Armut in der Bundesrepublik

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Walter Krämer, Sonja Berghoff, Christian Kleiber, Thorsten Ziebach

Armut in der Bundesrepublik

Zur Theorie und Praxis eines überforderten Begriffs

Walter Krämer beleuchtet den theoretischen und praktischen Umgang mit dem Begriff der "Armut" in Deutschland. Er stößt dabei auf Widersprüche und auf eine seiner Einschätzung nach willkürliche Verwendung des Begriffs. Er beleuchtet, was Armut in unserem Land bedeutet und liefert Fakten und Zahlen, die den vagen Begriff mit Inhalt füllen. Für Krämer ist Armut messbar und erfassbar, aber gleichzeitig auch eine Waffe im politischen Tagesgeschäft.

Walter Krämer
Walter Krämer ist Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Technischen Universität Dortmund.

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Sonja Berghoff

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Christian Kleiber

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Thorsten Ziebach

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Vorwort

1. Chronik der deutschen Armut ab 1945
Armut in den ersten Nachkriegsjahren
Armut in der Zeit des Wirtschaftswunders
Die "Neue Soziale Frage"
Armut in der DDR
Suppe genug, aber Seele kaputt - das Gesicht der Armut heutzutage

2. Wer ist arm? Die Festlegung der Armutsgrenze
Armut als mehrdimensionaler Begriff
Relative versus absolute Armut
Statistisch-ökonometrische Bestimmungen der Armutsgrenze

3. Wie groß ist die Armut? Die Aggregation von individueller Armut zu einem globalen Armutsindikator
Armutsmaße und Armutsordnungen
Die Unzulänglichkeit der Armutsquote und die Maße von Watts und Sen
Der axiomatische Ansatz der Armutsmessung
Armutsordnungen

4. Armut als soziale Behinderung
Ein Kompromissvorschlag von Sen
Die deutsche Sozialhilfe im Licht der Sen'schen Theorie

5. Die Problematik des Einkommens als Basisgröße
Einkommen versus Vermögen als Indikator für die Armut
Probleme der Definition und statistischen Erfassung von Individual- und Volkseinkommen
Verdeckte Einkommen aus Schattenwirtschaft
Verdeckte Einkommen aus Staatstransfers

6. Armut: Chronisch oder transitorisch
Die Bedeutung der Referenzperiode
Statische versus dynamische Armutsmessung
Dynamik versus Risiko

7. Die Problematik der Bedarfsgemeinschaft
Familien- , Haushalts- oder Individualeinkommen
Die Problematik von Äquivalenzskalen
Ungleichheit innerhalb von Haushalten

8. Ausgaben statt Einnahmen als Armutsindikator
Direkte versus indirekte Armutsmessung
Der Konsum als Indikator für die Armut
Der Lebenslagenansatz

9. Probleme der Datenerhebung
Stichproben versus Totalerhebungen
Falschangaben der Befragten
Ausgewählte deutsche Armutsstudien im Licht der Wissenschaft

10. Ausblick und Fazit

Exkurs: Armut als politischer Kampfbegriff

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Erscheinungstermin:
10.05.2000

kartoniert

135 Seiten

EAN 9783593364902

€ 21,50

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