Matthias Nick, Michael Opoczynski (Hg.), Martin Leutke (Hg.)

WISO: Finanzprodukte: richtig verstehen, sicher auswählen

Wer sein Geld vermehren will, steht vor einem schier undurchdringbaren Dickicht von Finanzprodukten. Und alle behaupten sie, sicher und renditeträchtig zu sein. Matthias Nick nimmt Finanzprodukte aller Kategorien für Sie unter die Lupe - unabhängig und ohne Eigennutz:

• Welches Produkt leistet was, wie viel und zu welchen Kosten?

• Wer zahlt wie viel Kapitalertragssteuer und wie kann man dabei sparen?

• Wo ist mein Geld sicher und was mache ich, wenn meine Bank Insolvenz anmeldet?

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Matthias Nick
Dr. Matthias Nick ist Chef vom Dienst in der WISO-Redaktion.
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Michael Opoczynski
Michael Opoczynski ist einer der prominentesten deutschen Wirtschaftsjournalisten. Der erfolgreiche Sachbuchautor ist seit 1992 Redaktionsleiter und Moderator des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO.
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Martin Leutke
Seit dem 1. Juli 2011 ist Martin Leutke Leiter der Redaktion WISO. Im
Wechsel mit Michael Opoczynski moderiert er auch die Sendung. Martin
Leutke ist seit 1996 für das ZDF tätig und verfügt über eine breite
Erfahrung vor der Kamera: So moderierte er vier Jahre lang die
ZDF-Sendung "Drehscheibe Deutschland". Außerdem präsentierte er die "heute" - Nachrichten im Rahmen des ZDF-Morgenmagazins.



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Einleitung

Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel an Geld die andere. (Sprichwort aus den USA)

Dieses Buch wird es nicht leisten können, jedem Leser durch die Empfehlung der richtigen Geldanlage so viel Geld zu verschaffen, wie er sich wünscht. Es wird aber hoffentlich dazu beitragen, dass jeder nach der Lektüre sein Geld so anlegen wird, wie er es wünscht, so lange, wie er beabsichtigt, und so riskant oder risikolos wie gewünscht. Das scheint auf den ersten Blick selbstverständlich, ist es aber nicht. Oft genug erfährt die WISO-Redaktion aus Zuschauerzuschriften, dass gekauft wurde, was der nette Angestellte am Bankschalter wollte und woran er am meisten verdiente - und nicht etwa, was Sie als Kunde wünschten.

Ob die getroffene Anlageentscheidung zu einer Kapitalvermehrung führen wird, das lässt sich leider immer erst später feststellen. Aber nur wer weiß, was er kauft, der kann überhaupt beurteilen, ob er den richtigen Weg hin zu mehr Geld eingeschlagen hat.

Neben eher theoretischen Seiten über Anlageziele und Anlagestrategien will dieses Buch aber auch einen Mehrwert leisten: Am Ende eines jeden Kapitels über bestimmte Anlageprodukte wie Aktien, Anleihen und Zertifikate werden konkrete Einzelprodukte genannt. Allerdings: Diese Produkte stellen keine Anlageempfehlung des Autors oder des Verlages dar!

Sie sollen vielmehr einen schnellen Einstieg in die Welt der einzelnen Bereiche ermöglichen. Durch die Angabe der Wertpapierkennnummer ist die Aktie, das Zertifikat oder das Hebelpapier eindeutig identifizierbar. Damit lässt sich eine eigene Recherche beginnen, an deren Ende der Kauf des Finanzproduktes stehen sollte, das Sie als Anleger wirklich wollen.

Wäre der Autor ein Hellseher, so hätte er sich in der Vergangenheit durch geschickte Spekulation einen solchen Reichtum verdient, dass er … Er hat es nicht. Eins kann der Autor aber von sich behaupten: Ihm wurde noch nie etwas ins Depot gebucht, das er nicht verstand oder nicht wollte. Und so sollte es auch bei Ihnen sein.

