Heide von Felden
Die Frauen und Rousseau
Die Rousseau-Rezeption zeitgenössischer Schriftstellerinnen in Deutschland
Jean-Jacques Rousseau wird in der aktuellen Frauenforschung häufig als »Frauenverächter« bezeichnet. Von vielen Frauen, die
sich zu seinen Lebzeiten mit seinen Schriften auseinandersetzten,
schlug ihm jedoch große Sympathie entgegen. Um sich diesem
»Widerspruch« zu nähern, untersucht Heide von Felden die Rousseau-
Rezeption von Schriftstellerinnen zwischen 1770 und 1830. Sie
beleuchtet die Implikationen aufklärerischen Denken im
Selbstverständnis der Frauen, die sie nicht als Opfe rigider
Rollenzuschreibungen, sondern als Mitwirkende an kulturellen
Diskursen versteht.
