Patricia Lunneborg
Jetzt kein Kind
Warum Abtreibung eine positive Entscheidung sein kann
Übersetzt von Walmot Möller-Falkenberg
Frauen, die ungewollt schwanger werden, stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Doch statt Hilfe zu bekommen, werden
sie in dieser Situation oft mit Belehrungen und Drohungen
konfrontiert: Bestenfalls wird eine Abtreibung als das geringere
von zwei Übeln dargestellt. Diese gängige Auffassung stellt
Patricia Lunneborg grundsätzlich in Frage. Sie zeigt, daß
Abtreibung eine positive Entscheidung sein kann und daß der
triftigste Grund für einen Schwangerschaftsabbruch schlicht der
Wunsch ist, nicht ein ungewolltes Kind zur Welt zu bringen. So
ist das vielzitierte "Streßsymptom" nach einer Abtreibung
weitestgehend eine Legende: In der Realität machen viele Frauen
eher die Erfahrung von positiven Gefühlen; sie empfinden
Erleichterung, haben das Gefühl der Kontrolle über das eigene
Leben; sie berichten von einem Zuwachs an Reife und von einer
verbesserten Befähigung, Entscheidungen zu treffen. Lunneborg
stützt ihre Thesen auf Interviews, die sie mit mehr als hundert
Frauen quer durch alle Alters-, Berufs- und ethnischen Gruppen
geführt hat. Sie vermittelt eindrücklich, in welchen Situationen
sich Frauen für eine Abtreibung entscheiden, welche Faktoren die
Entscheidung beeinflussen und schließlich, daß nicht nur die
Frauen, sondern ebenso der Partner bzw. die bereits bestehende
Familie von der Entscheidung für eine Abtreibung profitieren. Das
Buch ist eine unerläßliche Informationsquelle und
Entscheidungshilfe für jede Frau, die darüber nachdenkt, ob eine
Abtreibung für sie das Richtige ist, wie auch für BeraterInnen,
FreundInnen, Angehörige und alle, die an den Eingriffen zum
Schwangerschaftsabbruch mitwirken.
Patricia Lunneborg hat ein bisher einzigartiges »Beratungsbuch«
geschrieben, das erstmalig das Schwergewicht auf die positiven
Folgen legt, die eine Abtreibung für Frauen und ihre Familien
hat. Sie bietet damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für
ungewollt schwanger gewordene Frauen, Angehörige sowie deren
BeraterInnen.