Dr. Matthias Nick Kassensturz

Es klingt so simpel und doch stellen sich viele Menschen die entscheidenden Fragen der Geldanlage oft gar nicht: Worauf spare ich? Wie lange will ich mich binden? Wie viel meines Geldes will ich anlegen? Welches Risiko bin ich bereit einzugehen? Nur wer diese Fragen für sich oder einem guten Anlageberater gegenüber aufrichtig beantwortet, kann auch erwarten, die richtige Geldanlage für sich zu finden.

Anlageziele

Es klingt selbstverständlich, doch kaum ein Bankkunde ist sich sicher, was für ein Anlageziel er eigentlich verfolgt. "Ich möchte später eine Immobilie kaufen, vielleicht brauche ich das Geld aber auch nächstes Jahr für ein neues Auto." So oder so ähnlich macht man es dem Finanzberater nicht einfach. Wie lange soll das Geld gebunden bleiben? Muss es täglich verfügbar sein? Wie viel Rendite erwartet der Anleger? Wie viel Risiko ist er bereit einzugehen?

Diese Fragen sollten Sie vor der Entscheidung für oder gegen ein Finanzprodukt geklärt haben. Machen Sie sich eine Checkliste über:

- die Anlagesumme - den Anlagehorizont (notfalls splitten Sie die Summe in entbehrlich und täglich verfügbar) - die Verfügbarkeit - Ihre Risikobereitschaft - die Regelmäßigkeit des Sparens (monatlich ein wenig oder eine große Summe) - mögliche notwendige größere Ausgaben - Ihre persönliche Lebenssituation (drohende Arbeitslosigkeit, Immobilienbesitz et cetera) - Verbindlichkeiten (laufende Kredite, Unterhalt et cetera)

Protokollpflicht für Anlageberatungen

Seit dem 1. Januar 2010 müssen Anlageberatungen protokolliert werden. Was wie Formalbürokratismus klingt, ist gerade für uns Kunden eingeführt worden. Ohne ein solches Protokoll fiel es nämlich den Kleinanlegern in der Vergangenheit unheimlich schwer, der Bank eine Falschberatung nachzuweisen. Bestehen Sie in jedem Fall darauf, auch wenn Ihr Anlageberater dieses Protokoll "vergessen" sollte. Das Protokoll beinhaltet:

- den Anlass (Wertpapierkauf) - die persönliche Situation des Kunden und seine wesentlichen Anliegen (also Ihre Anlageziele) - die vorgestellten Finanzprodukte - Gründe für eine ausgesprochene Empfehlung - Ihre Risikobereitschaft - Name der Gesprächsteilnehmer und Dauer des Gesprächs

Wägen Sie immer ab zwischen notwendigen Versicherungen (Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeitsversicherung et cetera), Altersversorgung, Kredittilgung und Sparen. Das Sparen sollte, so wichtig es auch ist, hier immer an letzter Stelle stehen. Vergessen Sie auch nie eine Liquiditätsreserve, also "flüssig zu bleiben". Meist rechnet man hierfür drei Netto-Monatsgehälter.

Anlagehorizont

Häufig überlegt sich der Anleger: In welche Anlage investiere ich: zum Beispiel Aktien oder Anleihen? Selten steht bei der Anlageentscheidung hingegen der Anlagehorizont im Vordergrund: Für wie lange will ich mein Geld binden? Soll die Möglichkeit bestehen, dass ich während der Laufzeit (notfalls unter Verlusten) überhaupt an mein Geld rankomme? Fest steht: Jugendliche beispielsweise haben einen ganz anderen Anlagehorizont als Rentner und Pensionäre.

Was ist der Anlagehorizont?

Der Anlagehorizont bezieht sich immer auf die Laufzeit des Finanzproduktes. Verschiedene Anlageklassen haben auch verschiedene Laufzeiten, die in engem Zusammenhang mit den Nebenkosten der Geldanlage stehen, sodass man nicht sagen kann: Ich wähle eine kurze Laufzeit und lege immer wieder neu an.

Beispiel

Sie verfügen über 10.000 Euro. In fünf Jahren möchten Sie damit einen frei werdenden Kredit tilgen. Vielleicht kommt aber noch ein Pkw-Kauf dazwischen.

