Oliver Dziemba,
Eike Wenzel
Marketing 2020
Die elf neuen Zielgruppen - wie sie leben, was sie kaufen
So schnell, wie sich unsere Gesellschaft verändert, veralten bisherige Interpretationen. Lineare Modelle haben ausgedient – heute machen 60-Jährige Snowboard- Urlaub und Mittzwanziger besitzen Schrebergärten. Wir erleben eine Vervielfältigung der Lebenswelten. Latte-Macchiato-Familien, CommuniTeens, Tiger-Ladies, Super-Daddys und Greyhopper sind fünf der elf avantgardistischen Lebensstile, die für das Marketing von morgen richtungsweisend sein werden. Die Autoren zeigen, dass eine flexiblere Einteilung der Gesellschaft notwendig ist, um die Leser zu befähigen, ihr Marketing den Anforderungen der Zukunft anzupassen.
Autor
Oliver Dziemba
Oliver Dziemba arbeitet als Berater im von Matthias Horx gegründeten Zukunftsinstitut. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie das Marketing der Zukunft aussieht.
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Eike Wenzel
Eike Wenzel arbeiten als Berater im von Matthias Horx gegründeten Zukunftsinstitut. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie das Marketing der Zukunft aussieht. Eike Wenzel ist in Beratungsprojekten mit Unternehmen aus den verschiedensten Branchen tätig.
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Pressestimmen
01.08.2009, Harvard Business Manager
Künftige Kunden
"Die im letzten Kapitel vorgestellten Grundregeln für das Marketing im 21. Jahrhundert sollten zum Grundwissen jedes damit befassten Mitarbeiters gehören."
30.06.2009, NZZ Online
Marketing 2020
"Wer einen erhellenden Blick auf veränderte Einstellungen, Werte und Lebenszyklen sucht, ist mit dem Buch aus dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx bestens bedient."
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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Vorwort
Ethnologie der Gegenwart - Konzepte für das Leben von morgen
Für viele Menschen, auch für die Kunden des Zukunftsinstituts, sind Trendforscher diejenigen, die über die Zukunft spekulieren. Dabei geht es in unserer Arbeit fast immer um die Gegenwart. Wie setzt sich Gesellschaft zusammen? Und wie verändert sich das Sozialgefüge in der modernen, städtischen Kultur? Wie leben Menschen, aus welchen Gründen und mit welchen Wünschen? Diese Fragen treiben uns um. Trendforschung, wie wir sie definieren, ist "wandlungsorientierte Sozialwissenschaft". Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
In der Vergangenheit war das alles viel einfacher. Die Feudalgesellschaft kannte nur ganz wenige an der Spitze der Pyramide und 90 Prozent "unten"; allein die Geburt bestimmte über das Schicksal des Einzelnen. Marx definierte das Sozialgefüge dann als Klassengesellschaft, in der sich Proletariat und Bourgeoisie einen erbitterten Kampf um die Ressourcen lieferten ein einfaches Weltmodell, dem auch heute noch mehr Menschen folgen, als man glauben mag.
Seit den 1970er Jahren sprechen wir von "sozialen Milieus". Die berühmte Sinus-Studie von 1980 teilte die Gesellschaft in neun oder zehn große "Sozialcluster" auf - vom absteigenden Proletariat bis zu den Postmodernisten. Mit diesem Modell hat man auch im modernen Marketing lange Zeit gearbeitet. Bis es sich, wie auch die klassische Zielgruppenlogik, als zu eng und zu statisch herausstellte.
In den Lebensstil-Typologien, die Sie in diesem Buch finden, werden die Menschen nicht in statische Fächer gesteckt. Es werden vielmehr Geschichten erzählt: von Aufbrüchen, Wandlungen, Veränderungen. Denn das ist ja genau das Wesen der urbanen Mobilitätsgesellschaft, auf die wir mehr und mehr zusteuern: Menschen definieren sich nicht mehr durch ihre Konstanten, sondern durch die Widersprüche und Veränderungen, in denen sie
leben. Tiger-Ladys, Inbetweens und Netzwerk-Familien - das sind keine fixierten "Lifestyles" mehr, sondern transitorische Positionen, Häutungsprozesse, in denen man sich zu einer gewissen Zeit seines Lebens befindet. In diesen Begriffen drücken sich die Spannungsverhältnisse aus, die jeder von uns durchläuft. Und an deren Ende womöglich die große, säkulare Utopie unserer Tage steht: reife Individualität.
Zur guten alten Sozialforschung, aber auch zur traditionellen Marktforschung, steht all dies natürlich im Widerspruch. Die sortierte die Menschen gnadenlos und präzise in lebenslange Kästen, Schubladen und Schächtelchen. Trend-Denken und Trend-Logik sollen sie dort wieder herausholen. Ich hoffe, das ist uns gelungen.
Herzlich, Ihr
Matthias Horx
Pressematerialien
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