Ihre Suchanfrage »Reihe:"Arbeit und Alltag"«

Wissenschaft

Das verschuldete Selbst

Narrativer Umgang mit Privatinsolvenz

von Silke Meyer.

Seit dem 1. 1. 1999 ist in Deutschland die Restschuldbefreiung von privaten Schulden gesetzlich möglich. Die Insolvenzordnung sieht hierfür ein pädagogisches Programm vor, mit dem sich die Überschuldeten als "redlich" (InsO §1) und somit der finanziellen Schuldbefreiung würdig erweisen. Was aber macht Redlichkeit im Kontext von Verschuldung aus? Die geforderten Haltungen zeigen eine neoliberale Prägung: Selbstaktivierung, Selbstauskunft, Eigenverantwortlichkeit. Anhand von narrationsanalytisch ausgewerteten Interviews mit Verschuldeten zeigt die Autorin, wie diese Anforderungen und damit die Schuld an den Schulden internalisiert werden. Mit der Untersuchung des Erzählens als diskursiv anschlussfähiger Akt der Selbstkonstitution leistet das Buch nicht zuletzt einen methodologischen Beitrag zur empirischen Subjektivierungsforschung.

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Wissenschaft

Pathways to Empathy

New Studies on Commodification, Emotional Labor, and Time Binds

von Gertraud Koch (Hg.), Stefanie Everke Buchanan (Hg.).

Dreißig Jahre nach Arlie Hochschilds einflussreicher Studie »The Managed Heart« über die Folgen der Kommodifizierung von Gefühlen für das Individuum ist die Ökonomisierung des vormals Privaten weiter vorangeschritten. Ausgehend von Hochschilds Konzepten beleuchtet der Band Ökonomisierungsprozesse in Schule und Bildung, Familie und Pflege, Dienstleistungsbereich und Management. Es wird sichtbar, dass sich neben Entfremdungstendenzen auch Kreativität sowie Widerständigkeiten im Umgang mit diesen entwickeln: Statt sich determinieren zu lassen, werden Spielräume ausgelotet und Autonomiegewinne organisiert.

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Wissenschaft

Leben in Kooperation

Genossenschaftlicher Alltag in der Mustersiedlung Freidorf bei Basel (1919-1969)

von Matthias Möller.

Nach 1919 ziehen 150 Familien aus der schweizerischen Genossenschaftsbewegung an den Stadtrand von Basel. In einer großzügig angelegten Siedlung arbeiten sie gemeinsam an einem dörflich-kooperativen Siedlungsexperiment jenseits von kapitalistischer Konkurrenzwirtschaft. Obwohl die Selbstorganisation des Freidorfs in Kriegszeit und Wirtschaftsaufschwung ohne äußere Eingriffe blieb, stand sie bald vor neuen, grundlegenden Herausforderungen.

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kartoniert

Wissenschaft

Weder sesshaft noch migrantisch

Ländliche Arbeitsmobilität im 19. Jahrhundert

von Katrin Lehnert.

Katrin Lehnert hinterfragt in ihrer Studie die Prämissen der Migrationsforschung. Sie zeigt, dass ländliche Migration im 19. Jahrhundert keine Ausnahme war. Am Beispiel der im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet lebenden Bevölkerung verdeutlicht sie, dass unterbäuerliche Schichten bei ihrer Berufsausübung im 19. Jahrhundert auf Mobilität angewiesen waren und dabei auch Staatsgrenzen überquerten. Dennoch existierte kein Begriff von »Migration«, wie wir ihn heute kennen. Das Buch erklärt, wie Arbeitsmobilität damals verhandelt wurde und welche Rolle administrative Kategorien dabei spielten.

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Das verschuldete Selbst

Erscheinungstermin 11.05.2017

Das verschuldete Selbst

Narrativer Umgang mit Privatinsolvenz

von Silke Meyer.

Seit dem 1. 1. 1999 ist in Deutschland die Restschuldbefreiung von privaten Schulden gesetzlich möglich. Die Insolvenzordnung sieht hierfür ein pädagogisches Programm vor, mit dem sich die Überschuldeten als "redlich" (InsO §1) und somit der finanziellen Schuldbefreiung würdig erweisen. Was aber macht Redlichkeit im Kontext von Verschuldung aus? Die geforderten Haltungen zeigen eine neoliberale Prägung: Selbstaktivierung, Selbstauskunft, Eigenverantwortlichkeit. Anhand von narrationsanalytisch ausgewerteten Interviews mit Verschuldeten zeigt die Autorin, wie diese Anforderungen und damit die Schuld an den Schulden internalisiert werden. Mit der Untersuchung des Erzählens als diskursiv anschlussfähiger Akt der Selbstkonstitution leistet das Buch nicht zuletzt einen methodologischen Beitrag zur empirischen Subjektivierungsforschung.

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Pressematerialien

Das verschuldete Selbst

Narrativer Umgang mit Privatinsolvenz

von Silke Meyer.

Seit dem 1. 1. 1999 ist in Deutschland die Restschuldbefreiung von privaten Schulden gesetzlich möglich. Die Insolvenzordnung sieht hierfür ein pädagogisches Programm vor, mit dem sich die Überschuldeten als "redlich" (InsO §1) und somit der finanziellen Schuldbefreiung würdig erweisen. Was aber macht Redlichkeit im Kontext von Verschuldung aus? Die geforderten Haltungen zeigen eine neoliberale Prägung: Selbstaktivierung, Selbstauskunft, Eigenverantwortlichkeit. Anhand von narrationsanalytisch ausgewerteten Interviews mit Verschuldeten zeigt die Autorin, wie diese Anforderungen und damit die Schuld an den Schulden internalisiert werden. Mit der Untersuchung des Erzählens als diskursiv anschlussfähiger Akt der Selbstkonstitution leistet das Buch nicht zuletzt einen methodologischen Beitrag zur empirischen Subjektivierungsforschung.

