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Wissenschaft

Tatort Heidelberg

Alltagsgeschichten von Repression und Verfolgung 1933–1945

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Tatort Heidelberg

Alltagsgeschichten von Repression und Verfolgung 1933–1945

Stimmen zum Buch
Wolfgang Michalka, geschichte für heute, Heft 2, 2023
Frank Engehausen von der Universität Heidelberg und ausgewiesener Kenner [...] untersucht quellennah und anschaulich den [...] Bestand von gut 400 Sondergerichtsfällen vom ›Tatot Heidelberg‹, von denen er 52 chronologisch präsentiert. [...] Die überzeugende, aber auch erschütternde Analyse der Alltagsgeschichten einer Universitätsstadt im NS-Staat kann sicherlich stellvertretend für die meisten ihrer Art stehen. Vor allem die Frage nach den Nachkriegsbiografien der Denunzianten [...] drängt sich immer wiederauf.
SWR2, 10.03.2022
›Tatort Heidelberg‹ illustriert auf ergreifende Weise, wie eine Diktatur Menschen kontrolliert, in Schach hält und mit Hilfe von Denunzianten terrorisiert und aburteilt. Ein Lehrstück aus der Vergangenheit, wie jedwede Opposition unterdrückt wird. Ein Buch, das auch heute leider aktuell ist. Es ist eine erschütternde Lektüre.
Rhein-Neckar-Zeitung, 09.04.2022
Frank Engehausen untersuchte die Urteile des NS-Sondergerichts für Heidelberg und stieß auf überraschend viele Denunzianten.
Über das Buch

Die Frage, wie die nationalsozialistische Diktatur mehr als zwölf Jahre aufrechterhalten werden konnte – ob mit Mitteln eines repressiven Polizeistaats oder durch breite Zustimmung der Bevölkerung –, beschäftigt die Geschichtswissenschaft seit jeher. Frank Engehausen nähert sich in diesem Buch einer Antwort durch einen mikroskopischen Blick auf die Strafjustiz: Anhand von 52 Fällen und Einzelschicksalen, die sich zwischen 1933 und 1945 in Heidelberg ereigneten und vor dem Sondergericht Mannheim verhandelt wurden, entsteht in diesem Buch eine Alltagsgeschichte der NS-Gewaltherrschaft in der Universitätsstadt am Neckar. Deutlich wird, wie Menschen wegen abweichender politischer Meinungen oder weltanschaulicher Distanz zur Staatsideologie, in aller Regel durch Denunziation, in die Fänge des Geheimpolizei- und des Justizapparats gerieten. Zudem zeigt das Buch auf, welch großen Anteil die Selbstmobilisierung der nationalsozialistischen »Volksgemeinschaft« an der Verfolgung von politischem Dissens sowie an der Bestrafung sozialer Devianz hatte.

Stimmen zum Buch
Wolfgang Michalka, geschichte für heute, Heft 2, 2023

Frank Engehausen von der Universität Heidelberg und ausgewiesener Kenner [...] untersucht quellennah und anschaulich den [...] Bestand von gut 400 Sondergerichtsfällen vom ›Tatot Heidelberg‹, von denen er 52 chronologisch präsentiert. [...] Die überzeugende, aber auch erschütternde Analyse der Alltagsgeschichten einer Universitätsstadt im NS-Staat kann sicherlich stellvertretend für die meisten ihrer Art stehen. Vor allem die Frage nach den Nachkriegsbiografien der Denunzianten [...] drängt sich immer wiederauf.

SWR2, 10.03.2022

›Tatort Heidelberg‹ illustriert auf ergreifende Weise, wie eine Diktatur Menschen kontrolliert, in Schach hält und mit Hilfe von Denunzianten terrorisiert und aburteilt. Ein Lehrstück aus der Vergangenheit, wie jedwede Opposition unterdrückt wird. Ein Buch, das auch heute leider aktuell ist. Es ist eine erschütternde Lektüre.

Rhein-Neckar-Zeitung, 09.04.2022

Frank Engehausen untersuchte die Urteile des NS-Sondergerichts für Heidelberg und stieß auf überraschend viele Denunzianten.

Konstantin Groß, Mannheimer Morgen, 21.04.2022

Historiker Frank Engehausen verfasst ein Buch über den Alltag der Universitätsstadt in der NS-Zeit. Seine Dokumentation schließt eine Forschungslücke. […] Der Leser schwankt zwischen ungläubigem Kopfschütteln und emotionaler Erschütterung.

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