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Wissenschaft

Unruhig bleiben

Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän

von Donna J. Haraway.

Was kommt nach dem Menschen?

In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Cyborgs, Primaten, Hunden und Tauben. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Mensch und Tier verschwimmt. In ihrem neuen großen Buch ruft die feministische Theoretikerin das Zeitalter des Chthuluzän aus, das eben nicht - wie im Anthropozän - den Menschen ins Zentrum des Denkens und der Geschichte stellt, sondern das Leben anderer Arten und Kreaturen, seien es Oktopusse, Korallen oder Spinnen. Und nicht nur das: Es sollen neue Beziehungen entstehen, quer zu Vorstellungen biologischer Verwandtschaft. Im Zuge dessen setzt sich Haraway auch mit dem Klimawandel auseinander. Einmal mehr erweist sie sich als eine originelle und radikale Denkerin der Gegenwart.

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Wissenschaft

Die Vergiftung der Erde

Metaphern und Symbole agrarpolitischer Diskurse seit Beginn der Industrialisierung

von Jan Grossarth.

Klingende Worte beschreiben die Zerstörung der Natur. Die Rede ist von Pestiziden, die Mensch und Tier vergiften, vom gestörten ökologischen Gleichgewicht, von erschöpften Böden. Die ökologische Krisenpublizistik hat Metaphern hervorgebracht wie Ackergift und Mutter Erde, Waldsterben und chemischer Tod, Giftwelle und Krieg gegen die Natur. Die Vergiftung der Erde ist nicht bloß ein toxikologischer Befund, sondern eine kulturelle Leitmetapher in ökologischen Diskursen. Was ist deren naturwissenschaftlicher Kern? Gründen diese politischen Metaphern gar in jahrhundertealten antijüdischen Stigmawörtern wie der Brunnenvergiftung? In einer faszinierenden Studie verbindet der Autor Aspekte der agrarischen Industrialisierung mit der Geschichte der politischen und religiösen Giftmetapher, der Naturwissenschaft vom Gift und der Geistesgeschichte organischer Erdmetaphern.

»Die Agrarchemie ist für moderne Landbewirtschaftung konstitutiv, was Jan Grossarth in seinem eindrucksvollen Buch als Ausgangspunkt für seine Diskurse zu Gift und Vergiftung nimmt. Er wirft einen frischen Blick auf die Ideengeschichte von Gift als Metapher und Symbol und bedient sich einer klaren, den Leser packenden Sprache. Er schlägt einen Bogen von der „jüdischen Brunnenvergiftung“ (als Ursache der Pest), der „Verseuchung des Deutschen Blutes“ bis hin zu den sozialen Bewegungen seit den 1960er Jahren, die sich gegen die Vergiftung der Erde und für den Erhalt natürlicher Vielfalt engagieren. Der Sponti-Spruch zu Zeiten des Vietnamkriegs „Ob Krieg, ob Friede, nimm Pestizide“ nahm Bezug auf Monsanto-Herbizide, die in Vietnam durch das tödliche Agent Orange/Dioxin vertreten waren (nicht zu verwechseln mit dem vergleichsweise harmlosen Monsanto-Herbizid Roundup). In seiner Kulturgeschichte des Giftes rezipiert Jan Grossarth esoterische (Gaia, Tiefenökologie), religiöse und linke wie rechte politische Strömungen, aber auch die naturwissenschaftliche Faktenlage. Sein überaus interessantes Buch vermittelt eine fundierte Vorstellung, vor welchem historischen Hintergrund in den letzten Jahrzehnten die chemische Orientierung der Landwirtschaft mit der historisch gewachsenen Artenvielfalt sowie sozialen und politischen Strömungen in Kollision geriet.«
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Agrarökologe an der Universität Göttingen
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Wissenschaft

Kulturen der Sorge

Wie unsere Gesellschaft ein Leben mit Demenz ermöglichen kann

von Harm-Peer Zimmermann (Hg.).

Mediale Darstellungen und öffentliche Debatten setzen Demenz meist mit Verlust der Persönlichkeit gleich. Dieser Band zeigt das Gegenteil: Menschen mit Demenz sind selbstverantwortlich handelnde Persönlichkeiten, und sie haben eine Stimme, die gehört werden sollte. Was berichten sie über ihre Erfahrungen und Gefühle? Wie deuten, gestalten und organisieren sie ihren Alltag? Aber auch: Wie reagiert das Umfeld? Welche Netzwerke der Selbsthilfe und Sorge bilden sich infolge einer Demenzdiagnose? Die Beiträger plädieren für eine kulturwissenschaftliche Demenzforschung und erkunden Dimensionen von Demenz mit der Absicht, Lebenslagen von Betroffenen, ihren Angehörigen und ihrer Umgebung zu verbessern.

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Wissenschaft

Vertikales Bauen in Europa

Eine soziologische Analyse

von Andrea Glauser.

In den letzten zwei Jahrzehnten sind weltweit so viele Hochhäuser gebaut worden wie nie zuvor. Auch in Europa, wo lange Zeit vor allem Kirchtürme und Schornsteine vertikale Akzente setzten, prägen sie vermehrt das Gesicht der Städte. Die neuere monumentale Architektur ist mit vielfältigen Versprechen, Begehrlichkeiten und Befürchtungen verknüpft. Am Beispiel von Paris, London und Wien diskutiert diese Studie, welche Vorstellungen von Urbanität dabei im Spiel sind. Sie verortet das vertikale Bauen im Spannungsfeld von globalisierten Vergleichshorizonten einerseits und städtischem Eigensinn andererseits.

