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Das schulische Gutachten wird als ein Macht-Wissen-Komplex definiert, der nicht nur biographische Lebenswege und damit soziale Inklusions- und Exklusionsprozesse nachhaltig bestimmte. Es „machte“ auch etwas mit den Involvierten, es generierte nicht nur Wissen zur ‚ganzen‘ Person der Schülerin und des Schülers, sondern auch Ordnungen, Strukturen, Identitäten und Relationen. Der von Cristina Alarcón López und Kerrin von Engelhardt herausgegebene Thementeil beschäftigt sich mit der Geschichte schulischer Begutachtung. Ausgehend von der Beobachtungs- und Beurteilungspraxis des 18./19. Jahrhunderts (Kathrin Berdelmann) werden das Gutachten zur Zulassung zur Reifeprüfung (Kerrin von Engelhardt), die sonderpädagogische Gutachtenpraxis und ihre Wissensordnungen (Michaela Vogt und Till Neuhaus) sowie die diagnostischen Verfahren im Vorfeld der Einschulung (Margarethe Götz und Katrin Liebers) vorgestellt. Im Allgemeinen Teil untersuchen Jürgen Braun, Karola Cafantaris, Oliver Hollstein und Wolfgang Meseth (inklusiven) Unterricht aus einer theoriegeleiteten Forschungsperspektive und rekonstruieren den zu beobachtenden Normenkonflikt von Leistungsorientierung und Teilhabeversprechen nicht als antinomische Struktur pädagogischen Handelns, sondern als Konstitutivum und Movens pädagogischer Kommunikation. Mariana Grgic und Tina Friederich analysieren auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse den bundesländerspezifischen Zugang zum Arbeitsfeld Kita und diskutieren beginnende Öffnungen für nicht-pädagogische Berufsabschlüsse vor dem Hintergrund von Multiprofessionalität und Professionalisierung der Frühen Bildung.
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