Patrick Wöhrle

Metamorphosen des Mängelwesens

Zu Werk und Wirkung Arnold Gehlens

Die jüngsten Arbeiten zur wieder verstärkt rezipierten philosophischen Anthropologie haben deren umstrittensten Vertreter, den Philosophen und Soziologen Arnold Gehlen, meist stiefmütterlich behandelt. Auch Untersuchungen zum Einfluss politisch belasteter Autoren auf das intellektuelle Leben der Nachkriegszeit mieden ihn weitgehend. Diese Arbeit schließt eine doppelte Lücke, indem sie - vor allem mit Blick auf überraschend aktuelle handlungstheoretische Einsichten - die analytische Kraft seiner beiden Hauptwerke "Der Mensch" und "Urmensch und Spätkultur" rekonstruiert, ohne deren ideologische Dimensionen zu verschweigen. Daran anschließend wird erstmals die enorme, aber oft verdeckte Wirkung nachgezeichnet, die das so kontroverse Denken Gehlens auf bedeutende Sozialwissenschaftler nach 1945 hatte, unter anderem auf Jürgen Habermas und Niklas Luhmann.

Patrick Wöhrle
Patrick Wöhrle, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Weber-Kolleg in Erfurt und lehrt Soziologie an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.
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15.03.2010, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bedürftig
"Die enorme, aber häufig verdeckte Wirkung, die Gehlen auf Sozialwissenschaftler nach 1945 hatte, wird höchst ertragreich am Beispiel von Jürgen Habermas und Niklas Luhmann untersucht."

Cover, reprofähig

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Erscheinungstermin:
08.03.2010

kartoniert

459 Seiten

Reihe: Theorie und Gesellschaft, Bd.71

EAN 9783593391960

€ 39,90

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