Die Studie thematisiert in 15 sowohl historisch (Teil I) als auch systematisch (Teil II) angelegten Kapiteln den Zusammenhang zwischen der Tabuisierung der sexuellen Frage im Verlauf der Fachgeschichte und der aktuellen, bloß technischen, nur die Profession und nicht die Disziplin betreffende Reaktion auf sexualisierte Gewalt in konfessionellen als auch in reformpädagogischen Einrichtungen öffentlicher Erziehung seit 2010. Als Ergebnis dessen scheint die Gefahr evident, dass die Sozialpädagogik zur ‚eroberten Provinz‘ einer rein sexualerzieherisch angelegten Sexualpädagogik degeneriert, wenn sie es nicht schafft, sich weit über Paul Natorp hinausgehend nicht nur als Antwort auf die ‚soziale Frage‘ neu auszulegen, sondern auch als eine solche auf die von Freud im Nachgang zu Nietzsche eindrucksvoll und umfänglich thematisierte ‚sexuelle Frage‘, mit dem Effekt einer neuen, epistemologisch ausgewiesenen Fachlichkeit. Im Ergebnis dieser Neuorientierung des Faches scheint es möglich, in Zukunft nicht nur Antworten in Richtung ‚guten‘, sondern auch ‚richtigen‘ Lebens zu geben.
1. Auflage, 2019
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 464 Seiten Verlag: Beltz Juventa
»Christian Niemeyer [...] gelingt nicht weniger als ein überraschender Paradigmenwechsel in Theorie und Geschichte der Sozialpädagogik - allemal gleichen Ranges wie die industriegesellschaftlichen und kapitalismuskritischen Perspektiven der 1960er und 1970er Jahre. Ob aus diesen Überlegungen eine theorie- und disziplingeschichtliche Revolution wird, wird sich an der Debatte über die auf- und anregenden Thesen dieses Buches erweisen.«
- Micha Brumlik, aus dem Vorwort
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Über Christian Niemeyer
Christian Niemeyer, Jg. 1952, Dr. phil., Dipl.-Päd., Dipl.-Psych., ist Professor für Sozialpädagogik i.R. mit dem Schwerpunkt Erziehung und Bildung und Erziehung in früher Kindheit und Herausgeber der Zeitschrift für Sozialpädagogik.
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