Access - Das Verschwinden des Eigentums

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Jeremy Rifkin

Access - Das Verschwinden des Eigentums

Warum wir weniger besitzen und mehr ausgeben werden

Übersetzt von Klaus Binder, Tatjana Eggeling

Auch als E-Book erhältlich.
Der große Zukunftsentwurf von Jeremy Rifkin

Der Internetboom und die rasante Börsenentwicklung lassen keinen Zweifel zu: Das Industriezeitalter ist endgültig vorüber. Der Kapitalismus ändert sich radikal - und mit ihm unser ganzes Leben. Die Formel des kommenden Zeitalters lautet: Access, Zugriff, Zugang. Der rasche Zugriff auf Ideen, Güter und Dienstleistungen zählt heute bereits mehr als dauerhafter und schwerfälliger Besitz. Das bleibt nicht ohne Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben.

"Rifkin analysiert scharf wie kein zweiter, was New Economy für Mensch und Gesellschaft bedeutet: Nicht mehr das Eigentum von Boden, Kapital und Gütern ist entscheidend, sondern der Zugang zum Wissen und die Teilhabe an den kommerzialisierten Kultur- und Erlebnisräumen. Eine faszinierende, überaus spannende Reise in die virtuelle Welt des Hyperkapitalismus!"
Dagmar Deckstein, Süddeutsche Zeitung

Jeremy Rifkin erhielt für dieses Buch den Bruno-Kreisky-Preis des Renner-Instituts Wien.

Lesen Sie das Interview mit Jeremy Rifkin auf den Seiten des Online-MagazinsChangeX.

Jeremy Rifkin
Jeremy Rifkin ist einer der bekanntesten gesellschaftlichen Vordenker unserer Zeit und ein international anerkannter Regierungsberater. Seine Bücher, in mehr als 30 Sprachen übersetzt, bringen die großen wirtschaftlichen und politischen Zukunftsthemen auf den Punkt. Er ist Autor vieler Bestseller, darunter »Die empathische Zivilisation« (2010), »Der Europäische Traum« (2004, internationaler Buchpreis »Corine«), »Das Ende der Arbeit« (1995), »Access« (2000, Bruno-Kreisky-Preis für das politischeBuch). Jeremy Rifkin ist Gründer und Vorsitzender der Foundationon Economic Trends in Washington,D.C., und lehrt an der renommiertenWharton School of Business.
mehr zum Autor

29.06.2001, Freitag
Die Rifkin-Debatte
"Jeremy Rifkin analysiert in seinem aufsehenerregenden Buch die neuen Eigentumsverhältnisse, die nach Vergabe und Zugang gerregelt werden."

01.02.2001, Acquisa
Die schwerelose Ökonomie
"Ein eindrucksvolles Bild des neuen Zeitalters."

01.12.2000, Das Parlament
Die neue Basis für Profit und Reichtum
"Rifkin führt uns an die Abgründe der Neuen Ökonomie."

01.11.2000, Brand Eins
Nehmen statt haben
"Wer bei der Lektüre nicht ein paar Ideen bekommt, was man alles vom Eigentum in Nutzung transformieren könnte, gehört nicht zur New Economy."

01.11.2000, Kommune
Zugang statt Besitz?
"Eine anregende Lektüre, die die Welt des digitalen und kulturellen Kapitalismus verständlicher macht."

17.10.2000, Stuttgarter Nachrichten
Kapitalismus.com
"Bei allem Reichtum an Fakten und Fußnoten sind die 400 Seiten durchweg spannend zu lesen."

16.10.2000, Focus
Access
"Ein Kultbuch für alle Skeptiker des digitalen Kapitalismus."

16.10.2000, Der Spiegel
Access
"Rifkin ist der Star unter den US-Zukunftsgurus."

11.10.2000, Badische Zeitung
Die Abrechnung im Sekundentakt
"Ein lesenswertes und anregendes Buch."

02.10.2000, Handelsblatt
Primadonna des Protestes
"Rifkin ist ein publikumswirksamer Querdenker."

28.09.2000, Die Zeit
Die neuen Barbaren
"Panzer greift man nicht von vorn an. Jeremy Rifkin attackiert den Kapitalismus seit 20 Jahren von der Flanke her. Nun geht er aufs Ganze und stellt die Zentralfrage des jungen Jahrhunderts: Wem gehört die Welt?"

23.09.2000, Der Standard
Freiheit versus Zivilisation
"Der Schaden der New Economy könnte sein, dass die Disneys und Time Warners dieser Welt alle Kulturen in eine einzige kommerzielle Arena verwandeln." (Jeremy Rifkin)

22.09.2000, Lebensmittel Zeitung
Persönliches Eigentum als Ausnahme
"Der Kampf um das geistige Eigentum wird die größte Schlacht, die Sie je gesehen haben." (Jeremy Rifkin)

15.09.2000, Financial Times Deutschland
Alles ist Ware
"Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Rifkin macht genau das, was gute Ökonomen tun sollten: wichtige wirtschaftliche Trends und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft untersuchen."

