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Lev Semënovi? Vygotskij (Lew Semjonowitsch Wygotski), 1896 in Orša (Belorussland) geboren, studierte an der Universität Moskau sowie an der Historisch-philologischen Fakultät der Šanjavskij-Volksuniversität und eignete sich in kürzester Zeit ein wahrhaft enzyklopädisches Wissen auf den Gebieten der Soziologie, Psychologie, Philosophie, Linguistik, Kunst- und Literaturwissenschaften an. Er starb mit 37 Jahren in Moskau an Tuberkulose. Bereits in seinen letzten vier Jahren Zielscheibe einer politisch-ideologischen Kampagne, standen seine Schriften (er hinterließ ein Gesamtwerk von mehr als 250 Arbeiten) in der Sowjetunion 20 Jahre lang auf dem Index. In der Nach-Stalin-Ära rehabilitiert und schrittweise "wiederentdeckt", fanden insbesondere seine beiden Bücher "Denken und Sprechen" sowie "Psychologie der Kunst" auch im Westen bei Psychologen, Linguisten und Kunstwissenschaftlern große Resonanz. Nach dem Erscheinen einer sechsbändigen Werkausgabe, die inzwischen auch in englischer Übersetzung vorliegt, setzte vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum ein regelrechter Vygotskij-"Boom" ein.
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Über Peter Keiler

Dr. habil. Peter Keiler (Jahrgang 1944), apl. Prof. an der Freien Universität Berlin im Wissenschaftsbereich Psychologie, seit dreieinhalb Jahrzehnten spezialisiert in Fragen der Psychologie-Geschichte sowie der Rekonstruktion materialistischer Traditionen in der Psychologie.

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