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Wissenschaft

Unruhig bleiben

Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän

von Donna J. Haraway.

Was kommt nach dem Menschen?

In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Cyborgs, Primaten, Hunden und Tauben. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Mensch und Tier verschwimmt. In ihrem neuen großen Buch ruft die feministische Theoretikerin das Zeitalter des Chthuluzän aus, das eben nicht - wie im Anthropozän - den Menschen ins Zentrum des Denkens und der Geschichte stellt, sondern das Leben anderer Arten und Kreaturen, seien es Oktopusse, Korallen oder Spinnen. Und nicht nur das: Es sollen neue Beziehungen entstehen, quer zu Vorstellungen biologischer Verwandtschaft. Im Zuge dessen setzt sich Haraway auch mit dem Klimawandel auseinander. Einmal mehr erweist sie sich als eine originelle und radikale Denkerin der Gegenwart.

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Wissenschaft

Die globale Finanzklasse

Business, Karriere, Kultur in Frankfurt und Sydney

von Sighard Neckel, Lukas Hofstätter, Marco Hohmann.

Exklusivität durch Offenheit

Auf den internationalen Finanzmärkten hat sich eine neue globale Klasse gebildet. Dieses Buch zeigt am Beispiel der Finanzzentren Frankfurt am Main und Sydney, wie in der Finanzklasse gemeinsame Formen ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitals entstehen. Typisch für den Habitus dieser Finanzklasse ist neben den üblichen Statussymbolen ein demonstrativer Gestus von kultureller Offenheit, Diversität, Weltläufigkeit und Toleranz, in dem sich eine kosmopolitische Selbstdarstellung mit ökonomischen Interessen verbindet. Ein neuer Modus sozialer Grenzziehung wird sichtbar, der paradox erscheint: Exklusivität durch Einschluss, Abschottung durch Öffnung.

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Wissenschaft

Elternschaft im Kapitalismus

Staatliche Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung junger Eltern

von Lisa Yashodhara Haller.

Welche Funktion hat eine Arbeitsteilung entlang der Geschlechterzugehörigkeit für das kapitalistische Wirtschaftssystem? Und wie beeinflussen staatliche Steuerungsinstrumente die Arbeitsteilung junger Eltern? Die Autorin stellt die widersprüchlichen Anforderungen dar, die innerhalb kapitalistischer Ökonomien an Eltern gerichtet werden. Anhand von Paardiskussionen veranschaulicht sie, welche wirtschaftlichen Überlegungen Eltern im Anschluss an die Familiengründung zu einer geschlechterdifferenzierenden Arbeitsteilung veranlassen.

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Wissenschaft

Handwerk als prekäres Unternehmertum

Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit

von Philipp Lorig.

Immer mehr soloselbstständige Handwerker bieten ihre Dienstleistungen auf Internetportalen an. Für ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt zahlen sie einen hohen Preis: unsichere Lebensplanung, radikale Marktabhängigkeit und Konkurrenzdruck. Sie kommen aus dem Niedriglohnbereich nicht raus und haben keine Aussicht auf eine staatliche Altersvorsorge. Das Ideal der Selbstverwirklichung verkehrt sich in sein Gegenteil. Letztlich bringt das postfordistische Produktionsmodell, wie Philipp Lorig in seiner Studie zeigt, ein neues Tagelöhnertum hervor, das auf längst überwunden geglaubte Arbeitsformen zurückgreift.

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Wissenschaft

Die Vergiftung der Erde

Metaphern und Symbole agrarpolitischer Diskurse seit Beginn der Industrialisierung

von Jan Grossarth.

Klingende Worte beschreiben die Zerstörung der Natur. Die Rede ist von Pestiziden, die Mensch und Tier vergiften, vom gestörten ökologischen Gleichgewicht, von erschöpften Böden. Die ökologische Krisenpublizistik hat Metaphern hervorgebracht wie Ackergift und Mutter Erde, Waldsterben und chemischer Tod, Giftwelle und Krieg gegen die Natur. Die Vergiftung der Erde ist nicht bloß ein toxikologischer Befund, sondern eine kulturelle Leitmetapher in ökologischen Diskursen. Was ist deren naturwissenschaftlicher Kern? Gründen diese politischen Metaphern gar in jahrhundertealten antijüdischen Stigmawörtern wie der Brunnenvergiftung? In einer faszinierenden Studie verbindet der Autor Aspekte der agrarischen Industrialisierung mit der Geschichte der politischen und religiösen Giftmetapher, der Naturwissenschaft vom Gift und der Geistesgeschichte organischer Erdmetaphern.

»Die Agrarchemie ist für moderne Landbewirtschaftung konstitutiv, was Jan Grossarth in seinem eindrucksvollen Buch als Ausgangspunkt für seine Diskurse zu Gift und Vergiftung nimmt. Er wirft einen frischen Blick auf die Ideengeschichte von Gift als Metapher und Symbol und bedient sich einer klaren, den Leser packenden Sprache. Er schlägt einen Bogen von der „jüdischen Brunnenvergiftung“ (als Ursache der Pest), der „Verseuchung des Deutschen Blutes“ bis hin zu den sozialen Bewegungen seit den 1960er Jahren, die sich gegen die Vergiftung der Erde und für den Erhalt natürlicher Vielfalt engagieren. Der Sponti-Spruch zu Zeiten des Vietnamkriegs „Ob Krieg, ob Friede, nimm Pestizide“ nahm Bezug auf Monsanto-Herbizide, die in Vietnam durch das tödliche Agent Orange/Dioxin vertreten waren (nicht zu verwechseln mit dem vergleichsweise harmlosen Monsanto-Herbizid Roundup). In seiner Kulturgeschichte des Giftes rezipiert Jan Grossarth esoterische (Gaia, Tiefenökologie), religiöse und linke wie rechte politische Strömungen, aber auch die naturwissenschaftliche Faktenlage. Sein überaus interessantes Buch vermittelt eine fundierte Vorstellung, vor welchem historischen Hintergrund in den letzten Jahrzehnten die chemische Orientierung der Landwirtschaft mit der historisch gewachsenen Artenvielfalt sowie sozialen und politischen Strömungen in Kollision geriet.«
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Agrarökologe an der Universität Göttingen
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Wissenschaft

