Campus Historische Studien

Herausgegeben von Monika Dommann, Rebekka Habermas, Stefan Rebenich, Frank Rexroth, Malte Thießen, Xenia von Tippelskirch und Michael Wildt

 

Die Reihe »Campus Historische Studien«, 1990 durch Heinz-Gerhard Haupt, Ludolf Kuchenbuch, Jochen Martin und Heide Wunder begründet, ist ein Forum für innovative Arbeiten herausragender wissenschaftlicher Qualität aus allen Bereiche der europäischen und außereuropäischen Geschichte. Die Reihe möchte Denkanstöße geben, Diskussionen anregen und neuere Entwicklungen in der Geschichtswissenschaft präsentieren – jenseits von Schulenbildung und über epochenspezifische, nationale und kontinentale Grenzen hinweg

Produkte in dieser Reihe

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Wissenschaft

Der Stoff der Gaben

Kultur und Politik des Schenkens und Tauschens im archaischen Griechenland

von Beate Wagner-Hasel.

Antike Mythologie und historische Überlieferung sind reich an Beispielen zur Wirksamkeit von Gaben. Anhand der Erzählung des frühgriechischen Epos und der Mythen um den Dreifußraub des Herakles fragt die Autorin nach der stofflichen Gestalt der Gaben. In Abgrenzung von Marcel Mauss' berühmtem "Essai sur le don" (1925) zeigt sie, dass das Konzept des Gabentauschs als Gegenbild zum egoistisch verstandenen Tausch konzipiert wurde. So wird ein Bild von den Kommunikationsnetzen der frühen Griechen entfaltet, das neue Einsichten in die Struktur von Herrschaft und Austausch, Ökonomie und religiöser Praxis eröffnet.

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Wissenschaft

Heirat, Hetärentum und Konkubinat im klassischen Athen

von Elke Hartmann.

Ehe, Hetärentum und Konkubinat - im Stadtstaat Athen gab es unterschiedliche Formen der Partnerschaft zwischen Mann und Frau, die alle sozialen Normen und gesetzlichen Regelungen unterlagen. Anhand literarischer und bildlicher Quellen beleuchtet Hartmann das Spannungsfeld von idealem Anspruch und gelebter Wirklichkeit der Paarbeziehungen und gewährt Einblicke in das Alltagsleben der Antike.

 

Elke Hartmann, Dr. phil., studierte Geschichte und Klassische Archäologie in Berlin. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.

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Wissenschaft

Der Körper der Königin

Geschlecht und Herrschaft in der höfischen Welt seit 1500

von Regina Schulte (Hg.).

Zwei Körper hatte der König in Mittelalter und früher Neuzeit, einen politischen und einen natürlichen. Welche Gestalten aber nimmt der königliche Körper an, wenn eine Frau den Thron besteigt, wie Elisabeth I. von England oder Kaiserin Maria Theresia von Österreich? Repräsentationen königlicher Bräute bis hin zu Lady Diana, Klagen um die tote Fürstin, königliche Mutterschaft zwischen Politik und körperlicher Erfahrung - die hier untersuchten Selbstzeugnisse und Darstellungen königlicher Frauen bringen viele Körper der Königin ans Licht.

 

Regina Schulte ist Professorin für Neuere Geschichte an der Ruhr- Universität Bochum und seit Herbst 1998 Professorin am Europäischen Hochschulinstitut, Florenz.

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Wissenschaft

Den Feind beschreiben

»Türkengefahr« und europäisches Wissen über das Osmanische Reich 1450-1600

von Almut Höfert.

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453 galten die "Türken" in Europa als Erzfeinde der Christenheit. Unter diesem Vorzeichen entstanden zahlreiche Reiseberichte über das Osmanische Reich, die ein umfangreiches ethnographisches Wissenskorpus bilden. Almut Höfert erschließt dieses Wissen in einer Analyse, die den Kontext der politischen Beziehungen zwischen Europäern und Osmanen einbezieht. Sie verfolgt die Entstehung des vormodernen Religionsbegriffes und analysiert damit zugleich eine der

Schlüsselepochen für die Entwicklung des europäischen Islambilds.

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Wissenschaft

Monster oder Laune der Natur

Medizin und die Lehre von den Missbildungen 1780-1914

von Urs Zürcher.

Monströse Körper galten lange als Fragmente einer außernatürlichen Welt. Ausgestellt in Kuriositätenkabinetten und auf Jahrmärkten, erinnerten sie an allerlei Wunderliches und zuweilen Bedrohliches. Im 18. Jahrhundert begann die Medizin sich für diese Körper zu interessieren. Zugleich mit der pathologischen Anatomie formierte sich die Lehre von den Missbildungen: die Teratologie. Missbildungen gehörten nun zum wissenschaftlichen Alltag und wurden im Rahmen der aufgeklärten Naturwissenschaften erforscht. Urs Zürcher schildert nicht nur die Geschichte dieser Lehre, er bezieht auch die Ärzte selber ein, auf die die "Welt des Monströsen" eine seltsame Faszination ausübte. Bis heute zeigen sich hier die Grenzen der Medizin, wie zuletzt im Fall der Zwillinge Ladan und Laleh Bijani, die ihre ersehnte operative Trennung nicht überlebten.

 

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Wissenschaft

Welt-Räume

Geschichte, Geographie und Globalisierung seit 1900

von Iris Schröder (Hg.), Sabine Höhler (Hg.).

