Wissenschaft

Mehr Reichtum, mehr Armut

Soziale Ungleichheit in Europa vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart

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Soziale Ungleichheit in Europa vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Stimmen zum Buch
Thomas Speckmann, Der Tagesspiegel, 27.09.2017
Indem Kaelble epochenübergreifend analysiert, gelangt er zu überaus bedenkenswerten Erkenntnissen: Soziale Ungleichheit ist in der Geschichte weniger durch Kriege und Katastrophen mit schrecklichen Kosten in einer Art schöpferischer Zerstörung abgebaut worden, sondern durch politische Intervention, durch Steuern, Wohlfahrtsstaat und Bildung.
Christopher Banditt, H-Soz-Kult, 28.09.2017
Insgesamt ist Hartmut Kaelble eine bündige Überblicksdarstellung über die Entwicklung der europäischen Ungleichheitsverhältnisse seit Beginn des 20. Jahrhunderts gelungen, die zum einen eine Vielzahl an weiteren Forschungsperspektiven aufzeigt und zum anderen eine gute Einführungslektüre darstellt.
Mark Spoerer, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Gegenüber der geradezu fatalistischen Schlussfolgerung Pikettys, dass zunehmende Ungleichheit ein Wesenszug des Kapitalismus sei, setzt Kaelble, der mit schärferem Blick in die Geschichte der letzten 150 Jahre (nicht nur) Europas diesen empirischen Befund bezweifelt, sozialreformerischen Optimismus.
Über das Buch

Soziale Ungleichheit nimmt heute wieder zu. Im 20. Jahrhundert gab es aber auch Phasen, etwa die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg oder während des außergewöhnlichen "Wirtschaftswunders" der 1950er- bis 1970er-Jahre, in denen es zu einer Abmilderung sozialer Schärfen kam. Doch zur Dynamik und Geschichte der sozialen Ungleichheit haben sich Historiker bisher selten geäußert.

Hartmut Kaelbles neues Buch wirft diesen längst überfälligen "Blick zurück". Es beschreibt die Entwicklungen der sozialen Ungleichheit dabei umfassend: Kaelble blickt auf die gesamte Zeitspanne von 1900 bis heute, auf Deutschland und Europa und auf die Verteilung der Vermögen und Einkommen. Er bezieht aber auch - anders als Wirtschaftswissenschaftler - Bildung, Wohnen, Gesundheit und individuelle Aufstiegsmöglichkeiten in seine Analyse ein. Zudem nimmt er die Wahrnehmung sozialer Ungleichheit und den Einfluss der Politik auf sie ins Visier. So wird deutlich: Die Zunahme sozialer Ungleichheit ist vermeidbar.

Stimmen zum Buch
Thomas Speckmann, Der Tagesspiegel, 27.09.2017

Indem Kaelble epochenübergreifend analysiert, gelangt er zu überaus bedenkenswerten Erkenntnissen: Soziale Ungleichheit ist in der Geschichte weniger durch Kriege und Katastrophen mit schrecklichen Kosten in einer Art schöpferischer Zerstörung abgebaut worden, sondern durch politische Intervention, durch Steuern, Wohlfahrtsstaat und Bildung.

Christopher Banditt, H-Soz-Kult, 28.09.2017

Insgesamt ist Hartmut Kaelble eine bündige Überblicksdarstellung über die Entwicklung der europäischen Ungleichheitsverhältnisse seit Beginn des 20. Jahrhunderts gelungen, die zum einen eine Vielzahl an weiteren Forschungsperspektiven aufzeigt und zum anderen eine gute Einführungslektüre darstellt.

Mark Spoerer, Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Gegenüber der geradezu fatalistischen Schlussfolgerung Pikettys, dass zunehmende Ungleichheit ein Wesenszug des Kapitalismus sei, setzt Kaelble, der mit schärferem Blick in die Geschichte der letzten 150 Jahre (nicht nur) Europas diesen empirischen Befund bezweifelt, sozialreformerischen Optimismus.

Josef Tutsch, Scienzz, 31.05.2017

Kaelble hat die soziale Entwicklung in Europa vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart unter dem Gesichtspunkt von Gleichheit und Ungleichheit analysiert. Immer wieder belegt das Material, wie sehr die statistisch erfassbare Ungleichheit sich von dem unterscheiden kann, was die Menschen erleben.

Christoph Lorke, Archiv für Sozialgeschichte, 26.09.2017

Verdienst des Autors ist es allen voran, Aspekte, Dynamiken und Phänomene der sozialen Ungleichheit aus einem transnationalen, europäischen Blickwinkel zu beleuchten. Das Buch schlägt im Gegensatz zu den jüngsten großen Würfen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften außerdem eine leicht abweichende Periodisierung vor, indem weniger Kriege und Katastrophen, sondern auch die Bedeutung politischer und wohlfahrtsstaatlicher Präventionsmaßnahmen und Interventionsschritte (insbesondere im Bereich der Steuer- und Bildungspolitik) fokussiert werden.

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