Ernährung in der Wissensgesellschaft

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José Lutzenberger, Franz-Theo Gottwald

Ernährung in der Wissensgesellschaft

Vision: Informiert essen

Weg vom globalen Einheitsgeschmack und Nahrungsmittelkonzernen, hin zur regionalen Küche und Ernährungsgerechtigkeit: Zwei renommierte Autoren zeigen Wege auf, wie die Öko-Landwirtschaft ihren Siegeszug um die Welt antreten kann.

José Lutzenberger
José Lutzenberger ist ehemaliger Staatssekretär für Umwelt in der brasilianischen Regierung und Wegbereiter der Umweltkonferenz in Rio 1992. Dem Diplom-Landwirt wurde für seine herausragende Rolle im Umweltschutz 1988 der Alternative Nobelpreis verliehen.
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Franz-Theo Gottwald
Franz-Theo Gottwald, Prof. Dr., ist Agrar- und Ernährungsethiker und Vorstand der Schweisfurth-Stiftung.
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01.01.2000, Psychologie heute
Großes Finale beim Festival der Futuristen
"Der Mensch lebt nicht von Zeichen und Bildern allein, sondern auch vom Brot. Darum widmen sich Jose Lutzenberger und Franz-Theo Gottwald in ihrem visionären Diskurs zur Expo 2000 der 'Ernährung in der Wissensgesellschaft'."

12.11.1999, Rheinischer Merkur
Portionen gegen den Einheitsbrei
"Die Autoren zeigen Wege zu ethischem, ökologisch sinnvollem Konsum und plädieren für regionale Lebensmittel und Eßkulturen."

07.09.1999, Süddeutsche Zeitung
Essen und wissen, was drin ist
"Die Autoren versuchen, dem Verbraucher eine Tür in eine positivere, nachhaltige Ernährungszukunft zu öffnen."

Essen und Ökologie: Vom Leben im Boden
zum lebendigen Lebens-Mittel
Wenn Menschen sich in Zukunft mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen, wird die ökologische Dimension eine prägende Rolle spielen. International muß das Agrarpotential, d.h. die Kraft der ländlichen Räume für die Welternährung, bedeutend aktiviert werden, damit eine Nahrungssicherung für die erwarteten zehn Milliarden Menschen gewährleistet werden kann. Auch in der möglicherweise im nächsten Jahrhundert einsetzenden Nano-Zeit wird die technische Entwicklung noch nicht so weit sein, daß sich Menschen nur mit Produkten aus der Retorte oder gar nanotechnisch gebauten Lebensmitteln ernähren können. Überdies ist es sehr zweifelhaft, ob das erstrebenswert wäre. Zwar wird das in Europa und den von ihm geprägten Ländern in der Neuen Welt seit Jahrhunderten mehr oder weniger sublim umgesetzte Programm einer Entkoppelung von der Natur, um nicht Opfer der Naturwidrigkeiten, Katastrophen und unvorhersehbarer Entwicklungen in ökologischen Systemen zu werden, auch im nächsten Jahrhundert wieder verfolgt werden. Aber Menschen werden immer angewiesen sein
auf die Früchte des Bodens, die Qualität des Wassers und der Luft und eine ausreichende Versorgung mit Licht. Und mehr und mehr werden sie ökologischer essen wollen. Das schon heute verfügbare Wissen über die Gefährdungen der elementaren Quellen der Ernährung wird schon in naher Zukunft von einer Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden, also nicht mehr Expertenwissen einer Elite sein. Dank der Informations- und Kommunikationstechnologie wird der Kenntnisstand über die öko-logische Dimension der Befriedigung des Grundbedürfnisses nach gutem Essen in bisher nie gekanntem Maße weltweit anwachsen. Die Kommunikation über ökologisch angemessene, lokale Lösungen bei Problemfällen im Umgang mit den elementaren Quellen zur Erzeugung von Lebensmitteln wird dank der vielfältigen Agrarinformationsnetzwerke auch entfernte Regionen auf diesem Globus erreichen können.

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Erscheinungstermin:
15.09.1999

Hardcover gebunden

258 Seiten

Reihe: Die Buchreihe zu den Themen der EXPO2000, Bd.7

EAN 9783593360393

€ 18,50

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