Wohlfahrtsstaat und Mutterschaft

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Teresa Kulawik

Wohlfahrtsstaat und Mutterschaft

Schweden und Deutschland 1870-1912

Das Buch ist ein Meilenstein der geschlechterkritischen Wohlfahrtsstaatsforschung. Die Autorin rekonstruiert die Entstehung sozialpolitischer Regulierungen von Mutterschaft, wie sie als Arbeitsschutzbestimmungen sowie finanzielle Unterstützungen für Wöchnerinnen vor dem 1. Weltkrieg eingeführt wurden. Anknüpfend am historischen Institutionalismus und der Diskurstheorie wird ein analytisches Konzept entfaltet, das die zentrale Bedeutung von Geschlechterpolitik für das Hervorbringen unterschiedlicher Wohlfahrtsstaatstypen in Schweden und Deutschland nachweist. Diese frühen Geschlechterregime machen zudem deutlich, dass in beiden Ländern bereits in der Gründungsphase des Sozialstaates Weichenstellungen vorgenommen wurden, die bis heute nachwirken.

Teresa Kulawik

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Danksagung

Einführung: Mutterschaftspolitik in Schweden und Deutschland

Theoretische Konzepte vergleichender Wohlfahrtsstaatsanalyse
Von Determinanten zu Konfigurationen
Geschlecht als analytische Kategorie
Forschungsstrategie der Untersuchung

Staatsschutz statt Bürgerinnenrechte: die Entstehung des Frauenarbeitsschutzes in Deutschland
Die frühe Arbeiterbewegung: Schutz im Geiste der Brüderlichkeit
Bürgerliche Sozialreformbewegungen: zwischen Recht, Sitte und Natur
Exkurs; Staatsbildung, Bürgertum und Mannhaftigkeit
Die Gewerbeordnungsnovelle von 1878: Die >Maus des kreißenden Berges<
Neuer Kurs? - Die Durchsetzung der Vergeschlechtlichung des Arbeitsschutzes
Nachschrift: die Frauenbewegungen und der Arbeiterinnenschutz

Sittlichkeit und Rechte: Wöchnerinnenunterstützung und Krankenkassengesetzgebung in Deutschland
Voraussetzungen des Sozialversicherungsstaates in Deutschland
Ein untergeschobenes Kind: die Wöchnerinnenunterstützung in der Krankenversicherung

Universalismus ohne Mutterschaft: die Entstehung von Krankenversicherung und Arbeitsschutz in Schweden
Voraussetzungen der Wohlfahrtsstaatsgründung in Schweden
Das erste Krankenversicherungsgesetz von 1891: ein Iiberales Gesetz?
Gefahrenschutz statt Frauenschutz
Sittlichkeit, Öffentlichkeit und Frauenbewegung

Wochenhilfe oder Mutterschaftsversicherung? Radikale Visionen und die Macht der Institutionen in Deutschland
Die Anfänge der Debatte über eine Mutterschaftsversicherung
Eine Novelette: das Krankenversicherungsgesetz von 1903
Die Kampagne für eine Mutterschaftsversicherung
Die Reichsversicherungsordnung von 1911

Die Vergeschlechtlichung des Arbeitsschutzes in Schweden
Organisierung der sozialen Frage seit den neunziger Jahren
Domestizierte Staatsbürgerschaften
Negativer Mutterschutz
Der Kampf um das Nachtarbeitsverbot: das Recht der Frauen und das Recht der Gesellschaft

Mutterschaft und Solidarität: das Scheitern einer obligatorischen Mutterschaftsversicherung in Schweden
Die gesellschaftliche Reformdebatte
Die Frauenbewegungen: ein Recht auf Mutterschaft?
Unmögliche Solidaritäten: eine obligatorische Mutterschaftsversicherung für Arbeiterinnen
Das Ergebnis: ein fakultatives Provisorium

Zusammenfassung und Diskussion

Anmerkungen
Abkürzungen

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Erscheinungstermin:
27.10.1999

kartoniert

411 Seiten, Fadenheftung

Reihe: Politik der Geschlechterverhältnisse, Bd.13

EAN 9783593363530

€ 39,90

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