Marco Atlas

Die Femminielli von Neapel

Zur kulturellen Konstruktion von Transgender

Femminielli werden als Jungen geboren, nehmen später weibliche Namen an, kleiden sich und formen ihre Körper nach weiblichen Vorbildern. Sie bilden damit eine lokale Form von Transgender aus, die sich von derjenigen trans- und intersexueller Menschen unterscheidet. Marco Atlas ist dem Alltag von Femminielli in Neapel gefolgt: In seiner Studie untersucht er die hundertjährige lokale Geschichte sowie die heutigen Lebensverhältnisse dieser Gruppe, ihre Arbeit als Prostituierte, ihre familiären Beziehungen und ihre sozialen Funktionen. An ihrem Beispiel zeigt er, dass diese Geschlechtervariante auch Ergebnis kultureller Konstruktion und Zuschreibung ist, die von Bewunderung bis Abwehr reichen.

Marco Atlas
Marco Atlas, Dr. phil., ist Ethnologe und Anglist. Er arbeitet als Lehrer im Emsland.

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Als länger bleibender Gast erzählte ich den in der Pension 6smallrooms Arbeitenden, weshalb ich nach Neapel gereist war. Gegen Ende meines ersten Aufenthaltes fiel Dude, einem ehemaligen amerikanischen Mitarbeiter, ein, dass er "diese Frau" kenne, "die in einem Bordell arbeite und die eigentlich ein Typ wäre". Das Bordell befände sich in der Gasse des Spanischen Viertels, wo er seit längerem in einer Wohngemeinschaft lebe.

Cover, reprofähig

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Erscheinungstermin:
14.06.2010

kartoniert

212 Seiten

Reihe: Transkulturelle Studien, Bd.4

EAN 9783593392165

€ 27,90

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