Christian Püttjer, Uwe Schnierda

Die Bewerbungsmappe mit Profil für die Ausbildungsplatzsuche

Um als Schulabgänger einen der begehrten Ausbildungsplätze zu bekommen, ist eine aussagekräftige Bewerbung unerlässlich. Gerade die erste Bewerbung stellt jedoch eine große Herausforderung dar:Wie kann man sich als Berufseinsteiger überzeugend präsentieren?

Christian Püttjer
Christian Püttjer arbeitet gemeinsam mit Uwe Schnierda seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Ihre Erfahrungen aus Bewerbungsmappen-Checks, Einzelberatungen und Seminaren haben sie, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
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Uwe Schnierda
Uwe Schnierda arbeitet gemeinsam mit Christian Püttjer seit 1992 als Trainer und Berater in den Bereichen Karriere, Bewerbung und Rhetorik. Ihre Erfahrungen aus Bewerbungsmappen-Checks, Einzelberatungen und Seminaren haben sie, angereichert durch viele Tipps und Übungen, in zahlreichen Ratgebern veröffentlicht.
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Einleitung8


Bewerben mit der Püttjer & Schnierda-Profil-Methode11


1.So werden Sie zum Wunschbewerber13

Vermitteln Sie einen guten ersten Eindruck von sich14
Stellen Sie Ihre Stärken heraus16


2.Welcher Beruf passt zu mir?19

Sammeln Sie Informationen19
Aufgaben und persönliche Voraussetzungen21
Joker: Mit Praktika zum Erfolg22


3.Welche Firma bildet mich aus?25

So finden Sie die passende Ausbildungsfirma25


4.Anschreiben: Machen Sie sich interessant29

Tipps für Ihr Anschreiben30
Beispielanschreiben35


5.Lebenslauf: Argumente für Ihre Einstellung42

Die Schwierigkeiten von Schulabgängern42
Tipps für Ihren Lebenslauf43
Beispiellebensläufe48


6.Foto: Sympathie überzeugt55

Fotobeispiele56


7.Motivationsseite: Erfolg durch zusätzlichen Einsatz59

Beispiele für eine Motivationsseite60


8.Was gehört in die Bewerbungsmappe?66

Die Minimalausstattung66
Pluspunkte in der Bewerbungsmappe67


9.Vorstellungsgespräch: Ihr persönlicher Auftritt74

Auf dem Weg ins Gespräch75
Das richtige Outfit76
Ihr Auftritt78
Was spricht für Sie?81
Beispiele zur Selbstdarstellung83


