Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs

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Gerd Kommer

Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs

Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen

»Hin und her macht Taschen leer.« – Diese bittere Erfahrung machen viele Privatanleger, die versuchen, durch ständige Portfolio-Umschichtungen einen als Benchmark gewählten Index zu übertreffen. Doch was ist die Alternative?

Gerd Kommer
Gerd Kommer studierte Politikwissenschaft sowie Volks- und Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den USA. Er ist im internationalen Firmenkundengeschäft einer Bank in London tätig und veröffentlichte bereits mehrere Finanzratgeber bei Campus, u. a. "Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs" (2007) und "Die Buy-and-Hold-Bibel" (2009). Kommer stammt aus einer Familie von Eigenheimbesitzern; er selbst ist Mieter.
mehr zum Autor

01.02.2008, Das Investment
Ein Hoch auf den Index
"Ein guter und verständlicher Überblick."

01.11.2007, New Investor
Seiner Zeit voraus
"Verständlich und mit praktischen Beispielen bringt der Autor dem Leser die wichtigsten Aspekte der Geldanlage nahe."

1Einleitung
2Gewinnen im Verliererspiel
3Investmentpornographie - die schamlose Verbreitung teurer Irrtümer
4Wie die Wertpapiermärkte wirklich funktionieren
4.1Die enttäuschenden Renditen von Aktienanlegern und Investmentfonds
4.250 Prozent Underperformer sind mathematisch notwendig
4.3Die Moderne Portfoliotheorie: Wissenschaft schlägt Praxis
4.4Die Efficient-Market-Theorie (EMT): "Die praktischste Sache der Welt"
4.5Die Kritik an der EMT ist nicht überzeugend
4.6Die EMT wird durch die Angriffe ihrer Gegner nur noch stärker
4.7Regression zum Mittelwert: Die mächtige Tendenz zum Durchschnitt
4.8Mit "Data-Mining" lässt sich alles beweisen
4.9Wie Diversifikation wirklich funktioniert
4.10Asset-Allokation: Was die Rendite Ihres Portfolios tatsächlich bestimmt
5Lassen Sie sich nicht täuschen: Dreizehn Irrtümer über Wertpapierinvestments
5.1Irrtum (1): Transaktionskosten sind von untergeordneter Bedeutung
5.2Irrtum (2): Die Renditeangaben der Finanzindustrie sind verlässlich
5.3Irrtum (3): Analysten können konsistent richtige Kursprognosen machen
5.4Irrtum (4): Analysten wollen konsistent richtige Kursprognosen machen
5.5Irrtum (5): Ein gutes Unternehmen ist eine gute Aktie
5.6Irrtum (6): Historische Rendite ist ein nützliches Auswahlkriterium für Aktien und Fonds
5.7Irrtum (7): Fondsbewertungen (Ratings) haben einen Nutzen
5.8Irrtum (8): Fondsmanager erbringen einen Mehrwert
5.9Irrtum (9): Die Existenz von "Investmentgenies" beweist: Outperformance ist möglich
5.10Irrtum (10): Experten können den besten Einstiegszeitpunkt finden
5.11Irrtum (11): Die Auswahl der einzelnen Aktien entscheidet über den Anlageerfolg
5.12Irrtum (12): "Private Banking" ist die Luxusklasse der Anlageberatung
5.13Irrtum (13): Investmentfonds sind Markenprodukte
6Überprüfen Sie Ihre derzeitige Anlagestrategie
6.1Es gibt keine aktive Anlagestrategie, die funktioniert
6.2Den Markt schlagen zu wollen ist keinen Versuch wert
6.3Mit aktivem Trading lässt sich eine Buy-and-Hold-Strategie nicht übertreffen
6.4Mit "Zukunftsbranchen" kann man den Markt nicht outperformen
6.5Mit Neuemissionen (IPOs) ist kein Geld zu verdienen
6.6Langfristig sind mehr als 12 Prozent Bruttorendite bei vertretbarem Risiko nicht erreichbar
6.7Einzelanlagen in Aktien sind für Privatanleger ungeeignet
6.8Hedge-Fonds liefern schlappe Renditen
6.9Auch risikoscheue Anleger sollten in Schwellenländer investieren
6.10Diversifikation über Länder hinweg ist besser als über Branchen
6.11Sind Sie ein "Indexer", ohne es zu wissen?
6.12Rentenfonds sind nutzlose Anlageprodukte
6.13Neunzehn Investmentprodukte, die Anlegern wenig, der Finanzbranche aber viel nutzen
6.14Währungsabsicherung bei Fonds ist überflüssig
6.15Veröffentlichte Unternehmensgewinne sind nicht verlässlich
6.16Aktiensplitts nützen niemandem
6.17Fonds-Shops sind nicht unabhängig
6.18"Viel tun" schadet dem Anlageerfolg
7Wie man das Verliererspiel gewinnen kann
7.1Passiv investieren mit Indexinvestments
7.2Ein konkreter Vorschlag für ein "Weltportfolio"
7.3In Deutschland zugelassene Indexanlagen
7.4Lassen Sie sich nicht von der richtigen Strategie abbringen
8Zwanzig Gebote für rationale Anleger
Anhang
Exkurs: Risiko richtig verstehen
Die besten Informationsquellen für Privatanleger
Glossar
Anmerkungen
Register

Einleitung
"Ist es möglich, erfolgreich zu investieren, ohne den Trade-Off zwischen Risiko und Rendite an den Wertpapiermärkten sowie die moderne Portfoliotheorie wirklich zu verstehen? Ja, es soll Leute geben, denen das gelungen ist - genauso wie es möglich ist, fliegen zu lernen, ohne Unterricht zu nehmen."
William Bernstein, Finanzwissenschaftler, Neurologe, Bestsellerautor