Variante 1: eine lang laufende Anleihe. Sie überlegen sich beispielsweise, eine Unternehmensanleihe zu kaufen, die noch fünf Jahre läuft, weil Sie genau dann den Rest Ihres Immobilienkredites tilgen wollen. Das ergibt Sinn. Außerdem könnten Sie im Notfall die Unternehmensanleihe auch börsentäglich verkaufen, wenn Sie dringend Geld benötigen, und das ohne exorbitante Nebenkosten.

Variante 2: eine Kapitallebensversicherung. Das ergibt keinen Sinn, weil hier ein Verkauf vor dem Ende der Laufzeit (selten unter zwölf Jahren) zu enormen Verlusten führen würde. Außerdem sind bei einer Kapitallebensversicherung die Nebenkosten (Abschlussprovision et cetera) so hoch, dass dieses Produkt sich für eine fünfjährige Laufzeit nicht rechnet.

Was eignet sich für wen? - Jugendliche

Sie sind jung und brauchen das Geld nicht. Dann haben Sie einen langen Anlagehorizont, Sie können zumindest einen Großteil Ihres Geldes langfristig binden. Eine langfristige Bindung spart nämlich Transaktionskosten. Denn ständiges Umschichten des Vermögens kostet Geld. Dazu sichert ein langfristiger Anlagehorizont meist bessere Zinsen (außer in einer sogenannten inversen Zinslage) beziehungsweise reduziert bei einem Engagement in Aktien das Schwankungsrisiko. Es empfiehlt sich die Strategie "Buy and Hold", Kaufen und Halten. Dafür eignen sich grundsätzlich Anleihen mit langen Laufzeiten, Immobilien oder offene Immobilienfonds. Auch geschlossene Immobilienfonds kommen (bei allen anderen Risiken dieser Produktklasse) für Sie infrage. Ebenso Blue Chips, also Aktien internationaler Großkonzerne/Weltmarktführer in ihren Bereichen (so zum Beispiel Coca-Cola, Siemens, Procter & Gamble et cetera) kommen infrage, natürlich nicht nur als Einzelaktien. Mit langem Anlagehorizont eignen sich auch bei kleinerem Anlagevermögen vor allem Fonds, seien es Investmentfonds (Aktien), Rentenfonds (festverzinsliche Wertpapiere) oder Mischfonds, so können Sie auch mit kleinen Anlagebeträgen Ihre Geldanlage gut streuen. Der Ausgabeaufschlag bei diesen Produkten in Höhe von meist 5 Prozent des Kaufpreises schlägt über Jahre oder Jahrzehnte verteilt bei der Gesamtrendite nicht dramatisch zu Buche. Sie können auch bei kleineren Sparbeträgen an einen regelmäßigen Sparplan denken, das schafft Kontinuität und kostet nicht bei jeder Geldanlage extra Abschlussgebühren! Denken Sie in dieser Zeit auf jeden Fall schon an die Altersversorgung. Wer früh anfängt, fürs Alter zu sparen, der benötigt dafür durch den Zinseszinseffekt erheblich weniger Geld, als wenn er 20 Jahre später damit beginnt - auch wenn ihm dann das Geld lockerer sitzt.

Was eignet sich für wen? - Junge Familien

Sie sind junger Familienvater oder planen gerade eine Familiengründung? Sicherheit und Liquidität stehen hier im Vordergrund. Sicherheit übrigens nicht nur im Hinblick auf Versicherungen. Sie können es sich nicht leisten, mit Ihrem Ersparten zu zocken, Sie können es sich aber auch nicht mehr leisten, das (gesamte) Geld nicht verfügbar zu haben. Zu leicht kann es passieren, dass plötzlich ein Kinderzimmer benötigt wird oder die Traumimmobilie angeschafft werden soll. In solchen Fällen muss der Kapitalstock relativ schnell verfügbar sein. Auf der anderen Seite geht es meist in dieser Zeit schon um höhere Beträge als noch in der Phase der Ausbildung.