Pathways to Empathy

Erscheinungstermin 16.05.2013

Pathways to Empathy

New Studies on Commodification, Emotional Labor, and Time Binds

von Gertraud Koch (Hg.), Stefanie Everke Buchanan (Hg.).

Dreißig Jahre nach Arlie Hochschilds einflussreicher Studie »The Managed Heart« über die Folgen der Kommodifizierung von Gefühlen für das Individuum ist die Ökonomisierung des vormals Privaten weiter vorangeschritten. Ausgehend von Hochschilds Konzepten beleuchtet der Band Ökonomisierungsprozesse in Schule und Bildung, Familie und Pflege, Dienstleistungsbereich und Management. Es wird sichtbar, dass sich neben Entfremdungstendenzen auch Kreativität sowie Widerständigkeiten im Umgang mit diesen entwickeln: Statt sich determinieren zu lassen, werden Spielräume ausgelotet und Autonomiegewinne organisiert.

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Pathways to Empathy

New Studies on Commodification, Emotional Labor, and Time Binds

von Gertraud Koch (Hg.), Stefanie Everke Buchanan (Hg.).

Dreißig Jahre nach Arlie Hochschilds einflussreicher Studie »The Managed Heart« über die Folgen der Kommodifizierung von Gefühlen für das Individuum ist die Ökonomisierung des vormals Privaten weiter vorangeschritten. Ausgehend von Hochschilds Konzepten beleuchtet der Band Ökonomisierungsprozesse in Schule und Bildung, Familie und Pflege, Dienstleistungsbereich und Management. Es wird sichtbar, dass sich neben Entfremdungstendenzen auch Kreativität sowie Widerständigkeiten im Umgang mit diesen entwickeln: Statt sich determinieren zu lassen, werden Spielräume ausgelotet und Autonomiegewinne organisiert.

Leben in Kooperation

Erscheinungstermin 08.10.2015

Leben in Kooperation

Genossenschaftlicher Alltag in der Mustersiedlung Freidorf bei Basel (1919-1969)

von Matthias Möller.

Nach 1919 ziehen 150 Familien aus der schweizerischen Genossenschaftsbewegung an den Stadtrand von Basel. In einer großzügig angelegten Siedlung arbeiten sie gemeinsam an einem dörflich-kooperativen Siedlungsexperiment jenseits von kapitalistischer Konkurrenzwirtschaft. Obwohl die Selbstorganisation des Freidorfs in Kriegszeit und Wirtschaftsaufschwung ohne äußere Eingriffe blieb, stand sie bald vor neuen, grundlegenden Herausforderungen.

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Pressematerialien

Leben in Kooperation

Genossenschaftlicher Alltag in der Mustersiedlung Freidorf bei Basel (1919-1969)

von Matthias Möller.

Nach 1919 ziehen 150 Familien aus der schweizerischen Genossenschaftsbewegung an den Stadtrand von Basel. In einer großzügig angelegten Siedlung arbeiten sie gemeinsam an einem dörflich-kooperativen Siedlungsexperiment jenseits von kapitalistischer Konkurrenzwirtschaft. Obwohl die Selbstorganisation des Freidorfs in Kriegszeit und Wirtschaftsaufschwung ohne äußere Eingriffe blieb, stand sie bald vor neuen, grundlegenden Herausforderungen.

Weder sesshaft noch migrantisch

Erscheinungstermin 05.10.2017

Weder sesshaft noch migrantisch

Ländliche Arbeitsmobilität im 19. Jahrhundert

von Katrin Lehnert.

Katrin Lehnert hinterfragt in ihrer Studie die Prämissen der Migrationsforschung. Sie zeigt, dass ländliche Migration im 19. Jahrhundert keine Ausnahme war. Am Beispiel der im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet lebenden Bevölkerung verdeutlicht sie, dass unterbäuerliche Schichten bei ihrer Berufsausübung im 19. Jahrhundert auf Mobilität angewiesen waren und dabei auch Staatsgrenzen überquerten. Dennoch existierte kein Begriff von »Migration«, wie wir ihn heute kennen. Das Buch erklärt, wie Arbeitsmobilität damals verhandelt wurde und welche Rolle administrative Kategorien dabei spielten.

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Pressematerialien

Weder sesshaft noch migrantisch

Ländliche Arbeitsmobilität im 19. Jahrhundert

von Katrin Lehnert.

Katrin Lehnert hinterfragt in ihrer Studie die Prämissen der Migrationsforschung. Sie zeigt, dass ländliche Migration im 19. Jahrhundert keine Ausnahme war. Am Beispiel der im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet lebenden Bevölkerung verdeutlicht sie, dass unterbäuerliche Schichten bei ihrer Berufsausübung im 19. Jahrhundert auf Mobilität angewiesen waren und dabei auch Staatsgrenzen überquerten. Dennoch existierte kein Begriff von »Migration«, wie wir ihn heute kennen. Das Buch erklärt, wie Arbeitsmobilität damals verhandelt wurde und welche Rolle administrative Kategorien dabei spielten.