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Bis 1800 wanderten 100.000 Deutsche und Schweizer in die Neue Welt aus. Darüber hinaus kamen 30.000 deutsche Soldaten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zum Einsatz. Staatsmänner, Unternehmer, Gelehrte und Publizisten aus Mitteleuropa verfolgten die Entwicklung der jungen USA mit großem Interesse. Mark Häberlein beleuchtet erstmals die vielfältigen Beziehungen und wechselseitigen Wahrnehmungen zwischen dem deutschsprachigen Raum und Nordamerika im 18. Jahrhundert; er nimmt dabei sozial-, wirtschafts-, ideen-, politik- und religionsgeschichtliche Aspekte gleichermaßen in den Blick. Obwohl die transatlantische Migration aus Mitteleuropa im 18. Jahrhundert einen geringeren Umfang hatte als die spätere Massenauswanderung, ist sie in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Durch sie wurde ein Großteil der religiösen Minderheiten und Dissidenten, die nicht unter dem Schutz des Westfälischen Friedens standen, in die britischen Kolonien Nordamerikas »exportiert«, wo sie maßgeblich zur Ausprägung pluralistischer Gesellschaften beitrugen. Ferner konstituierten sich im Kontext der Migration sowohl säkulare Netzwerke von Kaufleuten, Reedern und Geschäftsreisenden als auch religiöse Kommunikations- und Unterstützungsnetzwerke. Schließlich prägte sich vor allem in Pennsylvania eine eigenständige deutsch-amerikanische Kultur aus.
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Über Mark Häberlein

Mark Häberlein ist Professor für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte an der Universität Bamberg.

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