Ingrid Ahrendt-Schulte
Zauberinnen in der Stadt Horn (1554-1603)
Magische Kultur und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit
Warum in den Hexenprozessen der Frühen Neuzeit mehrheitlich Frauen angeklagt wurden, gilt in der Hexenforschung als eine
zentrale, ungelöste Frage. Ingrid Ahrendt-Schulte entwickelt in
ihrer spannend und anschaulich geschriebenen Studie ein
Erklärungsmodell für den besonderen Frauenbezug der
Hexenverfolgung, das bei den Handlungen und Erfahrungen der
betroffenen Frauen ansetzt. Im Zentrum des Buches stehen
Fallgeschichten von Frauen, die in der lippischen Stadt Horn
gelebt haben und als Zauberinnen gerichtlich verfolgt wurden. Was
sie in Verruf brachte, eine Zauberin zu sein, welche Rolle
Zauberei in Konflikten spielte, die Praktiken des Gift- und
Schwellenzaubers, das Verhalten der Frauen vor Gericht sowie das
gesamte Umfeld der Stadtgeschichte sind Gegenstand der
Untersuchung.