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Wissenschaft

Kinder - oder nicht?

Geburten in Deutschland im Spannungsfeld unsicherer Partnerschaften und prekärer Beschäftigung

von Annina T. Hering.

Niedrige Geburtenraten, unsichere Partnerschaften und prekäre Beschäftigung - mit diesen Entwicklungen sieht sich Deutschland seit den 1970er-Jahren konfrontiert. Doch welchen Einfluss haben Unsicherheiten in der Partnerschaft und im Erwerbsleben auf die Geburt des ersten und zweiten Kindes? Diese Studie zeigt zwei notwendige sozialpolitische Konsequenzen auf, um der negativen Geburtenentwicklung entgegenzuwirken: die rechtliche Gleichstellung von Ehe und nichtehelicher Lebensgemeinschaft und mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt.

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Wissenschaft

Natur gegen Kapital

Marx' Ökologie in seiner unvollendeten Kritik des Kapitalismus

von Kohei Saito.

Marx’ Ökologie – dieser Ausdruck klingt wie ein Oxymoron. Hat Marx nicht die absolute menschliche Herrschaft über die Natur propagiert? Angesichts der heutigen globalen ökologischen Krise ist es unumstritten, diese im engen Zusammenhang mit dem kapitalistischen System zu analysieren. Für die Gestaltung einer breiten »roten« und »grünen« Bewegung im 21. Jahrhundert ist deshalb eine Aktualisierung der Marx'schen Theorie unerlässlich. Kohei Saito rekonstruiert systematisch die unvollendete Marx’sche ökologische Kritik des Kapitalismus anhand der neuen Marx-Engels-Gesamtausgabe. Diese gibt unbekannte naturwissenschaftliche Exzerpte von Marx preis sowie seinen Versuch, den Widerspruch des Kapitalismus als ökologische Krise zu thematisieren.

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Wissenschaft

Innovation und Wissenstransfer in der empirischen Sozial- und Verhaltensforschung

von Marcel Erlinghagen (Hg.), Karsten Hank (Hg.), Michaela Kreyenfeld (Hg.).

Gert G. Wagner ist als Sozial- und Wirtschaftsforscher über disziplinäre Grenzen gegangen. Als engagierter Politikberater und innovativer Wissenschaftsmanager hat er immer wieder sozial- und wissenschaftspolitische Debatten angestoßen und begleitet. Kollegen und Weggefährten liefern mit ihren Beiträgen zu diesem Band eine Bestandsaufnahme der empirisch- quantitativen Forschung, die Gert G. Wagner seit Anfang der 1980er-Jahre wesentlich geprägt hat.

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Wissenschaft

Die Neuerfindung der Natur

Primaten, Cyborgs und Frauen

von Donna J. Haraway, Carmen Hammer (Hg.), Immanuel Stieß (Hg.).

In diesem Band werden zentrale Aufsätze Donna Haraways - eine der bedeutendsten und innovativsten feministischen Naturwissenschaft- lerinnen in den USA - erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht. In ihren Texten teilt die Autorin nicht die Sehnsucht vieler Feministinnen nach der Rückkehr zur reinen, unversehrten Natur, sondern sieht in deren Auflösung auch eine Chance zur Änderung bestehender Herrschaftsbeziehungen.

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Wissenschaft

Wirtschaftsprognosen

Eine Soziologie des Wissens über die ökonomische Zukunft

von Werner Reichmann.

Wie entstehen Wirtschaftsprognosen? Wie werden sie visualisiert und kommuniziert? Welche Rolle spielen Wirtschaftsprognosen für den Staat, auf Märkten und für die Gesellschaft insgesamt? Diesen Fragen geht Werner Reichmann in seinem Buch nach. Er liefert soziologische Interpretationen und Erklärungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der wissenschaftlichen Produktion des Wissens über die Zukunft der Wirtschaft. Seine Ergebnisse fußen auf langjähriger empirischer Arbeit in Wirtschaftsprognoseinstituten in Deutschland und Österreich. Sie zeigen die Praktiken und Routinen jener Ökonomen, die mit der Herstellung von wissenschaftlichem Wissen über die wirtschaftliche Zukunft direkt befasst sind.

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Wissenschaft

Empire

Die neue Weltordnung

von Michael Hardt, Antonio Negri.

Nach einem Vierteljahrhundert politischer Theoriemüdigkeit haben Hardt und Negri mit ihrer brillanten, provokanten und heiß diskutierten Analyse des postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung das Denken wieder in Bewegung gebracht. Der Hoffnung auf die politische Gestaltbarkeit einer neuen, gerechteren Weltordnung haben sie damit ein anspruchsvolles theoretisches Fundament gegeben.

"Eine grandiose Gesellschaftsanalyse, die unser Unbehagen bündelt und ihm eine Richtung gibt, für die in der Geschichte der Philosophie das Wort vom 'guten Leben' steht." Die Zeit

"Das Jahrzehnt linker Melancholie ist vorüber." Neue Zürcher Zeitung

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