05.09.2000, Der Tagesspiegel
Die Marktwirtschaft ist am Ende
"Besitz ist zu langsam für die Zukunft." (Jeremy Rifkin)

03.09.2000, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Das Verschwinden des Eigentums
"Rifkin ist ein glänzender Rhetoriker."

01.09.2000, Die Tageszeitung
Bedrohte Zivilisation
"Ich glaube, dass immer erst die Kultur kommt und dann die Wirtschaft." (Jeremy Rifkin)

31.08.2000, 3Sat-Kulturzeit
Auf den Zugang kommt es an
"Rifkin warnt, der Ökonomie jeden Freiraum zu belassen, da sonst die Grundlagen unserer Gesellschaft ernsthaft gefährdet werden könnten."
zum Beitrag

24.08.2000, Stern
Es kommen stürmische Zeiten
"Marktwirtschaft ist ein auslaufendes Modell." (Jeremy Rifkin)

23.08.2000, Süddeutsche Zeitung
Die Zukunft und ihr Tauschwert
"Jeremy Rifkin begreift als vernünftiger Mensch, dass sich Fortschritt nicht aufhalten lässt. Doch wenn man ihn versteht und nicht dogmatisch ablehnt, kann man die schlimmsten der negativen Auswirkungen vielleicht vermeiden."

21.08.2000, Süddeutsche Zeitung
Vom Ende der Arbeit zum Ende des Eigentums
"Eine glänzende Analyse, die ihresgleichen sucht."

19.08.2000, Frankfurter Allgemeine
Mit Kultur läßt sich wunderbar handeln
"Eigentum gibt es weiterhin, aber es wechselt nicht mehr seinen Besitzer. Es bleibt im Besitz von Produzenten, die ihren Klienten Zugang zu ihm gewähren." (Jeremy Rifkin)

18.08.2000, SWR2
Verschwinden des Eigentums
"Rifkin hat ein rundweg lesenswertes Buch geschrieben und damit seinen Ruf bekräftigt, ein hellsichtiger Analytiker kapitalistischer Trends zu sein."
zum Beitrag

12.08.2000, Frankfurter Allgemeine
Jeremy Rifkin
"Im Kritiker Rifkin offenbart sich neben dem Aktivisten noch der Ethiker und Humanist."

02.08.2000, Financial Times Deutschland
Global und Online
"Sprachlich brillant und treffend prophezeit Rifkin das Ende des Eigentums, ohne dem Sozialismus das Wort zu reden."

01.08.2000, ManagerMagazin
Die neuen Gesetze des neuen Marktes
"Rifkin liefert so viele Hintergründe zur Neuen Ökonomie wie sonst keiner."

14.06.2000, Tages-Anzeiger
Nur Stämme.com werden überleben
"Rifkin beweist auf jeder Seite, dass er einen scharfen Blick für potentielle Fehlentwicklungen hat."

Der Kapitalismus erreicht eine neue Stufe

"Access" statt Eigentum
Aus Märkten werden Netzwerke
Die schwerelose Ökonomie
Monopoly um Geschäftskonzepte
Alles wird zur Dienstleistung
Menschliche Beziehungen werden zur Ware
Zugang als Lebensform

Die Privatisierung des kulturellen Gemeinguts

Ein neuer Kapitalismus
Die Ausbeutung des kulturellen Lebens
Die Welt der Postmoderne
Die Vernetzten und die Unvernetzten
Eine neue Balance zwischen Kultur und Kapitalismus

