Lässt sich anhand ökonomischer Klauseln in römischen Friedensverträgen der Kaiserzeit und Spätantike eine intentional verankerte Außenwirtschaftspolitik des Römischen Reichs nachweisen? Um diese Frage zu beantworten, untersucht Matthias Happach Vertragswerke an der westlichen und östlichen Grenze des Limes. Er betrachtet Verträge als flexible, historisch wandelbare Instrumente, setzt einen neuen Definitionsrahmen (unter anderem mit Einbezug der Neuen Institutionenökonomik) für ökonomische Klauseln und römische völkerrechtliche Verträge und ordnet sie in ihren historischen, kulturellen und politischen Kontext ein. Seine Analyse zeigt, dass das Römische Reich eine gezielte, an einzelne Vertragspartner angepasste Außenwirtschaftspolitik verfolgte, die auf einem fundierten Verständnis regionaler Handelsbeziehungen beruhte, mit deutlichen Unterschieden zwischen Ost- und Westgrenzen. Im Sinne der »New Military History« analysiert die Studie die ökonomischen Folgen militärischer Gewalt und vertieft das Verständnis der römischen Außenwirtschaftspolitik erheblich.
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