Christian Püttjer, Uwe Schnierda
Arbeitszeugnisse formulieren und entschlüsseln
Mit 50 Beispielzeugnissen, 400 Formulierungshilfen und Extratipps für Zwischenzeugnisse
Arbeitszeugnisse sind ein wichtiger Bestandteil der perfekten Bewerbung – aber für Bewerber meist ein großer Unsicherheitsfaktor. Die Bewerbungsexperten Püttjer & Schnierda bieten verlässliche Hilfestellung beim Schreiben und Prüfen des eigenen Zeugnisses. So wird das Arbeitszeugnis zur Starthilfe – nicht zum Stolperstein!
Christian Püttjer
Christian Püttjer arbeitet gemeinsam mit Uwe Schnierda seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Ihre Erfahrungen aus Bewerbungsmappen-Checks, Einzelberatungen und Seminaren haben sie, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
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Uwe Schnierda
Uwe Schnierda arbeitet gemeinsam mit Christian Püttjer seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Ihre Erfahrungen aus Bewerbungsmappen-Checks, Einzelberatungen und Seminaren haben sie, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
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Durchschauen Sie Ihre Arbeitszeugnisse?
In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Arbeitszeugnissen im Bewerbungsverfahren stark zugenommen. Das hat mehrere Gründe. Zeugnisse spielen in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit an sich schon eine wichtige Rolle, da sie in Bewerbungsverfahren den entscheidenden Ausschlag geben können: Wenn Anschreiben und Lebensläufe mehrerer Kandidaten gleich gut sind, werden diejenigen mit den besten und aussagekräftigsten Zeugnissen zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Hinzu kommt, dass die Zeugnissprache inzwischen so weit entwickelt und etabliert ist, dass Profis zwischen den Zeilen deutlich mehr lesen können, als es auf den ersten Blick scheint. Ein professionell erstelltes Zeugnis ist deshalb inzwischen unverzichtbar. Daher sollten auch Sie Ihren Arbeitszeugnissen rechtzeitig die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdienen.
In den allermeisten Fällen verläuft die berufliche Entwicklung über einige Jahrzehnte. Das berufliche Fortkommen hängt dabei nicht unerheblich von Arbeitszeugnissen ab. Nach einem Praktikum, nach der Probezeit, während der ersten Berufsjahre, vor einer anstehenden Beförderung oder beim Verlassen eines Unternehmens - Zeugnisse spielen in diesen Situationen eine herausragende Rolle. Inhalt und Wortlaut dieser Dokumente können darüber entscheiden, ob die Person in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen wird, ob die beruflichen Leistungen eine Beförderung rechtfertigen oder vor allem, ob der Bewerber den neuen Arbeitgeber überzeugen kann. Je besser ein Bewerber mit seinen Zeugnissen dokumentieren kann, welche speziellen Erfahrungen er in seinen verschiedenen beruflichen Stationen gesammelt hat, desto interessanter wird er für neue Arbeitgeber. Daher werden wir Ihnen in diesem Ratgeber nicht nur erläutern, wie gute Zeugnisbewertungen aussehen, sondern Ihnen auch zeigen, welche entscheidende Rolle einer aussagekräftigen Aufgabenbeschreibung zukommt. Denn sie macht Ihr individuelles berufliches Profil für andere nachvollziehbar.
Arbeitszeugnisse stellen also eine Art Quittung für die geleistete Arbeit dar. Dabei gilt, dass die Aussagen selbstverständlich der Wahrheit entsprechen müssen und dass Zeugnisse das weitere Fortkommen des Arbeitnehmers nicht unnötig erschweren dürfen. Schlechte Noten muss der Aussteller deshalb belegen können, und auch einmalige Ausrutscher des Arbeitnehmers dürfen im Zeugnis nicht dokumentiert werden. Das Arbeitszeugnis hat somit auch eine gewisse Schutzfunktion.
Wie Sie zwischen den Zeilen lesen
Wenn es um das Verstehen von Arbeitszeugnissen geht, sind die betroffenen Arbeitnehmer im Gegensatz zu Personalprofis meist klar im Nachteil - schließlich sind sie nicht so professionell geschult wie die Experten aus den Personalabteilungen. Dort gehört das Verfassen von Zeugnissen zur täglichen Arbeit. Ganz anders sieht das für die Beurteilten aus, denn die meisten bekommen nur alle paar Jahre ein Arbeitszeugnis oder ein Zwischenzeugnis ausgehändigt. Aber gerade deswegen möchte man natürlich wissen, was die Sätze im Einzelnen bedeuten und ob im Zeugnis womöglich missverständliche oder sogar abwertende Formulierungen enthalten sind.
Wenn Sie im Vorstellungsgespräch auf schlechte Zeugnisse oder missverständliche Formulierungen angesprochen werden - oder im schlimmsten Fall gar nicht erst eingeladen werden -, ist es bereits zu spät, denn dann haben Sie kaum noch Möglichkeiten, etwas zu ändern. Nutzen Sie lieber rechtzeitig unser Expertenwissen, um überzeugende Zeugnisse selbst auszuarbeiten oder um die Entwürfe der Personalabteilungen zu verstehen und zu Ihren Gunsten abzuändern.
Auch in unserer Beratungspraxis gehört die Überprüfung von Arbeitszeugnissen zu unserer täglichen Arbeit. Wir finden eigentlich immer Mehrdeutigkeiten, Fehler oder Abwertungen, die sich aber mit etwas Engagement und überzeugenden Argumenten durchaus beseitigen lassen. Lassen Sie sich in diesem Praxisratgeber anhand zahlreicher Vorher-nachher-Beispiele zeigen,
wie Sie missverständliche Bewertungen, negative Aussagen und Kritik erkennen,
welche Formulierungen ein gutes Arbeitszeugnis auszeichnen,
welche Formulierungen für welche Note stehen,
welche Elemente ein qualifiziertes Zeugnis enthalten muss,
wie Sie eine aussagekräftige Aufgabenbeschreibung verfassen,
welche Besonderheiten für Zwischenzeugnisse gelten,
wie Sie Ihr Arbeitszeugnis mit dem Arbeitgeber taktisch klug verhandeln und
welche Argumente Ihnen im Streitfall weiterhelfen.
Insgesamt haben wir für Sie eine Auswahl von Arbeitszeugnissen zusammengestellt, die wir direkt unserer Beratungspraxis entnommen haben und die wir Ihnen sowohl in einer misslungenen als auch in einer überzeugenden Version präsentieren. Darüber hinaus enthält dieser Ratgeber auch mehr als Textbausteine zu allen wichtigen Elementen von Arbeitszeugnissen. Analysieren Sie mithilfe unserer Vorlagen und Beispiele Ihre eigenen Zeugnisse. Lassen Sie sich zeigen, wie Sie selbst überzeugende Zeugnisse verfassen oder kritische Sätze verbessern, wie Sie in Verhandlungen mit Ihrer Firma selbstbewusst auftreten und sich in strittigen Fällen mit den richtigen Argumenten gegenüber den Personalabteilungen durchsetzen können.
