Kenneth Adelman,
Norman Augustine
Folgt eurem Mut und stürmt!
Shakespeare für Manager
Übersetzt von
Ruth Niel,
Joe Swann
Über Management gibt es eigentlich nichts zu sagen, das nicht auch schon Shakespeare gewusst hätte. Von seinen dramatischen Helden
können heutige Manager noch eine Menge lernen in Sachen Führungsverhalten, Umgang mit Macht, Autorität und Verantwortung. In diesem Buch wird das auf faszinierende Weise deutlich: Mit Witz und Biss ziehen die Autoren aus den bekanntesten Stücken des berühmten Dramatikers Lehren für das Management. Ein unterhaltendes, lehrreiches und originelles Buch für Führungskräfte mit dramatischer Ader.
Kenneth Adelman unterrichtet englische Literatur mit Schwerpunkt Shakepeare an amerikanischen Universitäten. Norman Augustine ist Wirtschaftspraktiker und Buchautor.
Autor
Kenneth Adelman
mehr zum Autor
Norman Augustine
Norman R. Augustine war CEO, Vize-Vorsitzender und Vorsitzender der Lockheed Martin Corporation, bevor er den Aufsichtsratsvorsitz des Unternehmens übernahm. Er bekleidete in seiner Karriere zahlreiche hohe Posten in Wirtschaft und staatlicher Verwaltung. Von Who's Who in Amerika wurde er zu einem der 50 bedeutendsten Amerikaner gewählt.
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Pressestimmen
01.06.2001, Buchhändler heute
Chef-Coaching
"Ein köstliches Managerbuch in fünf Akten."
19.10.2000, Wirtschaftswoche
Weisheiten
"Diese Shakespeare-Fibel macht auf jeden Fall Spaß."
01.10.2000, Märkische Allgemeine
Shakespeare: Big Brother
"In diesem Buch liefert Shakespeare praktische Alltagstipps für moderne Betriebswirte."
Inhaltsverzeichnis
Prolog
Akt I.: Über Führung
Akt II.: Den Wandel meistern
Akt III. Ihr Auftritt im Wirtschaftsleben
Akt IV. Risikomanagement
Akt V. Krisenmanagement
Epilog
Anmerkungen
Literatur
Danksagung
Leseprobe
"Was gibt's Neues?" Diese Frage steht immer wieder am Anfang von Shakespeares Stücken. Manager sollten sich diese Frage ebenfalls jeden Morgen stellen.
Shakespeare verstand etwas von schnellen Veränderungen. In fast allen Dramen führt am Anfang irgendein kleines Ereignis - meistens unerwünscht und schwer aus der Welt zu schaffen - zu dramatischen Entwicklungen. Von diesem Ausgangspunkt aus führen die Umstände zu seltsamen Wendungen und Umwegen, aber in all diesen Veränderungen sind Shakespeares Protagonisten von der gleichen Ehrfurcht beseelt, die Miranda in Der Sturm in dem oben genannten Zitat in Worte fasst. Die meisten Figuren gewinnen an Einsicht und
Fähigkeiten. Sie sind lernfähig und passen sich so gut an, dass sie die Bühne als andere Menschen verlassen. Ein Beispiel dafür ist Prinz Harry im zweiten Teil von Heinrich IV., der klug bemerkt: "Denk' nicht, ich sei das Ding noch, das ich war".
Wir gehen bei Shakespeares Charakteren nie von festen Vorstellungen aus - und ganz besonders nicht bei Petruchio, die männliche Hauptfigur von Die Zähmung der Widerspenstigen. Er ist geistreich, optimistisch und phantasievoll und das macht ihn zu einer der
populärsten Figuren bei Shakespeare. Er eignet sich außerdem hervorragend als Vorbild für heutige Manager, die Dinge in Gang setzen, lenken und mit Veränderungen umgehen müssen.
Heutzutage zwingen sich ständig verändernde Märkte, Produkte und Probleme die Manager dazu, sich dem Wandel zu stellen und neu entstehende Situationen für die Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter so gut wie möglich in den Griff zu bekommen. Ihre Ziele sollten feststehen, ihre Mittel aber müssen flexibel bleiben.
Die Geschichte von Petruchio, sowohl Opfer als auch Initiator von dramatischen Veränderungen, bietet nützliche Ratschläge für
überforderte Manager, die sich fragen, wie sie jemals mit den vielen Veränderungen fertig werden sollen.
Prolog
Der extravagante und kreative Petruchio wird durch ein Ereignis, das er weder erwarten konnte noch sich wünschte, in eine neue Situation geworfen: Sein Vater stirbt. Er reagiert kühn und entschieden und ergreift die Gelegenheiten, die sich ihm bieten, beim Schopfe. Er setzt sich ein langfristiges Ziel, stellt sich dieser Herausforderung und verfolgt es konsequent, nachdem er das Für und Wider genau abgewogen hat. Er setzt seinen Plan äußerst gründlich und flexibel um.
Dabei geht es ihm wie vielen Managern; manche seiner Pläne lassen sich nicht verwirklichen. Petruchios erste Strategie schlägt fehl und muss durch einen Alternativplan ersetzt werden, dessen Durchführung allerdings viel schwieriger ist.
Dennoch läuft vieles so gut, dass sein Erfolg insgesamt beeindruckend ist. Er kommt nach Padua, um sein Glück zu machen, statt dessen macht er sich und andere glücklich. Er verändert das Leben einer unzufriedenen jungen Frau und ihren gesamten Hausstand vollkommen, denn er rüttelt an den Traditionen einer stagnierenden Gesellschaft. Am Ende hat Petruchio mehr gewonnen, als er sich jemals erträumt hatte.
Pressematerialien
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