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Wissenschaft

Mediengeschichte

Vom asiatischen Buchdruck zum Computer

von Frank Bösch.

Medien beeinflussen schon seit Jahrhunderten Wahrnehmungen und Wissen, Politik und Kultur, Freizeit und Kommunikation. Frank Bösch zeigt in diesem Studienbuch die historische Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung der Massenmedien in der Neuzeit - vom Buchdruck, dessen Geschichte bereits im 11. Jahrhundert in Asien begann, über Zeitungen und Zeitschriften bis hin zu Film, Funk, Fernsehen und Computer. Dabei verdeutlicht er die Rolle, die Medien für zentrale historische Prozesse gespielt haben, etwa für die Reformation, für Revolutionen, Kriege und Globalisierungsprozesse, für die Formierung sozialer Gruppen sowie die Diktaturen und die Demokratien des 20. Jahrhunderts.

"Die vorliegende Mediengeschichte führt den aktuellen Stand der Forschung konzise zusammen … und skizziert zusätzliche, gerade in der Geschichtsschreibung bisher zu wenig bearbeitete Forschungsfelder. … Eine Einführung, die vorbehaltlos empfohlen werden kann."

Archiv für Sozialgeschichte

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Wissenschaft

Europäische Esskultur

Eine Geschichte der Ernährung von der Steinzeit bis heute

von Gunther Hirschfelder.

Kartonierte Studienausgabe

Gunther Hirschfelder zeichnet den ebenso abenteuerlichen und mühsamen wie amüsanten Weg nach, den die Menschheit zurücklegen musste, um von der rohen, ungeordneten Nahrungsaufnahme zur hochentwickelten Esskultur der Gegenwart zu gelangen.

Warum essen wir heute mit Messer und Gabel oder auch wieder aus der Hand? Warum schmeckt das Fleisch des Schweines gut, während uns vor dem des Hundes ekelt? Wer die Ernährungskultur der Gegenwart und damit auch sein eigenes Essverhalten verstehen will, der muss einen Blick in die Vergangenheit werfen. Dabei wird er nicht nur Antworten auf viele Fragen unseres heutigen Umgangs mit den Nahrungsmitteln finden. Denn in der Esskultur spiegeln sich sowohl ernährungsrelevante Traditionen und Veränderungen als auch die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Epoche wider. Den Wandel der Nahrungsmittel, die Elemente der Essenszubereitung und die unterschiedlichen Formen der Mahlzeiten fügt Hirschfelder zu einem facettenreichen Bild kulturhistorischer Ernährungsgeschichte zusammen. Sein Bogen spannt sich von der Steinzeit über die frühen Hochkulturen, die klassische Antike und das Mittelalter bis zum Designerfood der Gegenwart.
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Wissenschaft

Kolonialismus und Islam

Deutsche und britische Herrschaft in Westafrika (1900-1914)

von Sebastian Gottschalk.

Welche Rolle spielte der Islam für die koloniale Herrschaft in den muslimisch geprägten Regionen Kameruns und Nordnigerias? Sebastian Gottschalk legt überzeugend dar, wie die islamisch geprägten Eliten und Strukturen in die Herrschaftsapparate der deutschen und britischen Kolonialmächte eingebunden wurden - aber auch, wie sie islamische Widerstandsbewegungen formierten. Das Buch eröffnet ein Spektrum von Perspektiven auf die Kolonialherrschaft: Verflechtungen zwischen Kolonien und Metropole geraten ebenso in den Blick wie solche, die die Entwicklungen vor Ort mit transregionalen und globalen Prozessen in Verbindung brachten.

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Wissenschaft

Kindheiten in der Moderne

Eine Geschichte der Sorge

von Meike S. Baader (Hg.), Florian Eßer (Hg.), Wolfgang Schröer (Hg.).

Seit der epochalen »Geschichte der Kindheit« (1960) des französischen Historikers Philippe Ariès ist keine umfassende Geschichte der Kindheit mehr erschienen, die zu internationalen Debatten geführt hat. Dieser Sammelband gibt Impulse, sich heute wieder mit diesem spannenden Thema zu befassen und der Geschichtsvergessenheit innovative Sichtweisen entgegenzusetzen.

Chronologisch geordnete Einzelbeiträge erzählen, auf der Grundlage epochenspezifischer Zuordnungen und eingebettet in sozialhistorische Zusammenhänge, eine Geschichte der Kindheit unter dem Aspekt der sorgenden Verhältnisse von der frühen Neuzeit bis heute. Was bedeutete es etwa, wenn die Sorge um das spirituelle Heil von Kindern im Vordergrund stand? Wie wurde Kindheit im 18. Jahrhundert zur Familienkindheit? Welche Veränderungen brachten wohlfahrtsstaatliche Regelungen mit sich und welche Implikationen hatte eine wissenschaftliche Sicht auf das Kind? Was wissen wir über Kinder im Holocaust und wie gestalten sich Sorgeverhältnisse in einer globalisierten Welt?

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Wissenschaft

Europa als Provinz

Perspektiven postkolonialer Geschichtsschreibung

von Dipesh Chakrabarty.