Das erschöpfte Selbst

Depression und Gesellschaft in der Gegenwart

von Alain Ehrenberg.

Eigenverantwortung, Selbstverwirklichung, Streben nach Glück und Erfolg sind Ansprüche, die in der modernen kapitalistischen Gesellschaft wie selbstverständlich von jedem und jeder übernommen werden. Viele Menschen scheitern daran und reagieren mit innerer Leere, mit Depression, Antriebslosigkeit und Suchtverhalten auf ihr vermeintliches »Versagen«. So lautet die Analyse des französischen Soziologen Alain Ehrenberg, dessen Buch – 1998 in Frankreich erschienen, 2004 in deutscher Übersetzung – zu einem Bestseller wurde. Inzwischen ein Klassiker, erscheint das Buch in einer Neuausgabe mit einer aktuellen Einleitung des Autors.

»In einer faszinierenden Zusammenführung von quantitativer Sozialforschung, Psychiatriegeschichte und Sozialpsychologie zeigt Ehrenberg, dass die Ausbreitung depressiver Erkrankungen die Folge einer institutionellen Überforderung der Subjekte ist.« Axel Honneth

»Ein brillanter Essay über den Zustand des modernen Menschen.« Psychologie Heute

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Wissenschaft

Nachhaltigkeit und Transition: Politik und Akteure Transition écologique et durabilité: Politiques et acteurs

Sozio-ökologische Transformation aus deutsch-französischer Perspektive Regards franco-allemand sur le changement socio-écologique

von Anahita Grisoni (Hg.), Rosa Sierra (Hg.).

Hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt "Saisir l'Europe - Europa als Herausforderung" versammeln diese Bände Beiträge in deutscher und französischer Sprache zu Konzepten der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition. Im Zentrum des ersten Bandes stehen ethische und epistemologische Fragen: Wie und für wen soll Nachhaltigkeit gestaltet werden? Wie sollen dabei die natürlichen Grenzen des Planeten und die Phänomene des Anthropozäns berücksichtigt werden? Außerdem wird diskutiert, wie diese Konzepte in verschiedenen Disziplinen - Geschichte, Soziologie, Geografie - reflektiert werden. Der zweite Band umfasst Analysen politischer, ökonomischer und sozialer Fragen, die bei der Formulierung und Umsetzung von Zielen des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit und der ökologischen Transition eine zentrale Rolle spielen. Hier werden auch wichtige Akteure, ihre Initiativen und Praktiken vorgestellt.

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Wissenschaft

Sisyphos im Management

Die vergebliche Suche nach der optimalen Organisationsstruktur

von Stefan Kühl.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen heute eigenverantwortlich handeln, aber möglichst nur in dem vom Management vorgegebenen Rahmen. Man fordert von ihnen, wie »Unternehmer in Unternehmen« zu agieren, dabei immer im Sinne des gesamten Unternehmens.

Stefan Kühl analysiert systematisch die Paradoxien und Widersprüche, die durch die neuen Managementkonzepte entstehen. Anhand aktueller Trends im Managementdiskurs zeigt er, warum die Suche nach einer optimalen Organisationsstruktur vergeblich ist und warum das Management diese Suche trotzdem nicht aufgeben sollte.

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Wissenschaft

Dauerkämpfe

Feministische Zeitdiagnosen und Strategien

von Brigitte Bargetz (Hg.), Eva Kreisky (Hg.), Gundula Ludwig (Hg.).

In Zeiten, die sich durch eine "postfeministische" Konstellation und zunehmenden Antifeminismus auszeichnen, verweist der Band auf vielfältige Räume und Praxen feministischer (Dauer-)Kämpfe. Die Autor*innen diskutieren geschlechterpolitische Kontinuitäten, Brüche und Widersprüchlichkeiten im Kontext der multiplen Krise und der Autoritarisierung von Staat und Gesellschaft. Ebenso werden feministische Strategien gegen Unterdrückung, Ungleichheit und Gewalt sowie Suchbewegungen für eine andere gesellschaftliche Ordnung aufgezeigt. So zeichnet der Band ein facettenreiches Bild feministischer Gegenwartsdiagnosen.

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Wissenschaft

Die Neuerfindung der Natur

Primaten, Cyborgs und Frauen

von Donna J. Haraway, Carmen Hammer (Hg.), Immanuel Stieß (Hg.).

In diesem Band werden zentrale Aufsätze Donna Haraways - eine der bedeutendsten und innovativsten feministischen Naturwissenschaft- lerinnen in den USA - erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht. In ihren Texten teilt die Autorin nicht die Sehnsucht vieler Feministinnen nach der Rückkehr zur reinen, unversehrten Natur, sondern sieht in deren Auflösung auch eine Chance zur Änderung bestehender Herrschaftsbeziehungen.

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