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Wissenschaft

Arbeit der Zukunft

Möglichkeiten nutzen - Grenzen setzen

von Reiner Hoffmann (Hg.), Claudia Bogedan (Hg.).

Wirtschaft und Arbeitsleben verändern sich rasant: Technologische Umbrüche folgen immer schneller aufeinander, Dienstleistungen werden in globalem Maßstab erbracht, prekäre Beschäftigungsformen und psychische Belastungen nehmen zu. Neue Lebensentwürfe stellen den "klassischen Arbeitstag" infrage. Konflikte brechen auf: um den Wert der Arbeit, um gerechte Bezahlung, um die Entgrenzung von Arbeit und Leben. Dieses Buch analysiert aktuelle Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene, nennt Handlungsfelder und Lösungsansätze für Politik, Gewerkschaften und Arbeitgeber. Im Spannungsfeld der neuen Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen zeigt es programmatisch auf, wie neue Leitlinien für "Gute Arbeit" entwickelt werden können - für eine "Arbeit der Zukunft".

 

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Wissenschaft

Secessionist Rule

Protracted Conflict and Configurations of Non-state Authority

von Franziska Smolnik.

Franziska Smolniks Untersuchung stützt sich auf die südkaukasischen international nicht beziehungsweise nur zum Teil anerkannten De-facto-Staaten, die sich weiterhin im Konflikt mit ihren einstigen Metropolstaaten befinden. Sie zeigt, wie auch sogenannte Gewaltkonflikte niedriger Intensität die Form und Funktion von politischer Herrschaft entscheidend prägen können.

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Wissenschaft

Ende der Dualität?

Krankenversicherungsreformen in Deutschland und den Niederlanden

von Ralf Götze.

Deutschland und die Niederlande teilten ihre Bevölkerung lange Zeit in gesetzlich und privat Krankenversicherte ein. Während die Niederlande dieses duale System 2006 aufhoben, blieb es in Deutschland trotz struktureller Reformen bestehen. Das Buch arbeitet im Paarvergleich Faktoren heraus, die zu diesem unterschiedlichen Ergebnis führten.

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englische Broschur
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Wissenschaft

Politik braucht Strategie - Taktik hat sie genug

Ein Kursbuch

von Joachim Raschke, Ralf Tils.

Die Segelcrew zum America’s Cup hat unter 17 Profis einen ausgewiesenen »Strategen«, die Bundesregierung unter mehr als 13 000 Mitarbeitern keinen einzigen. Und warum gibt es in der Wirtschaft seit 50 Jahren das strategische Management, während die

Politik über keinen Zweig verfügt, der zu Recht »Politische Strategie« genannt werden kann? Joachim Raschke und Ralf Tils zeigen, dass es angesichts wachsender Komplexität auch in der Politik höchste Zeit ist für umsichtige Strategie statt situativer Taktik. Ausgehend von den spezifischen Motiven und Zielen politischer Arbeit im Unterschied etwa zur Wirtschaft erläutern sie politische Strategie und ihre

Methodik einfach und praxisbezogen. Sie stellen den gesamten strategischen Prozess vor – Strategiefähigkeit, Strategiebildung und Steuerung – und beleuchten die Rolle der Akteure: Regierung, Opposition, Parteien, Medien und einzelne Politiker. Beispiele

gelungener oder missglückter Strategien aus der Geschichte und Gegenwart der Bundesrepublik machen das Erfolgspotenzial dieses Ansatzes anschaulich.

 

"Früher las man Clausewitz, Machiavelli, Sun Tsu, um Strategie zu verstehen. Heute muss man Raschke/Tils lesen."

Matthias Machnig, SPD-Stratege und Wirtschaftsminister in Thüringen

 

 

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Wissenschaft

Die neue Wirklichkeit

Semantische Neuvermessungen und Politik seit den 1970er-Jahren

von Ariane Leendertz (Hg.), Wencke Meteling (Hg.).

Das Buch befasst sich mit der Macht der Sprache und ihrer Bedeutung für die Politik seit den 1970er-Jahren. Damals häuften sich Bezeichnungsrevolutionen und Bedeutungsverschiebungen, die von einer veränderten Sicht auf die Welt zeugten. Auf welche Begriffe brachten die Zeitgenossen die neue Wirklichkeit? Welche politischen Handlungsimperative leiteten sie daraus ab? Die Beiträge vermessen

erstmals diese semantischen Umbrüche und ergründen ihre gesellschaftliche und politische Bedeutung am Beispiel der Bundesrepublik und der USA. Das Buch liefert wichtige Anregungen zur Diskussion um die jüngere Vergangenheit als Vorgeschichte unserer Gegenwart.

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Wissenschaft

Die Selbstlegitimation internationaler Institutionen

G8 und G20 im Vergleich

von Jennifer Gronau.

