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Der winzige, aber kluge Fisch Swimmy will ins große Meer hinaus. Denn dort warten die Wunder! Die kleinen roten Fische aber haben Angst vor den riesigen Fischen dort draußen. Swimmy überlegt und überlegt. Und endlich hat er eine Idee. "Ich hab's!", ruft er fröhlich. "Lasst uns etwas ausprobieren." Und schon bald schwimmt der Schwarm kleiner Fische in Form eines Riesenfisches in das weite Meer hinaus. Und wirklich - die Riesenfische wagen nicht, in ihre Nähe zu kommen. Und so schwimmen noch heute viele kleine Fische, getarnt als Riesenfisch, glücklich durch das Meer. "Das zentrale Moment ist nicht so sehr Swimmys Idee von einem großen Fisch, der sich aus einer Menge winziger Fische zusammensetzt, sondern sein energisch vorgebrachter Entschluss: 'Ich spiele das Auge'. Er hatte das Bild des großen Fisches im Geiste vor sich gesehen. Das war die Gabe, die er erhalten hatte: zu sehen." Leo Lionni
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Über Leo Lionni

Leo Lionni, 1910 in Holland geboren, sah sich selbst als jemanden "zwischen den Welten". Anfangs lebte er mit seiner Mutter und seinem jüdischen Vater in Amsterdam und sprach holländisch. Nach einem Jahr bei seiner Großmutter in Brüssel konnte er Französisch und durch einen anschließenden Umzug nach Philadelphia lernte er Englisch. Später, wieder zurück in Europa, lebte er in Italien, studierte in der Schweiz, lernte Italienisch und Deutsch und machte seinen College-Abschluss in Wirtschaft. Aber er träumte immer von der Kunst und davon, ein Künstler zu sein.

1939 ging er mit seiner jungen Frau und den inzwischen zwei kleinen Kindern zurück in die USA, wo er nach dem 2. Weltkrieg Art Director beim Magazin Fortune wurde. Zwischen einem Appartement in New York und einem Bauernhaus in Tuscany hin und her pendelnd konnte er sich lange nicht zwischen seiner Faszination für die kommerzielle Kunst und seiner Liebe zu der Welt der wahren Kunst entscheiden.

Der Durchbruch kam, als Leo Lionni in einem Zug von der Grand Central Station auf dem Weg nach Greenwich, Connecticut, saß und "Kleines Blau und Kleines Gelb" erfand, um seine zwei kleinen und unruhigen Enkel Annie und Pippo zu unterhalten. Mit diesem 1959 verlegtem Buch und mit jedem weiteren, das folgen sollte, entdeckte Lionni sein Zentrum und seine Seele, begriff die Quelle aller Kreativität: das eigene Kindsein. "Ich mache keine Bücher für Kinder. Ich mache Bücher für den Teil in uns, der sich nicht geändert hat, der noch kindlich ist."

Leo Lionni starb 1999.

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