre später waren die jüdischen Nachbarn verschwunden, in ihren Häusern wohnten andere. Geschah das wirklich unbemerkt? Wer organisierte das Verschwinden der Menschen und wohin kamen ihre Möbel, ihre Fahrräder und ihr Hausrat?

 

Aus zum Teil heimlich zugesteckten Hinweisen älterer Bewohner und Unmengen von Archivmaterial rekonstruiert Jani Pietsch die Schicksale der jüdischen Schöneicher und das Verhalten ihrer Nachbarn. Das bürokratische Handlungsgeflecht der Enteignung, das sie

enthüllt, reichte vom Bürgermeister über den Landrat und die Kreisverwaltung bis zum Regierungspräsidenten, von der

Gebrauchtwarenhändlerin über den Transportunternehmer bis zum Käufer und Nachmieter. Die Geschichte endet freilich nicht 1945.

Schöneiche gehörte zur DDR, und für die Überlebenden und ihre Kinder und Enkel taten sich endlose bürokratische Hindernisse auf,die eine Rückgabe und Entschädigung verzögerten – auch noch nach dem Fall der Mauer. Jani Pietsch erzählt vor allem von den Menschen und vermittelt dabei das Psychogramm eines ganz normalen Ortes ebenso wie das Räderwerk einer seelenlosen Bürokratie.

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Wissenschaft

Geschlechtergeschichte

von Claudia Opitz-Belakhal

Die Geschlechtergeschichte ist mittlerweile aus der historischen Forschung und Lehre nicht mehr wegzudenken. Sie verdankt viele Anregungen der Sozialgeschichte, hat sich aber auch neueren Entwicklungen wie der Historischen Anthropologie und der Neuen Kulturgeschichte geöffnet und die dort geführten Diskussionen mit geprägt. In dieser Einführung liegt der Fokus auf den Debatten um Konzepte und Methoden. Themen sind unter anderem die Auseinandersetzungen um die Kategorie "Geschlecht" oder um das Verhältnis von Diskurs und Erfahrung, die Kritik an dualistischen Kategorien wie "männlich-weiblich" oder "öffentlichprivat ", aber auch die Geschichte der Geschlechterrollen, der (Frauen-)Arbeit und der Sexualität sowie schließlich die kritische Revision der Geschichtsschreibung.

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Eine Stadt und ihre Einwanderer

700 Jahre Migrationsgeschichte in Frankfurt am Main

von Ernst Karpf, Amt für multikulturelle Angelegenheiten Stadt Frankfurt am Main (Hg.)

Seit seinem Bestehen ist Frankfurt ein Knotenpunkt für Handel und Wirtschaft und entsprechend vom Kommen und Gehen der Menschen geprägt. Neben den Zuwan­derern aus umliegenden Regionen kamen jüdische Ein­wanderer seit dem Mittelalter, Kaufleute und christliche Glaubensflüchtlinge seit dem 16. Jahrhundert, deutsche Flüchtlinge nach den beiden Weltkriegen, ausländische Arbeitsmigranten ab 1960, schließlich Asylbewerber und Armutsflüchtlinge aus anderen Kontinenten sowie Ange­stellte internationaler Firmen. Das Buch, herausgegeben vom Frankfurter Amt für multikulturelle Angelegenheiten, bietet die erste Gesamt­darstellung der Einwanderung nach Frankfurt seit dem Mittelalter bis heute. Ernst Karpf schildert darin, wie die Stadt auf die Zuwanderer reagierte und zwischen den unterschiedlichen Interessen ihrer Einwohner vermittelte. Dabei wird deutlich, wie sehr die Entwicklung der Stadt von der Zuwanderung abhängig war und ist – und dass auch in früheren Zeiten intensiv über Fragen der Integra­tion debattiert wurde.

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