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Wissenschaft

Usurpation und Autorisierung

Konstituierende Gewalt im globalen Zeitalter

von Markus Patberg.

Der politische Raum jenseits des Staates ist in den vergangenen Jahrzehnten zum Schauplatz folgenreicher Prozesse der Verfassungsbildung geworden. Markus Patberg argumentiert, dass der globale Konstitutionalismus mit Problemen der Usurpation einhergeht. Diese können überhaupt erst erkannt und einer Lösung zugeführt werden, wenn man die Kategorie der verfassunggebenden Gewalt für die suprastaatliche Ebene neu entwickelt. Im Zentrum seiner Studie steht die Frage, wie ein legitimer Modus der Autorisierung konstitutioneller Normsetzung aussehen könnte.

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Wissenschaft

Religion und Sozialstaat

Die konfessionellen Grundlagen europäischer Wohlfahrtsstaatsregime

von Philip Manow.

In Westeuropa gibt es drei Typen von Wohlfahrtsstaaten: den nordisch universalen und generösen, den eher residualen und liberalen in den angelsächsischen Ländern und den fragmentierten Sozialversicherungsstaat in Kontinentaleuropa. Legt man die historischen Wurzeln die- ser Systeme frei, wird die Bedeutung konfessioneller Konfliktlinien für die sozialstaatliche Typenbildung offensichtlich. So lässt sich der tief greifende Konflikt zwischen Kirche und Staat nur in Kontinentaleuropa finden, nicht aber in Skandinavien. Diese Konflikte waren jedoch entscheidend für die Herausbildung der Parteisysteme Westeuropas und damit auch für die sozialstaatliche Politikentwicklung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute.

 

 

 

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Wissenschaft

Gebaute Gesellschaft

Architektur als Medium des Sozialen

von Heike Delitz.

Architektur gibt der Gesellschaft erst eine sicht- und greifbare Gestalt. Sie schafft also eher die soziale Realität, statt sie nur auszudrücken. Architektur ist zudem auch visionär und richtungsweisend für gesellschaftliche Entwicklungen. Heike Delitz entwickelt erstmals eine systematische soziologische Theorie der Architektur. In Fallstudien untersucht sie europaweit wegweisend gewordene Architekturen wie beispielsweise die des Bauhauses. Sie geht dabei der Frage nach, wie unsere Gesellschaft mit ihrer Architektur zu dem geworden ist, was sie ist.

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Wissenschaft

Unverdientes Vermögen

Soziologie des Erbrechts

von Jens Beckert.

Jedes Jahr wird in Deutschland Vermögen im Wert von über 150 Milliarden Euro vererbt. Wie aber lässt sich die private Vermögensvererbung mit dem Selbstverständnis der Leistungsgesellschaft vereinbaren? Darüber diskutieren seit über 200 Jahren Politiker, Philosophen, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen. Die Vermögensvererbung ist dabei nicht nur unter normativen Gesichtspunkten umstritten. Die Folgen "unverdienten Vermögens" für die Familie, für die Wirtschaft und für die Demokratie wurden ebenso kontrovers debattiert. Jens Beckert zeichnet die Auseinandersetzungen um das Erbrecht in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten nach, wobei in jedem der drei Länder andere Aspekte im Vordergrund stehen. In den USA sind es die Chancengleichheit und die Gefahr der Vermögenskonzentration für die Demokratie, in Deutschland der Zusammenhalt der Familie und soziale Gerechtigkeit, in Frankreich das Prinzip der Gleichheit und die Struktur von Familienbeziehungen. Diese erste umfassende soziologische Studie zum Erbrecht bietet für die aktuelle Diskussion um die Erbschaftssteuer einen erhellenden Hintergrund zum Verständnis der sehr unterschiedlichen Positionen.

Ausgezeichnet von der Neuen Juristischen Wochenschrift als »Juristisches Buch des Jahres».
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Wissenschaft

Normenkonflikte in pluralistischen Gesellschaften

von Susanne Schröter (Hg.).

