27.01.2010

Abraham Sutzkever im Alter von 96 Jahren gestorben

 

 

 

 

Abraham Sutzkever zählt zu den bedeutendsten Dichtern der jiddischen

Literatur. 1913 geboren, war er während des Zweiten Weltkriegs im Wilnaer

Ghetto im Widerstand aktiv. Nach der Flucht aus dem Ghetto, kurz vor dessen

Liquidierung, wurde er 1944 vom Jüdischen Antifaschistischen Komitee nach

Moskau ausgeflogen.

 

 

 

Sutzkever sagte 1946 als Zeuge bei den Nürnberger Prozessen aus und

floh im Jahr darauf vor den stalinistischen Säuberungsprozessen nach Palästina.

In Tel Aviv gründete er 1948 die Literaturzeitschrift »Di goldene kejt« (»Die

goldene Kette«) und betreute sie bis 1995 als Herausgeber. Abraham Sutzkever starb

am 19. Januar in Tel Aviv.

 

 

 

Als Zeuge des jüdischen Leidens während der NS-Zeit ist die Shoa der

zentrale Bezugspunkt seines Werkes. Später wandte er sich auch israelischen Gegenwartsfragen

zu.

 

 

 

Bei Campus erschien 2009 das Buch Geh

über Wörter wie über ein Minenfeld, das in Leben und Werk Sutzkevers einführt.

Es stellt eine große Auswahl seiner Gedichte und Prosastücke aus fünf

Jahrzehnten in deutscher Übersetzung vor.

 

 

 

Kontakt:

 

Miriam Schulte, 030-40576782 (Di – Do), schulte@campus.de

 

Wissenschaft

Geh über Wörter wie über ein Minenfeld
Geh über Wörter wie über ein Minenfeld

Lyrik und Prosa

Erscheinungstermin: 11.05.2009