10.Die häufigsten Fragen und die besten Antworten88

Fragen, Fragen, Fragen88


11.Praxisbeispiele Vorstellungsgespräch101

Misslungenes Vorstellungsgespräch101
Gelungenes Vorstellungsgespräch106


12.Einstellungstests und Kennenlerntage112

Einstellungstests lösen112
Beim Kennenlerntag überzeugen114


13.Wie geht es weiter?120

Mit Absagen umgehen120
Glückwunsch: Ihr Ausbildungsvertrag122


Mit Einsatz zum Ausbildungsplatz124

Register125

Wir sind für Sie da128

Einleitung
Die Zeiten sind hart für Schulabgänger oder Umsteiger, die einen Ausbildungsplatz suchen. Es gibt nicht genügend Ausbildungsplätze, und wer einen der heiß begehrten Wunschberufe erlernen möchte, wird mit einer Vielzahl von Mitbewerbern konkurrieren müssen.
Aber nicht nur die allgemeine Lage auf dem Arbeitsmarkt und dem Ausbildungsmarkt ist schwierig. Viele Bewerber um einen Ausbildungsplatz machen es sich zusätzlich noch selbst schwer: Sie wissen nicht, worauf es bei einer Bewerbung ankommt, haben Schwierigkeiten, sich und ihre Fähigkeiten darzustellen, und fühlen sich in Vorstellungsgesprächen schlichtweg überfordert.
Andererseits ist das auch kein Wunder, schließlich gibt es das Fach Bewerbungskunde in der Schule nicht. Und die Tipps so mancher Lehrer sind auch nicht immer praxistauglich. Daher herrscht allgemein eine große Verwirrung bei Schulabgängern, wie eine gute Bewerbung auszusehen hat.
Wir führen in unserer Beratungspraxis seit langer Zeit Bewerbungstrainings mit Schülerinnen und Schülern durch. Dadurch wissen wir auch, dass jeder Schulabgänger viel mehr zu bieten hat, als er sagt und auf den ersten Blick erkennen lässt. Es ist natürlich schade, dass dieses persönliche Wissen und Können im Bewerbungsverfahren so oft untergeht. Gleiches gilt auch für Umsteiger, die nach einer abgeschlossenen oder abgebrochenen Ausbildung oder nach einem Studium eine neue Ausbildung beginnen wollen: Sie haben zwar bereits erste berufliche Erfahrungen gesammelt, es fällt ihnen aber häufig schwer, diese Erfahrungen auch in der Bewerbung deutlich zu machen. Das muss aber nicht sein!
Damit Ihnen dies nicht passiert, werden wir in diesem Ratgeber zusammen mit Ihnen daran arbeiten, Ihre Talente und Stärken ans Licht zu bringen. Da Sie den Bewerbungsmarathon bis zum Ausbildungsvertrag erfolgreich durchstehen müssen, machen wir Sie nun mit den besonderen Anforderungen vom Bewerbungsanschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch vertraut. Sie werden lernen,

wie Sie ein aussagekräftiges Anschreiben erstellen,
wie Sie einen überzeugenden Lebenslauf verfassen,
was bei der Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen wichtig ist,
was Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto beachten müssen,
wie Sie mit einer Motivationsseite wichtige Zusatzpunkte sammeln,
wie Sie auch das Vorstellungsgespräch souverän meistern,
was Sie bei Einstellungstests und bei Kennenlerntagen zu beachten haben.

Da wir nicht möchten, dass Sie sich unnötig in den Fallstricken der Bewerbungssituation verfangen, werden wir Ihnen zudem vorstellen, was sich Ausbildungsverantwortliche von Auszubildenden wünschen und wie Sie darauf reagieren können. Denn je besser Sie sich auf das Bewerbungsverfahren vorbereiten, desto mehr steigen Ihre Chancen, Ihre Wunschausbildung machen zu können.
Vertrauen Sie unserer Erfahrung: Wir beraten schon seit mehr als 15 Jahren Bewerberinnen und Bewerber und kennen auch die Vorlieben der Personal und Ausbildungsverantwortlichen in den Unternehmen. Daher wissen wir, an welchen Stellen die größten Fehler gemacht werden und wie man sie vermeiden kann.
Lassen Sie sich durch unsere Tipps, Tricks und Beispiele anregen, damit Ihr Schritt von der Schule zum Ausbildungsplatz reibungslos gelingt.

Grundlage unserer Beratungstätigkeit ist die von uns entwickelte Profil-Methode, die wir Ihnen jetzt kurz vorstellen. Und dann geht es auch schon los mit Ihrem Bewerbungstraining für die Ausbildungsplatzsuche.

Beispielanschreiben
Sicherlich haben Sie durch unsere Beispiele für Formulierungen im Anschreiben jetzt schon viele Ideen bekommen. Damit Sie sehen, was passiert, wenn unsere Tipps nicht beherzigt werden, stellen wir Ihnen jetzt ein misslungenes Anschreiben vor, so wie es Ausbildungsverantwortliche leider zu oft auf den Schreibtisch bekommen. Danach werden wir Ihnen anhand der überarbeiteten Version zeigen, wie es besser geht. Unser gelungenes Anschreiben wird auch Sie überzeugen.