Kulturelle Vielfalt zeichnet pluralistische Gesellschaften genauso aus wie unterschiedliche Lebensstile, sexuelle Orientierungen und Weltanschauungen. Auseinandersetzungen werden heute vor allem über Kopftücher, Heiratsalter und Karikaturen geführt, um Inklusion und Exklusion zu rechtfertigen. Dieser Band stellt jüngere Befunde zu Normenkonflikten in pluralistischen Gesellschaften vor und analysiert, wie neue Formen der Integration von Differenzen vorangetrieben werden können.

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Wissenschaft

Mehr Wert

Die Ökonomie des Einzigartigen

von Lucien Karpik.

Nach welchen Kriterien entscheidet der Konsument, welchen Film er sich im Kino anschaut, welche CD er kauft, welchen Wein er trinkt, zu welchem Arzt er geht? Lucien Karpik beantwortet diese Fragen mit einer neuen Theorie des Marktes, die über die neoklassische Wirtschaftstheorie hinausgeht. Im Mittelpunkt steht das Funktionieren von Produkten, denen ein Nimbus des Einzigartigen anhaftet – Kunstwerke, Luxus- und Kulturgüter, spezielle Expertisen. Nicht aufgrund des Gebrauchswerts fällt die Entscheidung, sondern aufgrund besonderer Eigenschaften, die das Produkt für den potenziellen Käufer ganz subjektiv reizvoll machen: Wer hat die Aufführung inszeniert oder wer hat sie empfohlen? Wie »authentisch« erscheint dieser besondere Wein? Dabei ist die vermutete Qualität des Produkts –

sein Versprechen – für die Kaufentscheidung wichtiger als der Preis. Erstmals gelingt es hier plausibel zu machen, wie die Sphären von Markt und Kultur zusammenhängen. Lucien Karpiks neue Wirtschaftstheorie gründet auf empirischen Studien und überzeugt durch ihre besondere Anschaulichkeit.

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Wissenschaft

Der Verlust politischer Gleichheit

Warum die sinkende Wahlbeteiligung der Demokratie schadet

von Armin Schäfer.

Bundestagswahlen, Landtagswahlen, Kommunalwahlen, Europawahlen – seit Jahren sinkt die Wahlbeteiligung in Deutschland. Doch was steht hinter diesem Trend und was bedeutet er für die Demokratie? Armin Schäfer beantwortet diese Frage umfassend und zeigt, dass wachsende soziale Ungleichheit zu einer Verringerung der Wahlbeteiligung führt: Sozial benachteiligte Gruppen bleiben in großer Zahl der Wahlurne fern. Die Unterschiede in der Wahlbeteiligung waren in der Geschichte der Bundesrepublik nie so groß wie heute. Aktuelle Reformmaßnahmen, die die Partizipationsmöglichkeiten ausweiten, verringern entgegen optimistischen Erwartungen die Beteiligungskluft nicht, sondern vergrößern sie sogar.

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Wissenschaft

Grenzen des Marktes

Die sozialen Grundlagen wirtschaftlicher Effizienz

von Jens Beckert.

Beckert identifiziert drei Handlungssituationen, in denen die wirtschaftswissenschaftliche Theorie individueller Nutzenmaximierung scheitert: Kooperation, Handeln unter der Bedingung von Ungewißheit und Innovation. Die Diskussion wirtschaftssoziologischer Konzeptionen stellt die handlungstheoretischen Grundlagen heraus, von denen aus man verstehen kann, unter welchen sozialen Voraussetzungen Akteure effiziente Ergebnisse erreichen. Damit wird auf die sozialstrukturelle und institutionelle Einbettung wirtschaftlichen Handelns als zentraler Grundlage von Marktwirtschaften verwiesen. Das Buch trägt zur Fundierung der Wirtschaftssoziologie bei und soll den Dialog zwischen Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre anregen.

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Wissenschaft

Chinas Kapitalismus

Entstehung, Verlauf, Paradoxien

von Tobias ten Brink.

