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Wissenschaft

Der verkannte Bürger

Eine andere Geschichte der europäischen Integration seit 1950

von Hartmut Kaelble.

Die Geschichte der europäischen Integration sieht man oft als ein reines Elitenprojekt an. Die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsländer der Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Union erscheinen daran als unbeteiligt und desinteressiert. Doch dieses Urteil trügt: Sie hatten oft nur andere, eigenständige Vorstellungen vom Zusammenwachsen Europas als die politischen Entscheider. Sie nahmen zudem, vor allem seit den 1980er-Jahren, über Wahlen, Referenden, Interessengruppen, Beschwerden, Eingaben und Klagen aktiv Einfluss auf Europa. Sie erlebten Perioden des Vertrauens in die europäischen Institutionen, aber auch Phasen des Misstrauens. Auf der Basis von bisher kaum ausgewerteten Quellen zeichnet Hartmut Kaelbles Buch ein neues Bild der Vorstellungen und der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger der EU im historischen Wandel.

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Wissenschaft

Von Sklaverei und Freiheit

Afrikanische Initiativen zur Abolition an der Goldküste (1841-1897)

von Steffen Runkel.

Als die britische Kolonialmacht der neugegründeten Kronkolonie Goldküste im Dezember 1874 die Sklaverei für ungesetzlich erklärte, war das für die lokalen Eliten ein Affront. Viele von ihnen waren selbst Sklavenbesitzer; zudem fühlten sie sich übergangen und zu subordinierten Kolonisierten degradiert. Steffen Runkel zeichnet in seiner Studie auf breiter Quellenbasis die afrikanischen Diskurse und Initiativen zur Abolition nach, die zwischen 1841 und 1897 auf dem Gebiet des heutigen Ghana stattfanden. Er zeigt, wie sich aus ihnen Afrikanisierungs- und Elitenbildungsprozesse ergaben, die Auswirkungen weit über dieses Gebiet hinaus besaßen. Damit macht er Kolonialgeschichte als komplexe Interaktionsgeschichte fassbar.

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Wissenschaft

"Die Raserei der Gemeinen"

Popularer Protest im spätmittelalterlichen England (1377-1456)

von Helmut Hinck.

Zu den bekanntesten Ereignissen des englischen Spätmittelalters zählen die Bauernrevolte von 1381 und die Rebellion des Jack Cade im Jahr 1450. Die Bevölkerung war aber auch jenseits solcher Aufstände nicht um Protest verlegen: Hunderte kleinerer Protestereignisse legen Zeugnis von der Bereitschaft ab, Unmut über Missstände offen auszudrücken. Das Buch bietet erstmals eine Zusammenschau des Protests im späten Mittelalter und beleuchtet diesen im Hinblick auf seine Themen, Formen, Unterdrückung und Diskurse. Dabei werden Wechselwirkungen zwischen Protest und Repression sichtbar, aber auch Deutungskämpfe um zentrale Kategorien des Politischen.

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Wissenschaft

Merchants, Pirates, and Smugglers

Criminalization, Economics, and the Transformation of the Maritime World (1200-1600)

von Thomas Heebøll-Holm (Hg.), Philipp Höhn (Hg.), Gregor Rohmann (Hg.).

In der Geschichte des Seehandels unterscheidet man traditionell zwischen erlaubtem Handel und illegalen Praktiken. Doch was wir heute als "unerlaubt" ansehen, wurde bis zur Durchsetzung des souveränen Staates oft als legitim wahrgenommen, weil es innerhalb der Spielregeln des Wirtschaftslebens erfolgte. Je nachdem, wie gut ein Akteur seine Vorstellung durchsetzen konnte, wurde er als Pirat, Schmuggler, Kaufmann oder Admiral wahrgenommen.

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Wissenschaft

Fritz Bauer

Kleine Schriften (1921-1961 Band 1, 1962-1969 Band 2) VE

von Im Auftrag des Fritz Bauer Instituts (Hg.), Lena Foljanty (Hg.), David Johst (Hg.).

Jurist, Remigrant, jüdischer Intellektueller, Sozialdemokrat

Fritz Bauer ist als der Staatsanwalt in die Geschichte der Bundesrepublik eingegangen, der den Auschwitz- Prozess initiiert und in einer Vielzahl weiterer Fälle die Verfolgung von NS-Verbrechen in die Wege geleitet hat. In Büchern, Aufsätzen, Zeitungsartikeln, Interviews und Reden in Hörfunk und Fernsehen reflektierte er die gesellschaftliche und politische Lage der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit. Daneben formulierte er ein kriminalpolitisches Programm, in dem er Ziel und Zweck des Strafrechts grundlegend infrage stellte. Bauer hat in diesen Schriften oft Positionen bezogen, die für seine Zeit ungewöhnlich waren; zugleich zeigen sie, wie eng er dem Denken seiner Zeit verbunden war. Sie gewähren Einsicht in Diskussionen der frühen Bundesrepublik und führen eindrucksvoll vor Augen, wie sich Bauer als Jurist, Remigrant, jüdischer Intellektueller und Sozialdemokrat einmischte und Gehör verschaffte. So eröffnen seine "Kleinen Schriften" aus heute meist unzugänglichen Zeitungen und Zeitschriften, den Blick auf die Brüche in Bauers Biografie, auf Exil und Remigration als Schlüsselerfahrungen.

