Gaia di Luzio
Verwaltungsreform und Reorganisation der Geschlechterbeziehungen
Gaia di Luzio untersucht Geschlechterbeziehungen im öffentlichen Dienst in ihren Entstehungszusammenhängen und ihrem Wandel. Sie zeigt, wie in den 80er und 90er Jahren ein neues Verständnis von Gleichberechtigung begründet und umgesetzt wird. Die Analyse der Auswirkungen der Verwaltungsreform auf Geschlechterbeziehungen macht einen beruflichen Wandel deutlich und zeigt die Grenzen von Frauenförderung auf.
Gala di Luzio, Dr. rer. pol., ist Assistentin am Soziologischen Seminar der Universität Göttingen.
Autor
Gaia di Luzio
Gaia di Luzio, Dr. rer. pol., ist Assistentin am Soziologischen Seminar der Universität Göttingen.
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Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
TEIL I
ABGRENZUNG VOM MARKT UND GESCHLECHTERDIFFERENZIE-RUNG
2.Berufsbeamtentum und öffentlicher Dienst als Profession
2.1 Der Begriff der Profession
2.2 Staatlich betriebene Professionalisierung und Abgrenzung
vom Markt
2.2.1 Verschränkung von öffentlichem Dienst und
staatlichem Bildungssystem
2.2.2 Öffentlichkeit und Nichtmarktlichkeit
2.2.2.1Das Bildungsideal .
2.2.2.2Arbeitsbeziehung und Dienstideale .
Zusammenfassung .
3.Berufsbeamtentum, Staatsdienst und die moderne
Geschlechterordnung
3.1Die Exklusivität der Semantik des öffentlichen Dienstes
und der Staatsbezogenheit des Berufs
3.2Staat und Familie
3.3Voraussetzungen für Staatsbürgerschaft und Staatsdienst
3.4Zusammenfassung
4.Karrieresystem und das Modell des männlichen Familienernährers
4.1Institutionalisierung der Berufsform des Beamten und
Geschlechterdifferenzierung
4.2 Das Karrieremodell im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik
4.3 Strukturmuster der familialen Arbeitsteilung nach Geschlecht und Segregations-muster im öffentlichen Dienst in den achtziger und neunziger Jahren
4.3.1 Segregationsmuster im öffentlichen Dienst
4.3.2 Gesellschaftlicher Kontext: Erwerbstätigkeit und familiale Arbeitstei-lung nach Geschlecht
4.4 Zusammenfassung100
TEIL II
Das neue Gleichberechtigungsparadigma
5.Die verfassungsrechtliche Diskussion
5.1 Der Einbezug der "sozialen Wirklichkeit" in das Gleichberechtigungs-verständnis
5.1.1Erstes Modell: Antagonismus von struktureller und individueller Dis-kriminierung
5.1.2 Zweites Modell: Übergreifendes Gleichberechtigungsprinzip zur Beseitigung systematischer Diskriminierung
5.2 Die Verfassungsänderung
5.3 Zusammenfassung
6.Die Konzipierung von Frauenförderung für den öffentlichen Dienst
6.1 Das Erklärungsmoment systematischer Diskriminierung als Grundla-ge einer neuen Definition von Chancengleichheit
6.2 Die Aufgabe des Begriffs systematischer Diskriminierung und die Statuierung des "Härtefalls"
6.3Grenzen der Chancengleichheit
6.4Das inhaltsleere Konstrukt des "Härtefalls"
6.5 Verengung der Legitimationsgrundlage auf Antidiskriminierung und das Paradox des Ausnahmefalls ohne Eigenschaften
6.6 Zusammenfassung
TEIL III
DIE ÖKONOMISIERUNG DES ÖFFENTLICHEN DIENSTES UND IHRE FOLGEN FÜR DIE GLEICHBERECHTIGUNG
7. Rekonzeptualisierung des öffentlichen Dienstes
7.1 Die Reformbewegung: Grenzen, ideelle Provenienz, Konzepte
Neudefinition des öffentlichen Dienstes, das Reformmodell und seine Auswirkungen auf Geschlechterbeziehungen Unterscheidung zwischen "hoheitlichem Kern" und "öffentlichem Sektor"
7.2 Das Programm der Leistungsökonomie
7.3 Zusammenfassung
8. Die Realisierung der Reformpläne und ihre Auswirkungen auf Ge-schlechterbeziehungen im öffentlichen Dienst
8.1 Stand der Reform in Bund und Ländern
8.1.1Bund
8.1.2Länder
8.2 Wandel der Geschlechterbeziehungen durch die Verwaltungsreform
8.3 Zusammenfassung
9.Kompatibilität von Frauenförderung und Reformmodell
9.1 Das Verhältnis von Reformkonzepten undFrauenförderung zum Leis-tungsprinzip
9.2 Individuumszentrierung versus Gruppenbezug
9.3 Zusammenfassung
10. Schluß
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