Als Mitbegründer der "Subaltern Studies" ist der indische Historiker Dipesh Chakrabarty einer der Vorreiter der postkolonialen Geschichtsschreibung. Seine einflussreichen Schriften umfassen ein breites Spektrum, das von der Geschichte der Arbeiterklasse bis zur Herausbildung einer Mittelschicht im kolonialen Indien reicht, aber auch die Geschichte der indigenen Völker Australiens und globale Risiken wie die Klimakatastrophe umfasst. Mit seinen Arbeiten hat Chakrabarty außerdem wesentlich zu einer Kritik des Eurozentrismus in den Geistes- und Sozialwissenschaften beigetragen, zugleich aber auch auf die Schwierigkeiten, diesen zu überwinden, hingewiesen. Seine Studien verdeutlichen die Grenzen der Anwendung zentraler Kategorien der europäischen Moderne, wie Aufklärung und Säkularisation, für eine Analyse nicht westlicher Gesellschaften. Sein Werk ist in mehrere Sprachen übersetzt und weit über die Fachgrenzen der Geschichte hinaus rezipiert worden. Die in diesem Buch versammelten Aufsätze geben erstmals in deutscher Übersetzung einen Überblick über die wichtigsten Thesen und Forschungen von Dipesh Chakrabarty.

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Wissenschaft

Die Raserei der Gemeinen

Popularer Protest im spätmittelalterlichen England (1377-1456)

von Helmut Hinck.

Zu den bekanntesten Ereignissen des englischen Spätmittelalters zählen die Bauernrevolte von 1381 und die Rebellion des Jack Cade im Jahr 1450. Die Bevölkerung war aber auch jenseits solcher Aufstände nicht um Protest verlegen: Hunderte kleinerer Protestereignisse legen Zeugnis von der Bereitschaft ab, Unmut über Missstände offen auszudrücken. Das Buch bietet erstmals eine Zusammenschau des Protests im späten Mittelalter und beleuchtet diesen im Hinblick auf seine Themen, Formen, Unterdrückung und Diskurse. Dabei werden Wechselwirkungen zwischen Protest und Repression sichtbar, aber auch Deutungskämpfe um zentrale Kategorien des Politischen.

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Wissenschaft

Das unvollendete Weltreich

Aufstieg und Niedergang des Britischen Empire 1600-1997

von John Darwin.

Englische Piraten in der Karibik, "Rotröcke" in den nordamerikanischen Kolonien, reiche "Nabobs" in Indien, fromme Missionare in Afrika, ans Ende der Welt verbannte Sträflinge in Australien, Marinesoldaten auf den Schiffen der Royal Navy - auch auf ihren Schultern ruhte das Weltreich, das Großbritannien ab dem 17. Jahrhundert im Dienste Ihrer Majestät errichtete. Auf seinem Höhepunkt um 1900 umfasste dieses riesige Gebilde ein Viertel der Menschen und der Landmasse der Erde. Doch wie gelang es den Briten überhaupt, ihr Empire aufzubauen? Wie beherrschten und verteidigten sie es fast 400 Jahre lang? Warum zerbrach es ausgerechnet im 20. Jahrhundert? Und was können andere Imperien daraus lernen? John Darwin, derzeit der beste Kenner der Geschichte des British Empire, verrät in seinem neuen, spannenden Buch die Antworten.

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Wissenschaft

Die Erfindung der Nation

Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts

von Benedict Anderson.

Benedict Andersons bekanntes Buch erfreut sich ungebrochener Popularität und erscheint hier in der dritten Auflage. Nach Anderson gibt

es keine Nationen, die "Nation" ist eine Erfindung, ein Modell, das nur in bestimmten historischen Konstellationen möglich war. Er löste

damit Debatten aus, die bis heute nicht abgeschlossen sind. Beim ersten Erscheinen der deutschen Ausgabe 1988 wurde Anderson vorgeworfen, dass seine Perspektive außereuropäisch und kulturanthropologisch sei. Heute macht gerade das den Reiz des Buches aus.

 

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Wissenschaft

Zwischen Handeln und Nichthandeln

Unterlassungspraktiken in der europäischen Moderne

von Theo Jung (Hg.).

Von der Wahlenthaltung über den Konsumboykott bis hin zur Schweigeminute: Oft ist es nicht das Handeln, sondern gerade sein Fehlen, durch das Konflikte ausgetragen und Wandel hervorgerufen werden. Dieser Band setzt sich erstmals systematisch mit diesem Phänomen auseinander, in dem sich Aktivität und Inaktivität überschneiden. Anhand von Fallstudien aus dem 19. und 20. Jahrhundert untersuchen die Beiträge die besondere Eigenlogik und Bedeutung von Unterlassungspraktiken in Europa. Ihre Thematisierung verspricht neue Einsichten in die Konstitution und Dynamik moderner Gesellschaften. Denn gerade im Umgang mit dem Nichthandeln - ob aus Lethargie, zur Vermeidung oder als Widerstand - treten die Ambivalenzen der Partizipationschancen und -erwartungen hervor, durch die sich die Moderne auszeichnet.

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Wissenschaft

Geschlechtergeschichte

von Claudia Opitz-Belakhal.

Die Geschlechtergeschichte ist aus der historischen Forschung und Lehre nicht mehr wegzudenken. Sie verdankt viele Anregungen der Sozialgeschichte, hat sich aber auch neueren Entwicklungen, etwa der Historischen Anthropologie und der Neuen Kulturgeschichte, geöffnet und die dort geführten Diskussionen mit geprägt. Claudia Opitz- Belakhal legt in diesem Band den Fokus auf die Debatten um Konzepte und Methoden der Geschlechtergeschichte, auf die Auseinandersetzungen um die Kategorie "Geschlecht" sowie auf die Geschichte der Geschlechterrollen und der Sexualität.

"Eine Einführung in die Geschlechtergeschichte (...), die nicht nur EinsteigerInnen Orientierung gibt, sondern auch für diejenigen, die Geschlechterforschung betreiben, neue Einblicke in bzw. Sichtweisen auf die feministischen Debatten der letzten drei Jahrzehnte vermittelt."

Zeitschrift für Sexualforschung

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