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Hirbel ist anders als andere, denn bei seiner Geburt ist etwas falsch gemacht worden. Er ist krank, hat oft Kopfschmerzen und auch Bauchweh von den Tabletten, die er dauernd nehmen muss. Manchmal schreit er dann und tut Dinge, worüber die anderen lachen. Hirbels Mutter hat ihn weggegeben, seither wandert er zwischen Pflegeeltern und Heimen hin und her. Trotzdem ist Hirbel kein trauriges Kind. Mit den Psychologinnen spielt er ihre Spiele, die Tests, die er alle schon kennt. Er hat eine wunderbare Singstimme, und das Singen bereitet ihm Freude, solange er sich dabei nach seinen eigenen Regeln richten darf. Und Hirbel kann Haken schlagen wie ein Hase, wenn man ihn einfangen will. Als er einmal wegläuft aus dem Heim, schläft er zwischen Schafen, aber er denkt, dass es lauter Löwen sind, die ihn nachts wärmen. Immer wieder läuft Hirbel fort, weil ihn niemand richtig versteht und weil er in ein anderes Land möchte. Dorthin, wo die Sonne gemacht wird auf den Bäumen.
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Über Peter Härtling

Peter Härtling, 1933 - 2017, in Chemnitz geboren, wuchs auf in Sachsen, Mähren, Österreich und Württemberg. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn arbeitete er bei verschiedenen Zeitschriften und war literarischer Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift DER MONAT. Er war Cheflektor und anschließend bis 1973 Geschäftsführer des S. Fischer Verlages. Er hat vier Kinder, viele Enkelkinder und lebte bis zu seinem Tod in Mörfelden/Walldorf.

Seine Kinderbücher erscheinen bei Beltz & Gelberg, darunter »Sofie macht Geschichten« (mit Bildern von Jutta Bauer) und so berühmte Romane für Kinder wie »Das war der Hirbel«, »Oma« (Deutscher Jugendliteraturpreis), »Theo haut ab«, »Ben liebt Anna«, »Alter John«, »Krücke«, »Fränze«, »Mit Clara sind wir sechs«, »Lena auf dem Dach«, »Jette«, »Tante Tilli macht Theater« oder »Reise gegen den Wind«, »Paul das Hauskind« und »Hallo Opa - Liebe Mirjam«. Zuletzt erschien von ihm der Roman »Djadi, Flüchtlingsjunge«. Seine Gedichte, Aufsätze und Kinderromane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt, mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und teilweise sogar verfilmt (»Krücke«). Für sein kinderliterarisches Gesamtwerk erhielt Peter Härtling den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises, den Deutschen Bücherpreis, die CORINE und den Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. »Härtling ist unzweifelhaft eine Schriftsteller-Persönlichkeit, von der die deutschsprachige Kinderliteratur der letzten 30 Jahre maßgeblich geprägt wurde«, so die Jury zum Deutschen Jugendliteraturpreis in ihrer Begründung.

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