Michael Hartmann

Der Mythos von den Leistungseliten

Spitzenkarrieren und soziale Herkunft in Wirtschaft, Politik, Justiz und Wissenschaft

Geschlossene Gesellschaft! - Für Spitzenkarrieren in Deutschland ist die soziale Herkunft ausschlaggebend, nicht die individuelle Leistung. Die hier untersuchten Berufsverläufe von Ingenieuren, Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern zeigen, dass die Promotion noch lange nicht den Weg zu Top-Positionen in der Wirtschaft ebnet. Die größten Chancen haben Promovierte, die aus dem gehobenen oder dem Großbürgertum stammen. Die soziale Öffnung des deutschen Bildungswesens hat bislang nicht zur sozialen Öffnung der Eliten geführt.

Michael Hartmann ist Professor für Soziologie an der TH Darmstadt. Er publizierte bei Campus 1996 Topmanager - die Rekrutierung einer Elite.

Michael Hartmann
Michael Hartmann ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Bei Campus erschienen von ihm zuletzt »Der Mythos von den Leistungseliten« (2002) und »Elitesoziologie. Eine Einführung « (2004).
mehr zum Autor

18.10.2003, Die Welt
Karrierewelt
"Hartmanns Fazit: Die Wirtschaft in Deutschland wird nicht zwangsläufig von den Besten geführt, sondern vom Nachwuchs der ersten Kreise."

01.08.2003, Konkret
Buch des Monats
"Sofern Soziologen überhaupt noch wissen, wo oben und unten ist, richtet sich ihr Forscherblick meistens hinab zu den Mühseligen und Beladenen. Jetzt hat sich der Darmstädter Sozialwissenschaftler Michael Hartmann jedoch einmal dem unbekannten sozialen Wesen 'Establishment' zugewandt."

01.06.2003, Finanzen
Leistungseliten?
"Instruktiv und spannend!"

26.04.2003, Süddeutsche Zeitung
Dieser angenehme Stallgeruch
"Aufstieg nach Leistung? I wo. Hartmann sagt, auf den großbürgerlichen Habitus kommt es an."

01.11.2002, Audimax
Chefetage oder nicht: Die Herkunft macht's
"Führungspositionen in Deutschland û kein Terrain für Kinder aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien."

21.10.2002, Deutschlandfunk
Spitzenkarrieren und soziale Herkunft
"Das Ideal einer offenen Gesellschaft ist in Gefahr, endgültig zum schönen Schein zu verkommen. Hartmanns Buch ist deutliches Warnzeichen."

09.10.2002, Die Tageszeitung
Leistung lohnt nicht
"Hartmanns Studie legt eine unangenehme Konsequenz nahe: Die vermehrten Bildungschancen haben die sozialen Schranken der bürgerlichen Gesellschaft nicht durchlässiger gemacht."

01.10.2002, Die Zeit (Literatur)
Stallgeruch
"Karriere durch Leistung? Ein Mythos, sagt Michael Hartmann."

01.10.2002, Financial Times Deutschland
Geborene Manager
"Hartmanns Forschungsergebnisse werfen alles über den Haufen, was Bildungspolitiker in den vergangenen Jahrzehnten gepredigt haben."

31.08.2002, Süddeutsche Zeitung
Souveränität wird vererbt
"Die Studie erklärt, warum Top-Führungskräfte fast nie aus Arbeiterfamilien stammen."

1. Elitenrekrutierung und Bildungsauslese
1.1 Der Elitebegriff im zeitlichen Wandel
1.2 Elite und Leistung
1.3 Bildungsexpansion und Elitenrekrutierung
1.4 Promotion, soziale Herkunft und Elitenzugehörigkeit
1.5 Forschungsdesign und -methode

2. Die soziale Zusammensetzung der Promovierten
2.1 Die Bildungsexpansion im schulischen Bereich
2.2 Die soziale Zusammensetzung der Studierenden im
Zeitvergleich
2.3 Promotion und soziale Herkunft
2.3.1 Studienabschlüsse und Promotionen
2.3.2 Soziale Öffnung oder soziale Schließung - Veränderungen
in der sozialen Zusammensetzung der Promovierten?
2.3.3 Studienverhalten und soziale Herkunft

3. Karrieren in der Wirtschaft und soziale Herkunft
3.1 Die Besetzung hoher Führungspositionen in den
Großunternehmen der deutschen Wirtschaft
3.2 Karrieren in den Spitzenunternehmen der deutschen Wirtschaft
3.3 Karrieren in öffentlich-rechtlichen Unternehmen
und in Verbänden

4. Die Bedeutung der sozialen Herkunft für Karrieren
in Politik, Justiz und Hochschule
4.1 Karrieren in der Politik
4.2 Der Zugang zur höheren Justiz
4.3 Der Weg zur Professur

5. Leistung oder Habitus?
Voraussetzungen für den Zugang zu Elitepositionen
in Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz und Politik
5.1 Promotion, Habitus und Karrieren in der Wirtschaft
5.2 Die Aufstiegsbedingungen in Wissenschaft, Justiz und Politik
5.2.1 Die Berufung zum Professor
5.2.2 Der Weg in die höhere Justiz
5.2.3 Karrieren im politischen Sektor
5.3 Karrierechancen und Wahlmöglichkeiten

6. Der Mythos von der Leistungsgesellschaft und die
realen gesellschaftlichen Machtverhältnisse
6.1 Bildungssysteme und Elitenbildung im
internationalen Vergleich
6.1.1 Enarques und Etonians - Die Absolventen der französischen
und britischen Elitebildungsinstitutionen in den Spitzen
von Wirtschaft, Politik und Verwaltung
6.1.2 Elitebildungsstätten und die soziale Schließung der Eliten
6.2 Individualisierung, funktionale Differenzierung
oder Klassengesellschaft
6.3 Macht, herrschende Klasse und "Leistungsgerechtigkeit"

Literatur

Cover, reprofähig

Autorenfoto, reprofähig

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Erscheinungstermin:
19.08.2002

kartoniert

208 Seiten

EAN 9783593371511

€ 19,90

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