Danksagung

Anmerkungen

Literatur

Register

In 25 Jahren wird ein Großteil der Unternehmen und Konsumenten Eigentum wahrscheinlich für altmodisch halten. Es ist eine zu langsame Institution in einer Welt, die immer schnelllebiger wird, in der auch das kulturelle Leben im Takt von Nanosekunden pulsiert. Die Idee des Eigentums beruht auf der Annahme, dass materielle Vermögenswerte oder Anteile daran ihren Wert über eine lange Zeitspanne behalten. "Eigentum" und "akkumulieren" waren über lange Zeit hinweg sorgsam gehegte und gepflegte Lebenskonzepte. Nun jedoch überholen die rasante technische Innovation und die aktuellen ökonomischen Aktivitäten mit ihren schwindelerregenden Tempo alle Vorstellungen, die wir an Eigentum geknüpft haben. Maßgeschneiderte Produktion, permanente Innovation und kontinuierliche Verbesserung sowie immer kürzere Lebenszyklen von Produkten: In dieser Welt hat nichts Bestand. In einer Ökonomie, deren einzige Konstante der Wandel ist, macht es wenig Sinn, bleibende Werte anzuhäufen.
Das neue Jahrhundert wird also von Geschäftsgrundlagen bestimmt, die völlig anders funktionieren als die der klassischen Marktwirtschaft. Netzwerke treten an die Stelle der Märkte, Verkäufer und Käufer werden zu Anbietern und Nutzern, und was bislang käuflich war, wird "zugänglich". Zugang, Zugriff, "Access" sind die Schlüsselbegriffe des anbrechenden Zeitalters.
Der Wandel von einem Regime des Besitzens, das auf der Vorstellung von weit gestreutem Eigentum basiert, zu einem des Zugangs, das die kurzfristige und begrenzte Nutzung von Vermögenswerten sichert, die von Anbieternetzwerken zur Verfügung gestellt werden - dieser Wandel wird das Wesen ökonomischer Macht in den kommenden Jahren radikal verändern. Weil unsere politischen Institutionen und Gesetze von Eigentums- und damit von Marktverhältnissen geprägt sind, führt der Übergang von der Idee des "Eigentums" zu der des "Zugangs" auch zu grundlegenden Veränderungen im politischen Leben des kommenden Jahrhunderts. Seit Jahrhunderten schon stiften persönlicher Besitz und Eigentum Identität und gelten als "Maß" für den Wert eines Menschen. Eine gewandelte Vorstellung von Eigentum im Wirtschaftsleben wird den Blick zukünftiger Generationen auf sich selbst und auf das Leben als solches nachhaltig verändern. Sehr wahrscheinlich wird eine Welt, die durch "Access"-Beziehungen geprägt ist, eine andere Art Menschen hervorbringen.
Die Umstrukturierung wirtschaftlicher Beziehungen ist Teil einer weit umfassenderen Transformation des kapitalistischen Systems insgesamt. Langfristig wird die rein industrielle Produktion an Bedeutung verlieren. Statt auf traditionelle Industriegüter und Dienstleistungen wird sich das Kerngeschäft zunehmend auf die Vermarktung von Erlebnissen und Erfahrungen konzentrieren. Reisen in alle Welt, Themenstädte und -parks, Entertainmentzentren, Wellness, Mode und Essen, Profisport, Glücksspiel, Musik, Film, Fernsehen, die virtuelle Welt des Cyberspace und elektronisch vermittelte Unterhaltung jeglicher Art - diese Produkte werden im Zentrum eines neuen Hyperkapitalismus stehen, der den Zugang zu kulturellen Erfahrungen kommerziell verwertet.
Die Metamorphose der industriellen Produktion in einen Kultur vermarktenden Kapitalismus wird begleitet von einem gleichermaßen nachhaltigen Wandel der bisherigen Arbeitsethik in eine Spaß- und Spielethik. Kennzeichen des Industriezeitalters war die Vermarktung der Arbeit, im Zeitalter des Zugangs wird dies vor allem die Vermarktung des Spiels sein - das Marketing kultureller Ressourcen, etwa der Künste sowie von Ritualen, Festivals, sozialen Bewegungen, spirituellen Aktivitäten, Gemeinschaftserlebnissen und staatsbürgerlichem Engagement: all das in Gestalt bezahlter persönlicher Unterhaltung. Die Konkurrenz zwischen Kultur und Kommerz wird im neuen Zeitalter ökonomisch bestimmend sein: Es geht nun um die wirtschaftliche Kontrolle des Zugangs zu den vielfältigen Vergnügungen.
Überall auf der Erde bauen transnationale Medienkonzerne weltumspannende Kommunikationsnetze auf und beuten lokale kulturelle Ressourcen aus: neu verpackt als Unterhaltungsprodukte und Kulturware. Heute schon gibt das reiche obere Fünftel der Weltbevölkerung für den Zugang zu kulturellen Erlebnissen genau so viel aus wie für Fertigerzeugnisse und Dienstleistungen. Wir erleben die Transformation zu einer "Erlebnis"-Ökonomie, wie es die Wirtschaftsexperten getauft haben - in eine Welt, in der das Leben eines jeden Einzelnen zuletzt zum kommerziell ausbeutbaren Faktor wird. In bestimmten Branchen spricht man schon heute vom lifetime value eines Konsumenten, einem Maß für die Werte, die sich mit einem Menschen schöpfen lassen, wenn jeder Augenblick seines oder ihres Lebens in irgendeiner Form vermarktet wird. Im neuen Zeitalter kaufen die Menschen ihre bloße Existenz in kleinen kommerziellen Segmenten.

Autorenfoto, reprofähig

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Erscheinungstermin:
16.08.2000

Hardcover gebunden

424 Seiten

EAN 9783593365411

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