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Wann und warum sparen private Haushalte? Sahra Wagenknecht untersucht in ihrer Dissertation den Zusammenhang von Sparentscheidungen und Grundbedürfnissen in Deutschland und den USA von den 1950er-Jahren bis heute. Ihre zentrale Hypothese lautet, dass der Einkommensanteil der Ausgaben zur Befriedigung von Grundbedürfnissen die entscheidende Erklärungsvariable des individuellen Sparverhaltens darstellt. In Abgrenzung zur Lebenszyklus- bzw. Permanenten Einkommenshypothese (LCPIH) kann Wagenknecht zeigen, dass die individuelle Sparquote entscheidend vom langfristigen Einkommen abhängt. Die Arbeit weist für einen Zeitraum von über 50 Jahren nach, dass sich auch auf volkswirtschaftlicher Ebene die Veränderung der privaten Sparquote durch den "necessity share" erklären lässt. Das vorgelegte Modell liefert zudem eine Erklärung, weshalb die private Sparquote bei steigender Einkommensungleichheit in Volkswirtschaften mit dereguliertem Kreditmarkt sinkt, während sie bei restriktiven Kreditmärkten steigt.
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Über Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht ist promovierte Volkswirtin, Publizistin und Politikerin, Mitglied des Bundestags für die Partei Die Linke, für die sie auch im Europäischen Parlament saß. Von 2010 bis 2014 war sie Stellvertretende Parteivorsitzende, von 2015 bis bis 2019 Vorsitzende der Linksfraktion. Sie betreibt einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem sie wöchentlich aktuelle Themen kommentiert und schreibt regelmäßig eine »Focus«-Kolumne. Bei Campus sind ihre Dissertation The Limits of Choice und ihre Bücher Freiheit statt Kapitalismus (2012) und Reichtum ohne Gier (2016/2018) erschienen.

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