Niels Pfläging
Die 12 neuen Gesetze der Führung
Der Kodex: Warum Management verzichtbar ist
Firmen müssen radikal neu gestaltet werden. Niels Pfläging meint: »Wer seine Mitarbeiter bewusst oder unbewusst auf Hierarchie ausrichtet, erntet Bürokratie, Erstarrung und innere Kündigung. Das nennen wir Management. Wessen Unternehmen schneller, flexibler und robuster werden soll, der muss seine Mitarbeiter auf die Kunden, also den Markt ausrichten.« Das Menschenbild, das unserer Wirtschaft zugrunde liegt, ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Niels Pfläging definiert einen neuen Kodex des Managements. Er zeigt, was es für jeden Einzelnen und für das ganze Unternehmen bedeutet, wenn Verantwortung, Freiheit und Gemeinsamkeit wirklich gelebt werden, und wie das gelingen kann.
» Wenn Pfläging die Dogmen des Managements durchschüttelt, zerbröseln sie in seinen Händen.« Financial Times Deutschland
Ausgezeichnet als "Bestes Personalbuch 2009" von coaching.de
Autor
Niels Pfläging
Niels Pfläging ist als engagierter und kompetenter Fürsprecher neuer, zeitgemäßer Managementansätze bekannt. Er ist Präsident der Beratung MetaManagement Group in São Paulo. »Führen mit flexiblen Zielen« wurde 2006 mit dem Wirtschaftsbuchpreis der Financial Times Deutschland und getAbstract ausgezeichnet.
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Pressestimmen
21.01.2010, Capital
BuchWert
"Ein starkes Manifest gegen unzeitgemäße Führung."
01.10.2009, Coaching.de
Die 12 neuen Gesetze der Führung
"Bestes Personalbuch des Jahres!"
26.09.2009, Süddeutsche Zeitung
Das Versagen des Managements
"Das große Verdienst des Autors ist es, in einer scharfen Tiefenanalyse die Institution Management mit ihrem weitreichenden und ausufernden Berichts-, Abteilungs- und Zuständigkeitsunwesen mitsamt seinen Illusionen von Kontrolle und Steuerung als eigentliche Wurzel nicht nur dieser Wirtschaftskrise dingfest zu machen."
, Harvard Business Manager
Oktober
"Respektlos demontiert der Autor die klassische Lehre und bietet humorvoll schlüssige Alternativen."
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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Paragraf 1
Handlungsfreiheit:
Sinnkopplung statt Abhängigkeit
Wer seine Mitarbeiter bewusst oder unbewusst auf Hierarchie und Machtbeziehungen ausrichtet, erntet Bürokratie, Erstarrung und innere Kündigung. Das nennen wir Management. Wessen Unternehmen schneller, flexibler und robuster werden soll, muss seine Mitarbeiter auf die Kunden und den Markt ausrichten. Das macht Sinn. Das nennen wir Führung. Wer Sinn stiftet, der führt. Wer führt, der erntet Erfolg.
Das Top-Management hat oft keine Ahnung, was gerade jetzt am Markt los ist. Da hilft auch kein Management-Cockpit auf dem Blackberry. Die wissen da oben nicht, was das eigentliche Problem ist und wie es zu lösen wäre. Und die Analyse von oben oder aus der Stabsabteilung kommt immer zu spät.
Das ist kein Zeichen für schlechtes Management, das ist schlicht normal. Der Präsident des FC Bayern kann von der Ehrenloge aus nicht beurteilen, welcher Spieler gerade ausgewechselt und welche taktische Umstellung vorgenommen werden sollte. Der Papst hat keine Ahnung, was seine Schäflein wirklich umtreibt und welche Umbauten an der Kirchenorganisation sich wie auswirken werden.
Und der Geschäftsführer der Schremmler KG managt den Laden am Markt vorbei. Die Schremmler KG ist ein Familienunternehmen. Ein stolzes. Ein schwäbischer Automobilzulieferer mit Produktion in Deutschland und in vier anderen Ländern, mit internationalem Vertrieb und viel Tradition. Das letzte Jahr war ein Boomjahr gewesen, mit großartigen Ergebnissen und noch größeren Erwartungen für die Zukunft.
Doch jetzt hat sich der Markt gedreht, China und Japan erweisen sich mit einem Mal doch nicht als der Rettungsring, auf den man in den letzten Jahren gesetzt hatte. Im Vertrieb, wie das eben so ist, hat man das Problem schon seit einigen Wochen kommen sehen. Man hatte auch Ideen. Nur keine dazu passende Anweisung von oben.
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