"Good investing isn't sexy."
Jane Bryant Quinn, Wirtschaftsjournalistin
Investieren ist ein Loser's Game, ein Verliererspiel. Allerdings besaß dieser Ausdruck aus der Sportwissenschaft ursprünglich eine andere Bedeutung als heute. Die Unterscheidung zwischen "Verliererspielen" und "Gewinnerspielen" bezieht sich auf den Grundcharakter eines Spieles. In einem Gewinnerspiel wird das Ergebnis primär durch die korrekten Handlungen des Gewinners bestimmt, in einem Verliererspiel durch die Fehler des Verlierers.
Die meisten Anleger halten Investieren für ein Gewinnerspiel - ein Irrtum, den sie mit weitaus schlechteren Langfristrenditen als notwendig bezahlen. Dagegen hat ein Investor, der nach den Regeln eines Verliererspieles anlegt, in den letzten zehn bis 40 Jahren dramatisch höhere Renditen erzielt als der Durchschnitt aller Anleger und nachweislich auch im Technologie-Crash ab März 2000 kein oder nur wenig Geld verloren.
Man sollte meinen, Finanzmedien und Finanzinstitute würden Privatanleger so informieren, dass diese allmählich immer weniger Fehler begehen und irgendwann in die Nähe jener Nettorendite gelangen, die Fachleute für realistisch erzielbar halten. Doch an diesem Ausbildungsauftrag scheitert die Finanzbranche kläglich. Die Rendite des durchschnittlichen Anlegers liegt nach Kosten mehr als ein Drittel unter der Marktrendite, und die wenigen Glückspilze, die auf der Basis von Anlagetipps der Banken und Medien in einem Jahr den Markt schlagen, fallen im nächsten oder übernächsten wieder hoffnungslos hinter ihn zurück.
In einem 1997 veröffentlichten Artikel für die Washington Post bezeichnete die amerikanische Wirtschaftsjournalistin Jane Bryant Quinn die typische Berichterstattung der Medien über Wertpapiere und Fonds als "Investmentpornographie" - ein seitdem oft zitierter, weil sehr treffender Ausdruck. Das, was tagtäglich in den Finanzmedien und von einigen Finanzinstituten verbreitet wird, zeichnet sich in der Tat vielfach durch dieselbe Unseriosität, Unwahrheit und Infektionsgefahr aus wie Pornographie. Der Vergleich mit Pornographie liegt auch deswegen nahe, weil nur dieses "Gewerbe" noch mehr Seiten ins Internet stellt als die Finanzindustrie. Für sich genommen wäre diese Finanzdesinformation zwar ärgerlich, aber dennoch unter Zähneknirschen hinnehmbar, denn in einer freiheitlichen Gesellschaft hat jeder das Recht, fast alles zu kommunizieren - auch blanken Unsinn. Leider geht es jedoch bei Wertpapieranlagen um viel Geld, oft genug das berühmte "sauer Ersparte", das Polster für das Studium der Kinder, die Rücklage fürs Alter.
Aus diesem Dickicht interessenbehafteter Fehlinformation der Medien und Finanzinstitute auf der einen Seite sowie Irrtümern und falschen Erwartungen der Anleger auf der anderen Seite führt David gegen Goliath in vier Schritten heraus:
* Im ersten Schritt beschreiben wir, nach welchen Gesetzen Wertpapiermärkte tatsächlich funktionieren - nach ganz anderen nämlich als denjenigen der sensationsheischenden Barbie-Puppen-Welt, die die meisten Wirtschaftsjournalisten und Ratgeberautoren zeichnen. Dabei erläutern wir auf leicht verständliche Weise die faszinierenden Erkenntnisse der "Modernen Portfoliotheorie" (MPT), der einzigen Investmenttheorie, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Für Beiträge zur Entwicklung dieses Wissensgebäudes wurden bislang fünf Wirtschaftsnobelpreise vergeben. Es steht turmhoch über dem Unsinn, der heutzutage in Anlegerzeitschriften, im Business-TV, den meisten Ratgeberbüchern und im Internet verbreitet wird. Die Herleitung der MPT mag komplex sein, ihre hier präsentierten Schlussfolgerungen jedoch sind selbst für Investment-Laien verständlich und kolossal nützlich.
* Im zweiten Schritt werden die 13 wichtigsten Irrtümer erläutert, die ein großer Teil der Finanzbranche verbreitet und die von der Mehrheit der Anleger bereitwillig geglaubt werden. Diese Irrtümer kosten Anleger Geld, viel Geld.
* Im dritten Schritt hilft das Buch dem Leser, eine umfassende Nabelschau hinsichtlich seiner derzeitigen Anlagestrategie und seines Investmentwissens vorzunehmen, das heißt beides auf Fehler und Unstimmigkeiten hin kritisch zu überprüfen.
* Im vierten und letzten Schritt formulieren wir auf der Basis der vorgestellten Erkenntnisse eine überlegene und erstaunlich leicht umsetzbare Anlagestrategie, die nicht auf Hoffnung und Gier, sondern auf wissenschaftlich gesicherten Einsichten gründet. Diese verblüffend einfache Strategie heißt "Passiv investieren mit Indexanlagen".

Pressetext (PDF)

Cover, reprofähig

Autorenfoto, reprofähig

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Erscheinungstermin:
12.09.2007

Paperback

336 Seiten, 45 Tabellen, 6 Grafiken

EAN 9783593383927

€ 29,90

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