In diesen Fällen eignen sich Anleihen mit kürzeren Laufzeiten, obwohl Sie Anleihen selbstverständlich auch vor Laufzeitende an der Börse verkaufen können, doch auch das knabbert an der Rendite. Am besten wählen Sie einen Mix aus Anleihen mit verschiedenen, aber insgesamt nicht zu langen Laufzeiten, da ist das Geld sicher und täglich verfügbar. Sicher, wenn Sie sich mit kleinen bis mittleren Renditen zufriedengeben. Wenn Sie schon in der Familienplanung stecken, sollten Sie eher an eine absichernde Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung als an eine Kapitallebensversicherung denken. Dafür könnte es sogar schon zu spät sein.

Haben Sie in dieser Zeit über die ersten Berufsjahre hinweg schon einen kleinen Kapitalstock gebildet, so ist es besonders wichtig, nicht mehr alles auf eine Karte zu setzen. Verteilen Sie Ihr Geld über verschiedene Anlageklassen! Streuung ist wichtig. Denken Sie daran, dass beispielsweise Minenaktien, Goldbarren und eine Heraeus-Unternehmensanleihe gleichzeitig in die Knie gehen, wenn Gold dramatisch an Wert verlieren sollte, auch wenn Sie Ihr Geld in diesem konstruierten Fall auf Aktien, Anleihen und Rohstoffe verteilt haben. Der Finanzfachmann würde hier von einer hohen Korrelation der Finanzprodukte sprechen, die durch Diversifikation (Ausweitung der Geldanlage) vermieden werden sollte.

Denken Sie nicht mehr nur an Tagegeld und Festgeld, sparen Sie Geld, das Sie nicht direkt benötigen, auch für das Alter an (Stichwort Versorgungslücke, der Unterschiedsbetrag zwischen letztem Nettogehalt und Rentenniveau), insbesondere wenn Sie in den ersten Berufsjahren daran noch nicht gedacht haben. Auch hier gilt: Ein Mix aus lang- und kurzfristigen Anlagen ist die beste Wahl. Denken Sie an Riester-Rente oder Rürup-Rente. Auch wenn Sie ein oder zwei Kinder haben und das Geld nicht so reichlich da ist, lohnt sich in dieser Zeit die staatliche Förderung (Kinderzuschlag!) für die Riester-Rente ganz besonders!

Wenn Sie nicht eine Immobilie abbezahlen (Schuldentilgung geht immer vor Ansparen!), investieren Sie Angespartes auch in Rohstoffe. Fast alle Geldanlageexperten empfehlen, als Inflationsschutz etwa 5 Prozent des Vermögens in Rohstoffen anzulegen, vornehmlich in Gold.

Wenn Sie dann immer noch Geld übrig haben, fangen Sie vielleicht schon an, für Ihre Kinder anzusparen. Ein Grundstock macht es ihnen später einfach, am Beginn ihres Berufslebens darauf aufzustocken. Auch hier gilt: Nichts ist so ergiebig wie Zinseszins.

Was eignet sich für wen? - Familien mit erwachsenen Kindern/Rentner und Pensionäre

Sie haben das Berufsleben schon fast oder ganz hinter sich, Ihre Kinder stehen auf eigenen Beinen. Dann sollten Sie für das Alter planen. Hoffentlich haben Sie während Ihres Berufslebens etwas angespart, um die Versorgungslücke zu schließen. Wenn Sie dies getan haben, stehen viele Frisch-Rentner vor der Frage: Wohin mit dem Geld? Je nach Sparvolumen bekommen Sie mit 65 Jahren eine Lebensversicherung ausgezahlt oder die Altersvorsorge (Riester-Rente et cetera) wird fällig, oft genug (man spricht von Kapitalwahlrecht) in einem Brocken und nicht als monatliche Rentenzahlung. Planen Sie für ein langes Leben, aber gönnen Sie sich auch was, wenn sich das finanziell realisieren lässt! Versicherungen (bis auf die Standardabsicherungen) werden tendenziell unwichtiger. Aktien eignen sich jetzt nur noch als Beimischung. Zu groß ist die Gefahr, dass Sie gerade zu einem Tiefststand verkaufen müssen, weil Sie eine Baisse nicht mehr "aussitzen" können.

