Wissenschaft

»Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«

Das verwaltete Verschwinden jüdischer Nachbarn und ihre schwierige Rückkehr

von Jani Pietsch.

Schöneiche ist ein ruhiger, grüner Ort im Speckgürtel von Berlin. 1933 waren 170 der 5000 Einwohner jüdisch – ein paar Jahre später waren die jüdischen Nachbarn verschwunden, in ihren Häusern wohnten andere. Geschah das wirklich unbemerkt? Wer organisierte das Verschwinden der Menschen und wohin kamen ihre Möbel, ihre Fahrräder und ihr Hausrat?

 

Aus zum Teil heimlich zugesteckten Hinweisen älterer Bewohner und Unmengen von Archivmaterial rekonstruiert Jani Pietsch die Schicksale der jüdischen Schöneicher und das Verhalten ihrer Nachbarn. Das bürokratische Handlungsgeflecht der Enteignung, das sie

enthüllt, reichte vom Bürgermeister über den Landrat und die Kreisverwaltung bis zum Regierungspräsidenten, von der

Gebrauchtwarenhändlerin über den Transportunternehmer bis zum Käufer und Nachmieter. Die Geschichte endet freilich nicht 1945.

Schöneiche gehörte zur DDR, und für die Überlebenden und ihre Kinder und Enkel taten sich endlose bürokratische Hindernisse auf,die eine Rückgabe und Entschädigung verzögerten – auch noch nach dem Fall der Mauer. Jani Pietsch erzählt vor allem von den Menschen und vermittelt dabei das Psychogramm eines ganz normalen Ortes ebenso wie das Räderwerk einer seelenlosen Bürokratie.

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Nach dem Tod von Hans Filbinger findet Susanna Filbinger-Riggert die Tagebücher ihres Vaters. Sie geben den Anstoß für eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben. Mit großer Offenheit schildert die Autorin ihre bewegende Geschichte und erzählt von ihrem… › mehr
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»Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«

Erscheinungstermin 13.03.2006

»Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«

Das verwaltete Verschwinden jüdischer Nachbarn und ihre schwierige Rückkehr

von Jani Pietsch.

Schöneiche ist ein ruhiger, grüner Ort im Speckgürtel von Berlin. 1933 waren 170 der 5000 Einwohner jüdisch – ein paar Jahre später waren die jüdischen Nachbarn verschwunden, in ihren Häusern wohnten andere. Geschah das wirklich unbemerkt? Wer organisierte das Verschwinden der Menschen und wohin kamen ihre Möbel, ihre Fahrräder und ihr Hausrat?

 

Aus zum Teil heimlich zugesteckten Hinweisen älterer Bewohner und Unmengen von Archivmaterial rekonstruiert Jani Pietsch die Schicksale der jüdischen Schöneicher und das Verhalten ihrer Nachbarn. Das bürokratische Handlungsgeflecht der Enteignung, das sie

enthüllt, reichte vom Bürgermeister über den Landrat und die Kreisverwaltung bis zum Regierungspräsidenten, von der

Gebrauchtwarenhändlerin über den Transportunternehmer bis zum Käufer und Nachmieter. Die Geschichte endet freilich nicht 1945.

Schöneiche gehörte zur DDR, und für die Überlebenden und ihre Kinder und Enkel taten sich endlose bürokratische Hindernisse auf,die eine Rückgabe und Entschädigung verzögerten – auch noch nach dem Fall der Mauer. Jani Pietsch erzählt vor allem von den Menschen und vermittelt dabei das Psychogramm eines ganz normalen Ortes ebenso wie das Räderwerk einer seelenlosen Bürokratie.

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Pressematerialien

»Ich besaß einen Garten in Schöneiche bei Berlin«

Das verwaltete Verschwinden jüdischer Nachbarn und ihre schwierige Rückkehr

von Jani Pietsch.

Schöneiche ist ein ruhiger, grüner Ort im Speckgürtel von Berlin. 1933 waren 170 der 5000 Einwohner jüdisch – ein paar Jahre später waren die jüdischen Nachbarn verschwunden, in ihren Häusern wohnten andere. Geschah das wirklich unbemerkt? Wer organisierte das Verschwinden der Menschen und wohin kamen ihre Möbel, ihre Fahrräder und ihr Hausrat?

 

Aus zum Teil heimlich zugesteckten Hinweisen älterer Bewohner und Unmengen von Archivmaterial rekonstruiert Jani Pietsch die Schicksale der jüdischen Schöneicher und das Verhalten ihrer Nachbarn. Das bürokratische Handlungsgeflecht der Enteignung, das sie

enthüllt, reichte vom Bürgermeister über den Landrat und die Kreisverwaltung bis zum Regierungspräsidenten, von der

Gebrauchtwarenhändlerin über den Transportunternehmer bis zum Käufer und Nachmieter. Die Geschichte endet freilich nicht 1945.

Schöneiche gehörte zur DDR, und für die Überlebenden und ihre Kinder und Enkel taten sich endlose bürokratische Hindernisse auf,die eine Rückgabe und Entschädigung verzögerten – auch noch nach dem Fall der Mauer. Jani Pietsch erzählt vor allem von den Menschen und vermittelt dabei das Psychogramm eines ganz normalen Ortes ebenso wie das Räderwerk einer seelenlosen Bürokratie.