Das chinesische Wirtschaftswachstum der letzten 30 Jahre stellt mittlerweile jeden anderen langen Aufschwung der neueren Geschichte in den Schatten. Wie konnte sich diese Entwicklung in einem Land vollziehen, in dem die uneingeschränkte Herrschaft der Kommunistischen Partei gilt? Tobias ten Brink untersucht die politische Ökonomie Chinas erstmals systematisch anhand von Erkenntnissen aus der vergleichenden und internationalen Kapitalismusforschung. Seine Analyse der Dynamiken dieses eigentümlichen Wirtschaftstyps zeigt zudem, dass der chinesische Kapitalismus eine paradoxale Entwicklung durchläuft, die den Aufstieg Chinas zur Weltmacht beeinträchtigen könnte.

»Die Arbeit von Tobias ten Brink kann als Meilenstein der Erschließung und Weiterentwicklung moderner Kapitalismustheorien gelten. Er gelangt damit an die Grenzen gegenwärtiger makrosoziologischer und institutionentheoretischer Forschung.«
Prof. Wolfgang Streeck, Universität zu Köln

»Tobias ten Brink hat einen herausragenden Beitrag vorgelegt, der verschiedene, bislang isolierte Stränge der Politischen Ökonomie einerseits und der Chinaforschung andererseits miteinander in Bezug setzt und in innovativer Weise weiter entwickelt. Zugleich löst er mit dieser bewundernswert kohärent ausbuchstabierten Synthese ein in der Chinaforschung vielfach artikuliertes Desiderat ein, nämlich, die ‚Nabelschau’ der Betrachtung Chinas als eines in jeder Hinsicht spezifischen Falls zu überwinden.«
Prof. Heike Holbig, Goethe-Universität Frankfurt am Main

»Die Arbeit von ten Brink beschäftigt sich mit den wohl interessantesten Fragestellungen der zeitgenössischen Kapitalismusforschung, nämlich der Charakterisierung des chinesischen Kapitalismus, der Erklärung seiner Entstehung und der Abschätzung seiner weiteren Entwicklung. Seine umfassende Analyse dürfte zum Standardwerk in der polit-ökonomischen Diskussion werden.«
Prof. Andreas Nölke, Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Wirtschaft & Gesellschaft

Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft

Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus

von Jeremy Rifkin.

Teilen ist das neue Besitzen

Der Kapitalismus geht zu Ende? Eine gewagte These! Doch wer könnte eine solch spannende Zukunftsvision mit Leben füllen? Jeremy Rifkin - Regierungsberater, Zukunftsvisionär und Bestsellerautor. Kurz: "einer der 150 einflussreichsten Intellektuellen der Welt" (National Journal). Rifkin ist überzeugt: Das Ende des Kapitalismus kommt nicht von heute auf morgen, aber dennoch unaufhaltsam. Die Zeichen dafür sind längst unübersehbar:

- Die Produktionskosten sinken.
- Wir leben in einer Share Economy, in der immer mehr das Teilen, Tauschen und Teilnehmen im Fokus steht.
- Das Zeitalter der intelligenten Gegenstände - das Internet der Dinge - ist gekommen.

Es fördert die Produktivität in einem Maße, dass die Grenzkosten vieler Güter und Dienstleistungen nahezu null sind, was sie praktisch kostenlos macht.
- Eine einst auf Knappheit gegründete Ökonomie macht immer mehr einer Ökonomie des Überflusses Platz.

Ein neues Buch für eine neue Zeit

Jeremy Rifkin fügt in seinem neuen Buch "Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus" die Koordinaten der neuen Zeit endlich zu einem erkennbaren Bild zusammen. Aus unserer industriell geprägten erwächst eine globale, gemeinschaftlich orientierte Gesellschaft. In ihr ist Teilen mehr wert als Besitzen, sind Bürger über nationale Grenzen hinweg politisch aktiv und steht das Streben nach Lebensqualität über dem nach Reichtum.

Die Befreiung vom Diktat des Eigentums hat begonnen und mit ihr eine neue Zeit.
- Wie wird dieser fundamentale Wandel unser Leben verändern?
- Wie wird der Wandel unsere Zukunft bestimmen?
- Was heißt das schon heute für unseren Alltag?

Kein anderer könnte die Zeichen der Zeit besser für uns deuten als der Zukunftsvisionär Rifkin in seinem neuen Buch.
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