Willibert Schleuter, Johannes von Stosch

Die sieben Irrtümer des Change Managements

Und wie Sie sie vermeiden

Bearbeitet von Anne Jacoby, Christof Horn

In der Theorie des Change Managements gibt es zahlreiche Patentrezepte, schematische Stufenpläne und fragwürdige Ratschläge. Doch häufig stellen sich in der Praxis andere Probleme als die in der Literatur beschriebenen oder die gegebenen Hinweise greifen nicht. Vor dem Hintergrund ihrer praktischen Erfahrungen machen die Autoren sieben zentrale Irrtümer herkömmlichen Change Managements aus.

„Die Autoren decken die Schwächen auf, die vielfach bei Change-Management-Prozessen auftreten. Das Plädoyer für eine intelligente Zusammenarbeit aller Mitarbeiter im Unternehmen ist ebenso eindringlich wie wichtig.“
Prof. Dr. Lutz Kaufmann, Otto Beisheim School of Management, Vallendar

„Veränderungen sollten grundsätzlich als Chance gesehen werden. Auf diesem Weg ein Unternehmen mit all seinen Mitarbeitern mitzunehmen gelingt nur, wenn Führungskräfte das Brennen und die Begeisterung sowie den Willen zur Veränderung authentisch und glaubhaft vorleben. In diesem Buch wird gezeigt, wie dies wirklich gelingen kann.“
Franz Fehrenbach, CEO der Robert Bosch GmbH

„Erfolgreiche Entwicklungen in der Automobilbranche, die wir bei Audi sehen, basieren auf einer permanenten Veränderungsbereitschaft. Dieses Buch zeigt mit praxistauglichen Methoden und Beispielen, wie man mit Herz und Verstand die Menschen für Veränderungen begeistern kann.“
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Burkhard Göschel, CTO Vehicles & Powertrain Group,
Magna International

„Ein außergewöhnliches Buch, aus der Praxis für die Praxis geschrieben, mit zahlreichen direkt anwendbaren Werkzeugen: unbedingt empfehlenswert!“.
Klaus Doppler, Autor Change Management

„Die Art und Weise, wie hier über Bereichsgrenzen hinweg in der „Prozesskette Elektronik“ mit Begeisterung zusammen gearbeitet wird, ist einzigartig. Das hat Audi in Sachen Vernetzung der Menschen und bei der Produktqualität Elektronik zum Benchmark gemacht.“
Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG

Willibert Schleuter
Dr . Willibert Schleuter, Jahrgang 1947, war von 1996 bis 2008 Leiter der Elektrik/Elektronik-Entwicklung (EE) bei Audi in Ingolstadt. In dieser Zeit hat er einen der massivsten Veränderungsprozesse des Unternehmens maßgeblich gestaltet und vorangetrieben. Seit vielen Jahren setzt er sich intensiv mit dem Thema Change Management auseinander. Mit seinen Vorträgen begeistert er Führungskräfte und Ingenieure aus der Praxis genauso
wie aus der Wissenschaft.
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Johannes von Stosch
Johannes von Stosch, Jahrgang 1954, ChangePartner AG, war ein erfahrener Berater, Trainer, Coach. Er begleitete Organisationen, Management-Teams und Führungskräfte in unternehmensweiten Veränderungsprozessen.
Einer seiner Schwerpunkte war die Automobilindustrie. Er war Partner und einer der Mitbegründer der ChangePartner, Hamburg, und hat den Veränderungsprozess bei Audi begleitet. Er starb am 15. Mai 2009. Sein Kollege Klaus-Peter Esser vollendete seinen Part an diesem
Buch.
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29.04.2010, Organisationsentwicklung
Change Management
"Empfehlenswert für alle, die Veränderungen konstruktiv anpacken wollen."

13.03.2010, Hamburger Abendblatt
Buch der Woche
"Das Buch liefert den kompletten Aufriss eines erfolgreichen Change-Projektes. Der Leser bekommt eine sehr genaue Vorstellung davon, was in der Praxis funktioniert und warum. Das ist der große Vorteil zu den vielen rein theoretischen Abhandlungen zum Thema."

01.03.2010, Personalmagazin
Mit Glaubwürdigkeit zu Veränderungen
"Ein Buch, das sich praxisnah mit dem Wandel und seinen Erfolgs- (und Misserfolgs-) Faktoren auseinandersetzt."