Globalisierung ist kein Gegenwartsphänomen. Die "ganze Welt" hatte bereits um 1900 Konjunktur, als Weltreisen und Weltverkehr den Globus zugänglich und erfahrbar werden ließen. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts als eine Geschichte räumlicher Wahrnehmung und geographischen Wissens schreiben. Die Herausgeberinnen bieten zunächst einen umfassenden Überblick über unterschiedliche Ansätze einer Geschichte des Raums und der "Globalität ". Die Autorinnen und Autoren zeigen dann an Beispielen, wie die Erde vermessen, erfasst und organisiert wurde; sie tragen damit zu einem historisch fundierten Verständnis gegenwärtiger Weltordnungen bei.

 

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Auf der Suche nach dem Täter

Die öffentliche Dramatisierung von Verbrechen im Berlin des Kaiserreichs

von Philipp Müller.

Berlin im Kaiserreich galt als brodelnde Metropole, Hort der Kriminalität und Hochburg der Presse. Neue, für die »einfachen Leute« erstmals erschwingliche Tageszeitungen wie die Berliner Morgenpost mussten jeden Tag aufs Neue mit spektakulären Nachrichten aufwarten. Polizei und Justiz wiederum waren an einer breiten öffentlichen Darstellung ihrer Angelegenheiten interessiert. Ein intensiver Austausch von Presse und Strafverfolgungsorganen – quasi als Vorläufer von »Aktenzeichen XY ungelöst« – bezog die Bevölkerung aktiv in die Aufklärung und Bekämpfung von Verbrechen ein. In einem mikrohistorischen Vergleich zweier berühmter Fälle, dem des Raubmörders Hennig und dem des »Hauptmanns von Köpenick«, zeigt Philipp Müller, wie in den Sensationen neue Formen öffentlicher Auseinandersetzung entstanden. Die Vielen wirkten auf höchst eigensinnige Weise an den Sensationen mit, sodass ihre eigene soziale Bedeutung – wenn auch nur für einen Moment – über das ihnen beschiedene alltägliche Maß hinauswuchs.

Ausgezeichnet von H-Soz-u-Kult als "Das Historische Buch 2006" in der Kategorie Publikumspreis..
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Willy Brandt und die »Vierte Gewalt«

Politik und Massenmedien in den 50er bis 70er Jahren

von Daniela Münkel.

Nicht zuletzt dank der medienwirksamen Auftritte von Bundeskanzler Schröder wird das Verhältnis von Politik und Massenmedien derzeit viel diskutiert. Zentral ist dabei die Frage nach der »Macht der Medien« und der »Medialisierung der Politik«. Daniela Münkel zeigt, dass sich das Verhältnis von Politik und Massenmedien bereits in den ersten Nachkriegsjahrzehnten bedeutend verändert hat. Sie schildert die Abhängigkeiten und vielschichtigen Beziehungsgeflechte zwischen Politikern, Journalisten und Verlegern seit den 50er Jahren. Im Mittelpunkt ihrer Studie steht Willy Brandt – der erste »moderne Medienkanzler« in der Geschichte der Bundesrepublik. Er praktizierte in neuartiger Weise eine großzügige Informationspolitik, eine an der Wirkungsweise der Medien ausgerichtete Politikdarstellung sowie die mediale Inszenierung der eigenen Person. Sein »Kniefall von Warschau«, ein Bild, das aus dem visuellen Repertoire der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenken ist, ist das eindringliche Symbol dieser neuen Symbiose zwischen Politik und Medien.

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Wissenschaft

Terrorismus in der Bundesrepublik

Medien, Staat und Subkulturen in den 1970er Jahren

von Klaus Weinhauer (Hg.), Jörg Requate (Hg.), Heinz-Gerhard Haupt (Hg.).

Die Kontroverse um die RAF-Ausstellung in Berlin 2005 zeigt, dass die Wunden, die der Terrorismus der 1970er Jahre in unserer Gesellschaft hinterlassen hat, bis heute nicht verheilt sind. Noch ist es zu früh, um schon von einer Historisierung zu sprechen. Die meisten Auseinandersetzungen mit dem Thema sind individueller und biographischer Art. In diesem Band wird der bundesdeutsche Linksterrorismus erstmals aus sozialund kulturhistorischer Perspektive analysiert. Untersucht werden die Subkulturen und Milieus, aus denen der Terrorismus entstanden ist, die staatlichen und institutionellen Reaktionen sowie die öffentliche Beschäftigung mit dem Phänomen. Deutlich wird dabei die zentrale Rolle der Medien, wenn es um die gesellschaftliche Bewertung des Terrorismus und seiner Akteure geht.

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Wissenschaft

Mordlust

Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert

von Kerstin Brückweh.

Serienmörder faszinieren. In Film, Fernsehen und Kriminalliteratur morden sie fast täglich, aber kriminalstatistisch sind sie nahezu bedeutungslos. Kerstin Brückweh untersucht vier Fälle von Serienmorden (Haarmann, Seefeld, Hagedorn, Bartsch) aus der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik. Sie zeigt, wie Nachbarn und Kollegen, Polizisten, Gutachter und Richter, Journalisten und Zeitungsleser die Täter wahrnahmen und beurteilten. Besonders auf sexuell motivierte Kindermörder entluden sich Abscheu und Hass, während zugleich in den Medien Voyeurismus und Gewaltfantasien aktiviert wurden.

 

Ausgezeichnet von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen mit dem Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2009.

 

 

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