Susanne Kist
Kronenstr. 14
79111 Freiburg


Hotel Gemütlichkeit
Schwarzwaldblick 11
79112 Freiburg

Freiburg, im Frühjahr 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich interessiere mich für einen Ausbildungsplatz und möchte mich kurz vorstellen: Ich bin teamfähig, motiviert und leistungsstark. Ich
wünsche mir einen Ausbildungsplatz mit netten Kollegen. Wichtig wäre mir auch eine gute Ausbildung.
Sollte ich Ihr Interesse geweckt, können Sie mich jederzeit anrufen. Ich stehe Ihnen für ein Vorstellungsgespräch gerne zur Verfügung.

Ihre neue Auszubildende



Susanne Kist


Dieses Anschreiben zeigt schon auf den ersten Blick, dass sich die Schulabgängerin nur wenig Mühe gegeben hat. Im Absender fehlt die Telefonnummer von Susanne Kist. Mit der Anschrift des Ausbildungsbetriebes geht es weiter: Susanne Kist schreibt "Hotel Gemütlichkeit", richtig wäre aber "Romantik-Hotel Gemütlichkeit" gewesen. Dass sich die Bewerberin nicht richtig informiert hat, merkt man auch daran, dass ein konkreter Ansprechpartner fehlt. Die Einleitung zum Anschreibentext lautet daher leider nur "Sehr geehrte Damen und Herren".
Schon an dieser Stelle weiß ein Ausbildungsverantwortlicher, dass hier eine Massenbewerbung vorliegt. Die Bewerberin hat keinerlei Vorarbeit geleistet. Unterstützt wird diese Einschätzung von der Datumsangabe "Im Frühjahr 2005". Susanne Kist hat anscheinend etliche gleichlautende Bewerbungen verschickt. Zudem ist aus dem Anschreiben nicht zu entnehmen, für welchen Ausbildungsplatz sich Susanne Kist eigentlich bewirbt. Das Anschreiben ist so allgemein gehalten, dass es zu jedem Ausbildungsplatz passen soll. Damit passt es aber zu keinem richtig, womit es wie ein Rundschreiben wirkt. Die Bewerberin hätte konkreter werden und genau aufführen müssen, um welchen Ausbildungsplatz es ihr eigentlich geht.
Den viel zu allgemein gehaltenen Stil zieht Susanne Kist auch im Text des Anschreibens durch. Dass sie "teamfähig, motiviert und leistungsstark" ist, wird man ihr nicht glauben, da Verweise auf Beispiele aus Praktika, Jobs und Ähnliches fehlen. Eigentlich schreibt die Bewerberin nur über ihre Wünsche, auf die Vorstellungen der Ausbildungsfirma geht sie jedoch nicht ein. Der Wunsch nach einem Ausbildungsplatz mit "netten Kollegen" ist sicherlich berechtigt. Ausbildungsverantwortliche werden aber vermuten, dass Susanne Kist wenig belastbar ist und bei Schwierigkeiten schnell aufgibt. Unfreiwillig komisch wird es, wenn Sie schreibt: "Sollte ich Ihr Interesse geweckt (haben), können Sie mich jederzeit anrufen." Klar, nur wie? Schließlich fehlt die Telefonnummer in Ihrem Absender! Hier sieht man wieder, dass die Bewerberin einfach drauflos geschrieben hat, und im angeschriebenen Unternehmen wird man sich kaum die Mühe machen, ihre Nummer im Telefonbuch zu suchen. Schließlich gibt es auch noch andere Bewerberinnen.
Auch die Abschlussformulierung "Ihre neue Auszubildende" entspricht wohl eher dem Wunschdenken von Susanne Kist. Dieses Anschreiben kann nur mit einer Absage beantwortet werden.

Pressetext (PDF)

Cover, reprofähig

Autorenfoto, reprofähig

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2. aktualisierte Auflage

Erscheinungstermin:
06.11.2006

kartoniert

127 Seiten

EAN 9783593382425

€ 14,90

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