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Einführung

Die Krise ist da. Altehrwürdige Unternehmen haben den Insolvenzverwalter im Haus, werden übernommen, müssen schließen - und das quer durch alle Branchen. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen ist die heute extrem schnelle und komplex vernetzte Wirtschaftswelt sehr anfällig geworden. Wackelt ein zentraler Player, dann wackelt die ganze Branche und schließlich die gesamte Weltwirtschaft. So wurde aus der Finanzkrise eine Weltwirtschaftskrise. Zum anderen wird die weltweite Finanzkrise gerne vorgeschoben, um nicht über hausinternes Missmanagement sprechen zu müssen. Ob Automodelle oder Unterwäsche - etliche Unternehmen haben über Jahre hinweg im immer gleichen Trott am Markt vorbei gewirtschaftet.
Im Nachhinein gibt es viele, die die Krise schon lange vorhergesehen haben. Auch viele Top-Manager, die dennoch nicht rechtzeitig das Steuer herumgerissen haben - nach dem Motto Karl Valentins: "Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut!"
Tatsächlich ist das Management von Veränderungen eine der herausforderndsten Aufgaben, der Führungskräfte sich heute täglich stellen müssen. Die auslösenden Faktoren sind bekannt. Um nur einige zu nennen:

Zeit-, Qualitäts- und Kostendruck,
kürzere Produktlebenszyklen,
beschleunigte Geschäftsabläufe,
steigende und sich rasch ändernde Kundenanforderungen,
wachsende Anforderungen an die Mitarbeiter bei gleichzeitigem Fachkräftemangel,
schnelles Entstehen und Wegbrechen von Märkten,
weltweite, komplexe Wirtschafts- und Währungsräume.

Wer sich nicht ändert, verschwindet vom Markt. Wer nicht ständig innoviert und investiert, wird abgehängt. Und jede Führungskraft muss, ob sie will oder nicht, zum Change Manager werden.
Nicht wenige fühlen sich mit dieser Aufgabe überfordert und greifen dankbar zu den Ratgebern mit den schnellen Lösungen, die mittlerweile ganze Bücherwände füllen. Da werden Stufenpläne vorgestellt, Checklisten präsentiert, Umsetzungstipps formuliert - obwohl sich seit den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts etliches geändert hat. Die Mehrzahl der Autoren geht davon aus, dass Veränderungen ingenieurmäßig im Top-Management entwickelt und dann strukturiert umgesetzt werden müssten. Dahinter steht das Bild einer komplexen Maschine, die sich von einem kompetenten "Steuermann" lenken lässt. Top-Führungskräfte und Berater lieben diese machtvolle Vorstellung - und fahren Unternehmen damit gegen die Wand (auch heute noch). Heute kristallisieren sich die vier folgenden Einsichten als wesentlich für den Erfolg von Veränderungsprozessen heraus:

Top-Down-Prozesse scheitern am Widerstand der Mitarbeiter. Den traditionellen, planungsgeleiteten Ansatz von Change Management könnte man als "preußisch" bezeichnen. Veränderungen werden per Befehlskette von oben nach unten durchgesetzt. Die Basis pariert - zumindest sieht es das Konzept so vor. In der Praxis jedoch zeigt es sich, dass das mittlere Management und die Basis "Befehle von oben" sabotieren oder "intelligent aussitzen".
Veränderung ist nur begrenzt planbar. Von heute auf morgen können Kunden, Zulieferer oder Investoren wegbrechen, Aufträge storniert, Budgets eingefroren oder Kredite verweigert werden. Da helfen keine wohl durchdachten Stufenpläne und auch keine externen Berater, die über Monate durch das Unternehmen streifen und dann Strategien präsentieren, die zu spät kommen.
Die notwendige Dynamik von echter Veränderung erfordert Energie und emotionale Kraft: Der Faktor Emotion wurde bisher unterschätzt. Begeisterung und Inspiration sind notwendig, um die erforderliche Dynamik, Nachhaltigkeit und Schnelligkeit von Veränderung umzusetzen. Wer die Herzen der Mitarbeiter nicht erreicht, erreicht gar nichts (Eine Einschätzung, die auch "Change-Papst" John P. Kotter in Das Prinzip Dringlichkeit vertritt).
Die Komplexität der wirtschaftlichen Vorgänge lässt sich nur noch unter Einbeziehung der Intelligenz der Vielen steuern: Netzwerkintelligenz, Netzwerkorganisation werden als neue Stichworte gehandelt, der weitere Abbau von Hierarchien und die Delegation von Verantwortung an die Basis gefordert. Denn nur vernetzte Organisationen können in hohem Tempo intelligent reagieren.

Pressetext (PDF)

Cover, reprofähig

Autorenfoto, reprofähig

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Erscheinungstermin:
09.11.2009

Hardcover gebunden

218 Seiten, 34 Abbildungen

EAN 9783593391359

€ 42,00

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