 

"Ein Humanist und Demokrat … ein Visionär des Rechtsstaats" Heribert Prantl, SZ

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Wissenschaft

Strategische Experten

Die imperialpolitische Rolle von ausländischen Beratern in Meiji-Japan (1868-1912)

von Kristin Meißner.

Während der Meiji-Zeit (1868 - 1912) heuerte die japanische Regierung zahlreiche wissenschaftliche Experten aus Europa und den USA an, die mit ihren Fachkenntnissen dazu beitrugen, den Prozess der Modernisierung Japans zu beschleunigen. Kristin Meißner untersucht erstmals die inoffiziellen Tätigkeiten und Korrespondenzen ausgewählter westlicher Experten. Sie zeigt, dass politische Akteure - durch eine gezielte Trennung von diplomatischer Rhetorik und Praxis im Rahmen des informellen Imperialismus in Ostasien - das positive Image akademisch gebildeter Fachleute strategisch einsetzten, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu erzeugen und auf diese Weise machtpolitische Handlungsräume auszudehnen.

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Wissenschaft

Die unbekannte Front

Der Erste Weltkrieg in Rumänien

von Gundula Gahlen (Hg.), Deniza Petrova (Hg.), Oliver Stein (Hg.).

In Rumänien standen im Ersten Weltkrieg bulgarische, deutsche, österreichischungarische und türkische Truppen rumänischen, russischen und serbischen Soldaten gegenüber. Trotz der Multinationalität war dieser Kriegsschauplatz im öffentlichen Bewusstsein der westlichen Welt über Jahrzehnte hinweg nahezu vergessen. In Bulgarien und Rumänien hinterließen die hohe Zahl an Kriegstoten und Invaliden, die entgrenzte Gewalt, die Besatzungszeit, Flucht und Vertreibung sowie wechselnde Grenzziehungen dagegen tiefe Spuren.

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Wissenschaft

Wo liegt die "Humanitäre Schweiz"?

Eine Spurensuche in 10 Episoden

von Miriam Baumeister (Hg.), Thomas Brückner (Hg.), Patrick Sonnack (Hg.).

Die Schweiz rühmt sich gern ihrer "Humanitären Tradition". Doch diese Meistererzählung verhaftet oft an altbekannten Zeugnissen: Sie erzählen von der Hilfe in den Weltkriegen und dem großzügigen Schweizer Spendenverhalten, sie verweisen auf die langjährigen Aktivitäten schweizerischer humanitärer Institutionen. Dieses Buch sucht neue Perspektiven auf das humanitäre Handeln der Schweizerinnen und Schweizer in transnationalen Kontexten, die die Rede von einer "Humanitären Tradition" erst resonanzfähig machen. Eingeteilt in fünf Epochen vom 19. Jahrhundert bis heute, geht es der Genese der humanitären Hilfe der Schweiz nach. Dabei lässt es Historikerinnen und Historiker mit Autorinnen und Autoren, die außerhalb der Geschichtswissenschaft stehen, in einen Dialog treten.

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Wissenschaft

Ein Erinnerungs- und Lernort entsteht

Die Gedenkstätte KZ-Außenlager Laagberg in Wolfsburg

von Alexander Kraus (Hg.), Aleksandar Nedelkovski (Hg.), Anita Placenti-Grau (Hg.).

2017 wurde die Stadt Wolfsburg einmal mehr mit ihrer NSVergangenheit konfrontiert, als bei Vorarbeiten zu einem Bauprojekt unerwartet die Fundamente der ehemaligen Gefangenenbaracke 4 des KZ-Außenlagers Laagberg sichtbar wurden. Das Außenlager war Ende Mai 1944 von 756 aus dem KZ Neuengamme abkommandierten Häftlingen außerhalb des werdenden Zentrums der "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben " errichtet worden. Die Häftlingsbaracken dienten nach Kriegsende als Unterkunft für "Displaced Persons", später für "Heimatvertriebene". Anfang der 1960er-Jahre erfolgte der Abriss der Steinbaracken. Wie in jener Zeit üblich, wurde deren Bedeutung für eine mögliche Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Geschichte weder reflektiert noch weiter verfolgt. Über den Umgang mit den Relikten der NS-Gewaltherrschaft entbrannte 2017 eine lokale wie überregionale politische Debatte. Dieser Band dokumentiert den Findungs- und Entscheidungsprozess ebenso wie die Konzeptionierung des anvisierten Gedenk- und Lernorts KZ-Außenlager Laagberg.

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Wissenschaft

Aspergers Kinder

Die Geburt des Autismus im "Dritten Reich"

von Edith Sheffer.

Wien 1938: Der Arzt Hans Asperger beschreibt Symptome bei Kindern, die er unter die Diagnose "autistische Psychopathie" fasst. Er hatte bei Patienten Schwächen im sozialen Verhalten beobachtet. Im selben Jahr ziehen die Nationalsozialisten in Wien ein. Asperger sollte bald verantworten, dass Kinder, die er für "nicht sozial integrierbar" hielt, in der Anstalt Am Spiegelgrund zu "Euthanasie"-Opfern wurden.

Edith Sheffer, Mutter eines von Autismus betroffenen Kindes, hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Diagnose begeben. Sie zeigt, welche Wertvorstellungen Asperger geprägt haben und welche Entwicklung die Diagnose genommen hat. Ihr berührendes und eindrucksvolles Buch wirft ein neues Licht auf die Geschichte der Psychiatrie im Nationalsozialismus und auf das Asperger-Syndrom.

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