Die G8 und die G20 zählen zu den am stärksten kritisierten internationalen Institutionen der westlichen Hemisphäre. Die Autorin rekonstruiert, wie die G8 versucht, von einer »Party für die Reichen« zu einer Institution im Dienste des globalen Allgemeinwohls zu avancieren, während sich die G20 als einmalig repräsentativer Akteur zu profilieren sucht. Neben dem Fokus auf die Legitimationsbemühungen zweier informeller Institutionen besticht die Studie dadurch, dass sie mit den Gruppenfotografien von G8- und G20-Gipfeln auch visuelles Material in die Analyse von Legitimationsprozessen integriert.

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Wissenschaft

Den säkularen Staat neu denken

Politik und Religion bei Charles Taylor

von Ulrike Spohn.

Die klassische Antwort des modernen westlichen politischen Denkens auf die Herausforderung religiöser Pluralität ist das Konzept des »säkularen Staates«. Wie diese Formel jedoch unter den heutigen Bedingungen genau zu verstehen ist, bildet den Gegenstand einer Debatte in der politischen Theorie. Dieses Buch nimmt eine zentrale Facette dieser Kontroverse in den Blick: Es beleuchtet die Frage nach der Legitimität religiös fundierter moralischer Argumente im Kontext der politischen Meinungs- und Willensbildung. Im Anschluss an den kanadischen Philosophen Charles Taylor erörtert die Autorin, wie sich der »säkulare Staat« mit Blick auf den politischen Diskurs heute neu

denken lässt.

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Wissenschaft

Southern Europe?

Italy, Spain, Portugal, and Greece from the 1950s until the present day

von Martin Baumeister (Hg.), Roberto Sala (Hg.).

Gegenwärtig erlebt der Süden Europas in der öffentlichen Debatte eine neue Konjunktur. Mit Vorliebe wird dabei ein europäischer Nord-Süd-Gegensatz heraufbeschworen, ohne jedoch auf seine lange Geschichte zu blicken. Wirtschaftlich und politisch unterentwickelt, unterschieden sich Italien, Spanien, Portugal und Griechenland nach dem Zweiten Weltkrieg von den sogenannten westeuropäischen Gesellschaften. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts schien diese Ungleichheit überwunden. Nun droht die Schuldenkrise den Kontinent erneut zu spalten. Die Beiträge hinterfragen gängige Annahmen und Bilder von "Südeuropa " und ergründen, inwiefern der "Süden" einen homogenen Raum mit strukturellen Gemeinsamkeiten darstellt.

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Wissenschaft

Wohlfahrtspolitik im 21. Jahrhundert

Neue Wege der Forschung

von Marius Busemeyer (Hg.), Bernhard Ebbinghaus (Hg.), Stephan Leibfried (Hg.), Nicole Mayer-Ahuja (Hg.), Herbert Obinger (Hg.), Birgit Pfau-Effinger (Hg.).

In der OECD-Welt wird etwa ein Viertel des gesamten Bruttoinlandsprodukts und knapp die Hälfte der Staatsausgaben für den Sozialstaat, also die Sicherung gegen zentrale Lebensrisiken, verwendet. Deutschland gehört dabei zur Spitzengruppe, widmet dem jedoch kaum Forschungsenergien. Die Leistungen des Sozialstaats sind für eine immer größer werdende Zahl von Menschen überlebenswichtig und seine Reformen prägen heute den politischen Alltag. Angesichts seiner vielfältigen Herausforderungen – etwa durch den Wandel der Bildungs- und Arbeitswelt sowie der Familienstrukturen und durch massive demographische Veränderungen – muss dem Sozialstaat künftig nachhaltig größere Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Forschung gelten. Andernfalls wird »Sozialpolitik im Blindflug« normal und Sicherungserfolg zufällig. In dieser Denkschrift werden die anstehenden Herausforderungen bilanziert und auf breiter Front neue Perspektiven für eine thematische und analytische Neuausrichtung der Sozialpolitikforschung vorgeschlagen.

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Wissenschaft

In the Shadow of Violence

The Politics of Armed Groups

von Klaus Schlichte.

As civil wars and insurgencies rage around the globe, Klaus Schlichte’s In the Shadow of Violence addresses a crucial question: why do some groups succeed in violently seizing and holding power while others fail? What makes for a successful non-state armed force? Arguing that success rests on the ability of these groups to transform the power of violence into legitimate domination, both inside their ranks and in the larger society, Schlichte explores the techniques and strategies they employ—and the long shadow of violence they must overcome along the way.

 

Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September sind nicht-staatliche Kriegsakteure in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen und außenpolitischen Interesses gerückt. Doch wie lassen sich ihr Handeln, ihre Strategien und ihre Organisation begreifen? Klaus Schlichte betont den politischen Charakter bewaffneter Gruppen, für den der Zusammenhang von Gewalt und Legitimität zentral ist. Damit setzt er sich von jenen Arbeiten ab, die ökonomische Interessen oder »religiösen Fundamentalismus « zur Erklärung heranziehen. Sein Vergleich von 15 Ländern zeigt, dass nicht-staatliche Gruppen immer in engen Beziehungen zu Staaten stehen und das Ziel haben, ihre Macht der Gewalt in politische Herrschaft zu transformieren.

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