Das Geld sollte, und das ist der wichtigste Ratschlag für diese Zeit, nicht mehr zu langfristig und zu unflexibel angelegt werden, denn es kann sein, dass Sie das Geld aus gesundheitlichen Gründen (zum Beispiel für einen behindertengerechten Umbau Ihrer Immobilie) schnell benötigen. Auch wenn es immer wieder passiert, dass 70-Jährige Kapitalanlagen mit 30-jähriger Laufzeit aufgeschwatzt bekommen - achten Sie auf Liquidität. Alle Geldanlagen, an die Sie für längere Zeit nicht rankommen, sind tabu! Ab jetzt sind Tagesgeldkonten wieder eine sinnvolle Anlage. Finger weg zum Beispiel von geschlossenen Fonds, die Sie oft gar nicht oder nur unter großen finanziellen Verlusten vorzeitig verkaufen können. Auch Investmentfonds mit hohen Ausgabeaufschlägen sind jetzt nicht mehr erste Wahl!

Risikobereitschaft

Bevor Sie sich für eine Geldanlage entscheiden, sollten Sie sich nach Anlageziel und Anlagehorizont auch über Ihre eigene Risikobereitschaft klar werden - bevor ein Anlageberater Sie danach fragt. Wie viel Rendite möchten Sie erreichen, wie viel Risiko sind Sie bereit, dafür einzugehen? Selbstverständlich möchte jeder Anleger zweistellige Renditen bei minimalem Ausfallrisiko einfahren, aber das ist am Kapitalmarkt leider unmöglich. Das Risiko steht immer in einem engen Verhältnis zum Ertrag.

Wissenschaftlich betrachtet verfolgt jeder Anleger dasselbe Ziel. Er versucht, auf Konsum zu verzichten, das frei gewordene Kapital mit einem Ertrag über der Inflationsrate so anzulegen, dass er in der Zukunft mehr konsumieren kann. Das heißt, wer richtig spart, hat später mehr davon. Die Maßeinheit des Risikos bei Geldanlagen nennt man Volatilität. Laut Wertpapierhandelsgesetz sind Finanzinstitute verpflichtet, vor der Geldanlage Ihre Risikobereitschaft abzufragen. Das ist nur zu Ihrer eigenen Sicherheit. Denn wenn etwa festgehalten wird, dass Sie jegliches Risiko ablehnen, die Bank Ihnen aber eine spekulative Geldanlage vermittelt, dann haben Sie unter Umständen bei Verlusten Regressansprüche. Neben der Risikobereitschaft wird hierbei auch Ihre Anlageerfahrung abgefragt. Man unterscheidet fünf Risikoklassen in der Geldanlage, höhere Risikoklassen bergen ein höheres Verlustrisiko, selbstverständlich aber auch höhere Renditechancen:

Risikoklasse 1: Spareinlagen, Tagesgeld, Festgeld, Termingeld, Pfandbriefe, europäische Geldmarktfonds

Risikoklasse 2: Anleihen mit guter Bonität, Rentenfonds Europa, Geldmarktnahe Fonds, Garantiezertifikate

Risikoklasse 3: Anleihen mit guter Bonität in Fremdwährungen, Einzelaktien und Aktienfonds mit europäischen Standardwerten, internationale Aktienfonds, Mischfonds, internationale Rentenfonds, Genussscheine

Risikoklasse 4: Einzelaktien und Aktienfonds mit europäischen Nebenwerten, Aktienfonds mit außereuropäischen Standardwerten, Anleihen mittlerer Bonität in Fremdwährungen, Zertifikate

Risikoklasse 5: Spekulative Anleihen, Aktienfonds aus Emerging Markets, Einzelaktien Nebenwerte, Optionsscheine, Futures, Optionen

Fazit

Sparen Sie nicht einfach drauflos! Nur wer sich klar darüber ist, mit welchem Ziel er spart, findet auch die richtige Geldanlage. Werden Sie sich selbst klar über die Laufzeit Ihres finanziellen Engagements und Ihre Risikobereitschaft. Splitten Sie bei mehreren Sparzielen Ihre Ersparnisse ruhig auf!

Cover, reprofähig

Autorenfoto, reprofähig

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Erscheinungstermin:
08.10.2012

kartoniert

239 Seiten

EAN 9783593397115

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