Avraham Burg
Hitler besiegen
Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss
Übersetzt von
Ulrike Bischoff
Avraham Burg spricht aus, was viele in Israel empfinden: Der jüdische Staat ist besessen vom Misstrauen – gegen sich selbst, seine Nachbarn und die Welt um sich herum. Der Holocaust wird als ultimatives Trauma vereinnahmt, um israelisches Unrecht zu legitimieren. Burg kritisiert sein Land als militaristisch, fremdenfeindlich und anfällig für Extremismus. So wird der Weg zu einem Frieden im Nahen Osten immer wieder verbaut. Trotz der großen Bedeutung des Erinnerns an die Opfer ist es Zeit, dass Israelis, Juden und die westliche Welt – allen voran Deutschland – das Trauma des Holocaust überwinden und Israel zu einem neuen Selbstverständnis findet, das auf Freiheit und Demokratie beruht.
» Dies ist ein wichtiges Buch, geschrieben von einem mutigen Mann.« Tony Judt, Autor von »Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart«
» Ein faszinierendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Jeder, der sich um Israels Zukunft sorgt, sollte es lesen.« John J. Mearsheimer, Koautor von »Die Israel-Lobby«
Der Autor wird für dieses Buch mit dem Literaturpreis Premio Napoli 2009 ausgezeichnet.
Autor
Avraham Burg
Avraham Burg wurde 1955 als Sohn eines deutschen Holocaust- Überlebenden in Jerusalem geboren. Sein Vater Josef Burg lebte in Dresden und Berlin, wo er die Ausreise deutscher Juden organisierte, bis er selbst 1939 floh.
Nach dem Militärdienst wurde Avraham Burg aktiv in der Friedensbewegung „Peace Now!“. Er war Berater von Schimon Peres, Vorsitzender der Jewish Agency und Sprecher der Knesset. In letzter Zeit hat er die Kernthesen des Zionismus öffentlich infrage gestellt und die Politik Israels scharf kritisiert. In »Hitler besiegen« unterstreicht Burg anhand seiner eigenen, sehr bewegenden Familiengeschichte seine außergewöhnliche und leidenschaftliche Vision eines universelleren und menschlicheren Judentums.
mehr zum Autor
Pressestimmen
01.12.2009, Kommune
Wem gehört der Holocaust?
"Ein fulminanter Text ... Ein solches Buch ... darf man ein Ereignis nennen."
10.10.2009, Neue Zürcher Zeitung
Im Mantel des Propheten
"Dieser ... stets packende Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ein epochales Ereignis. Artikuliert doch dieses Buch nicht mehr und nicht weniger als den inneren Zerfall des zionistischen Bewusstseins." Micha Brumlik
07.10.2009, Frankfurter Rundschau
Sich vom Holocaust lösen
"Eines der wichtigsten Bücher dieser Jahre."
21.09.2009, Der Tagesspiegel
Seele statt Muskeln
"Dieses Buch ist eine Bombe. Eine geistige Bombe, die das Selbstverständnis des jüdischen Staates und der israelischen Identität in der Luft zerfetzt. Radikal, gnadenlos und polemisch."
18.09.2009, Der Freitag
Starker Tobak
"Das Hannah Arendt gewidmete Buch ist Vieles in einem: eine Liebeserklärung an Burgs Land, eine Abrechnung mit dessen Politik und eine Mahnung an das Judentum, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren."
17.09.2009, Rheinischer Merkur
Das Unheil lähmt
"Mit viel Verve wehrt sich hier erstmals ein prominenter Nachgeborener gegen die langen Schatten von Auschwitz."
12.09.2009, Süddeutsche Zeitung
Ein Land im Schatten des Holocaust
"Avraham Burg ist der rhetorische Scharfrichter der israelischen Gegenwart."
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
weiterführende Links
Pressematerialien
Weitere Empfehlungen
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