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Wissenschaft

"Bankerte!"

Besatzungskinder in Deutschland nach 1945

von Silke Satjukow, Rainer Gries.

Im ersten Jahrzehnt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeugten alliierte Soldaten mit deutschen Frauen 400 000 Besatzungskinder. Zeit ihres Lebens trugen diese ein doppeltes Stigma: Sie waren unehelich geboren und entstammten einer Beziehung mit dem »Feind«.

Ihr soziales Umfeld grenzte sie aus, verhöhnte sie als »Russenbälger«, »Amikinder« oder als »Negerbrut«, misshandelte sie psychisch und physisch. <br/>

»Bankerte!« zeichnet die lange tabuisierte, bewegende Geschichte dieser Menschen nach. Anhand vieler schriftlicher und mündlicher Quellen werden, gleichsam in einer kollektiven Biografie, die wichtigen Stationen ihres Lebens beleuchtet: Geburt, Einschulung, Berufsausbildung, Partnerwahl. So entsteht durch die Rekonstruktion der Probleme und Chancen dieser »Fremden« ein facettenreiches Panorama der beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften. Dabei zeigt sich, dass die Besatzungskinder nicht nur drangsalierte und diskriminierte Opfer blieben – sie wurden den nationalsozialistisch geprägten Deutschen auch zu wesentlichen Vermittlern neuer, weltläufiger und liberaler Wertewelten.

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Wissenschaft

Greater than Rome

Neubestimmungen britischer Imperialität 1870-1914

von Eva Marlene Hausteiner.

Die politiktheoretische Studie demonstriert anhand des Falls des British Empire, wie imperiale Eliten ihr Tun erfassen und rechtfertigen, welche Rolle historische Beispiele in diesem Prozess spielen und welche Entwürfe imperialer Herrschaft um Deutungshoheit konkurrieren. Die Analyse des Elitendiskurses im British Empire erhellt jene Modi, in denen zentrale Akteure das Weltreich legitimieren und im eigenen

Selbstverständnis konzipieren: Niedergangserfahrungen, infrastrukturelle Errungenschaften, aber auch die Frage globaler Vorherrschaft werden zu Elementen einer technokratischhierarchischen Imperiumsvision, die von alten Mustern liberaler Zivilisierung und Missionierung nachdrücklich Abschied nimmt.

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Wissenschaft

Im Sog der Katastrophe

Lateinamerika und der Erste Weltkrieg

von Stefan Rinke.

Als in den Augusttagen 1914 die Nachricht vom Kriegsausbruch in Europa in Lateinamerika bekannt wurde, sprach man dort von einem »Drama der gesamten Menschheit«, in dem es keine Zuschauer geben könne. Viele Beobachter stimmten darin überein, dass in diesem Sommer eine Epoche endete und eine neue Ära begann. In Lateinamerika, das durch die neuartige Form des Propagandakriegs und die

neuen Kommunikationstechnologien direkter als je zuvor in die Ereignisse der »Alten Welt« involviert war, gab der Krieg den Anlass zu emanzipatorischen Bestrebungen, die sich während des Konflikts – oder unmittelbar nach Kriegsende – bemerkbar machten. Seit längerer Zeit bestehende Konfliktpotenziale verschärften sich durch die »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« und mündeten in neue soziale

Bewegungen, deren Ausrichtung höchst unterschiedlich war. Die weltumspannende Dimension der Geschichte des »Großen Krieges« wird in diesem Buch aus der Perspektive eines Kontinents analysiert, der nur auf den ersten Blick am Rand der Ereignisse stand, sich aber durch den Flächenbrand in Europa stark veränderte.

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Wissenschaft

Historische Diskursanalyse

von Achim Landwehr.

Der Diskurs ist in aller Munde – aber nicht jeder, der den Begriff benutzt, weiß,wovon er spricht. Achim Landwehr erklärt zunächst die verschiedenen Wurzeln einer historischen Diskursanalyse: von der Begriffsgeschichte Kosellecks über die Arbeiten Hayden Whites bis zu Michel Foucault, der den Begriff des Diskurses entscheidend geprägt hat. Auf dieser Grundlage zeigt Landwehr, welchen Nutzen die analytische Kategorie des Diskurses für die Geschichtswissenschaften hat. Schließlich stellt er dar, wie sich empirisch fundierte historische Diskursanalysen durchführen lassen und welche Arbeitsschritte es dabei zu beachten gilt – von der Themenfindung über die Untersuchung von Kontexten bis zur Analyse von Aussagen und Texten. Für alle, die sich mit dieser einflussreichen Theorie und Methode vertraut machen wollen, ist der Band ein unverzichtbares Standardwerk.

 

Ausgezeichnet von H-Soz-u-Kult "Das Historische Buch 2009", Kategorie Lehrbuch (5. Platz).

 

 

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Wissenschaft

Europäische Esskultur

Eine Geschichte der Ernährung von der Steinzeit bis heute

von Gunther Hirschfelder.

Kartonierte Studienausgabe

Gunther Hirschfelder zeichnet den ebenso abenteuerlichen und mühsamen wie amüsanten Weg nach, den die Menschheit zurücklegen musste, um von der rohen, ungeordneten Nahrungsaufnahme zur hochentwickelten Esskultur der Gegenwart zu gelangen.



Warum essen wir heute mit Messer und Gabel oder auch wieder aus der Hand? Warum schmeckt das Fleisch des Schweines gut, während uns vor dem des Hundes ekelt? Wer die Ernährungskultur der Gegenwart und damit auch sein eigenes Essverhalten verstehen will, der muss einen Blick in die Vergangenheit werfen. Dabei wird er nicht nur Antworten auf viele Fragen unseres heutigen Umgangs mit den Nahrungsmitteln finden. Denn in der Esskultur spiegeln sich sowohl ernährungsrelevante Traditionen und Veränderungen als auch die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Epoche wider.

Den Wandel der Nahrungsmittel, die Elemente der Essenszubereitung und die unterschiedlichen Formen der Mahlzeiten fügt Hirschfelder zu einem facettenreichen Bild kulturhistorischer Ernährungsgeschichte zusammen. Sein Bogen spannt sich von der Steinzeit über die frühen Hochkulturen, die klassische Antike und das Mittelalter bis zum Designerfood der Gegenwart.

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Wissenschaft

Das Antlitz des Krieges

Die Schlachten von Azincourt 1415, Waterloo 1815 und an der Somme 1916 2. Auflage

von John Keegan.

Dieser Klassiker der Militärgeschichte behandelt nicht nur die Strategie und den Verlauf berühmter Schlachten. John Keegan geht es darum, wie sich der einzelne Soldat, der Offizier, die kleine Gruppe und die Masse der Kämpfenden in der tödlichen Konfrontation mit dem Feind verhalten, welche Formen des Kampfes es gibt, wann Mut und Ausdauer und wann das Waffenpotenzial den Ausschlag geben. Keegan beschönigt nicht und klagt nicht an, er lässt die Fakten und die Beteiligten selbst sprechen: Das ist deutlich und schrecklich genug.

 

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englische Broschur
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Wissenschaft

Im Licht der Menora

Jüdisches Leben in der römischen Provinz

von Raphael Gross (Hg.), Svend Hansen (Hg.), Michael Lenarz (Hg.), Patricia Rahemipour (Hg.).

Archäologische Zeugnisse für jüdisches Leben in den römischen Provinzen nördlich der Alpen sind rar. Historische Quellen wie das berühmte Dekret Kaiser Konstantins des Großen über die jüdische Gemeinde in Köln aus dem Jahr 321 n. Chr. belegen jedoch, dass Juden in dieser Region des Römischen Reiches lebten. Neue Funde, die die lang gesuchte Verbindung zwischen archäologischen und geschichtlichen Zeugnissen herstellen, werden ab Dezember 2014 erstmals in einer umfassenden Ausstellung gezeigt, die vom Jüdischen Museum in Frankfurt am Main in Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission konzipiert wurde. Die Präsentation folgt dem »Licht der Menora«, dem spätantiken Leitsymbol des Judentums. Ausgehend von Rom und Jerusalem, führt die Spur der Objekte in die römischen Provinzen – in die heutige Schweiz, nach Österreich und Ungarn – und schließlich ins ehemalige Germanien.

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Wissenschaft

Nationen und Nationalismus

Mythos und Realität seit 1780

von Eric J. Hobsbawm.

Eric Hobsbawm gilt als einer der wichtigsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Seine scharfsinnige Analyse zur Geschichte der Nationen und des Nationalismus ist ein Klassiker der Geschichtswissenschaft und hat bis heute nichts an Aktualität und Bedeutung verloren. Es war der um 1780 entstehende moderne Nationalismus, der unserer heutigen Welt ihr politisches Gesicht verliehen hat. Gegenwärtige Prozesse wie Europäisierung und Globalisierung können losgelöst von nationalen Maßstäben und Kategorien, die in den letzten 200 Jahren geprägt wurden, nicht erklärt werden. Hobsbawm wagt eine Bewertung des folgenreichen Begriffs der Nation und der entsprechenden Bewegungen, deren Lektüre ein Muss für jeden ist, der sich mit dem Thema auseinander setzt.

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Wissenschaft

Die Erfindung der Nation

Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts

von Benedict Anderson.

Benedict Andersons bekanntes Buch erfreut sich ungebrochener Popularität und erscheint hier in der dritten Auflage. Nach Anderson gibt

es keine Nationen, die "Nation" ist eine Erfindung, ein Modell, das nur in bestimmten historischen Konstellationen möglich war. Er löste

damit Debatten aus, die bis heute nicht abgeschlossen sind. Beim ersten Erscheinen der deutschen Ausgabe 1988 wurde Anderson vorgeworfen, dass seine Perspektive außereuropäisch und kulturanthropologisch sei. Heute macht gerade das den Reiz des Buches aus.

 

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Wissenschaft

Die süße Macht

Kulturgeschichte des Zuckers

von Sidney W. Mintz.

Die Geschichte des Zuckers ist eine Erfolgsgeschichte. Nach der Entdeckung der karibischen Inselwelt um 1500 wurden dort riesige Zuckerrohrplantagen errichtet. Seit dem 18. Jahrhundert stieg der Zuckerkonsum in Europa stetig an, Zucker wurde zum Grundbestandteil des Speiseplans und ist heute aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Kehrseite bilden die Schicksale der Plantagenarbeiter. Wie sich die Welt der Karibik durch den Bedarf der Europäer nach Zucker veränderte und was der Zucker für Europa bedeutete, erzählt Sidney W. Mintz in einer spannenden Mischung aus Global-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte.

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